deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

Caravaggio & Decoder – Hamburg trifft Paris am 30. Januar

Herzlich laden wir Sie zum Konzert des Pariser Ensemble Caravaggio und des Hamburger Decoder Ensemble am 30. Januar um 21 Uhr in den Resonanzraum in Hamburg ein.

Elektronische Soundwalls, zupackendes Instrumentalspiel, Vokalakrobatik und blitzende Scheinwerfer: Solche Sinneseindrücke würde man wohl eher mit der Performance einer Avantgarde-Rockband als mit zeitgenössischer Kammermusik in Verbindung bringen. Decoder und Caravaggio stehen für einen längst überfälligen Imagewandel in der Neuen Musik und sorgen mit innovativen Konzepten für einen frischen Wind in der internationalen Szene.

Die beiden Ensembles gestalten einen Konzertabend mit aufregend neuen Stücken – multimedial, energetisch und weit entfernt vom musikalischen Alltag.

Am 11. Februar ist die deutsch-französische Zusammenarbeit im Carreau du Temple von Paris zu erleben.


30. Januar 2016
21 Uhr
Resonanzraum
Feldstraße 66, Hamburg

Programm:
F1 – Alexander Schubert (UA)
New piece – Benjamin de la Fuente (UA)
5 minutes – Leopold Hurt (UA)
Mescaline – Samuel Sighicelli (UA)
Blue Cristal – Caravaggio
Cobra – John Zorn

Foto © Richard Stöhr

Pierre Boulez

Wir trauern um Pierre Boulez, der am 5. Januar in Baden-Baden im Alter von 90 Jahren verstarb.

Mit dem Ensemble Intercontemporain und dem IRCAM verbreitete er die französische Kultur über die französischen Grenzen hinweg. Wir beklagen einen Avantgardisten mit kritischer Denkweise, der Kunst im Dialog zwischen Malerei, Poesie, Architektur, Film und Musik begriff und im Dienste einer humaneren Gesellschaft stand.

Impuls neue Musik gedenkt Pierre Boulez und fühlt mit seinen Angehörigen und Freunden.

Le Voci Fuori – die Stimme von Außen

Mit dem Projekt „Le Voci Fuori“ eröffnet das ensemble cross.art am 18. Dezember um 20 Uhr die Konzertreihe Le Happy Compound Pleasures in Stuttgart. Das Konzertprogramm beinhaltet Werke der jungen Komponistengeneration Italiens, welche Erfahrungen in Deutschland und Frankreich gesammelt hat: Francesco Filidei, Clara Iannotta und Marta Gentilucci mit einer Uraufführung.

Wie prägend ist die kulturelle Heimat in der künstlerischen Arbeit? Wie machen sich Künstler der Gegenwart, die rund um den Globus reisen, studieren, arbeiten und leben diese vielfältigen Einflüsse zu eigen? Diese Dualität der Einflüsse von kultureller Heimat und globalisierter Welt untersucht das ensemble cross.art mit Werken von den drei italienischen Komponisten.


18. Dezember 2015
20 Uhr
Theaterhaus P1, Stuttgart
Siemensstraße 13
70469 Stuttgart

Programm:
Programming Pinocchio für Klavier und Elektronik von Francesco Filidei
The people here go mad. They blame the wind für Trio und 12 Spieluhren von Clara Iannotta
Über? von Marta Gentilucci (UA) mit und ohne Video von Yukihiro Taguchi
Esercizio di Pazzia für 4 Luftballons von Francesco Filidei

Foto © Joerg Hildenbrand

Klanginstallation in Verdun

Zur Eröffnung des Festivals La Cafetière, festival sans filtre am 21. November ab 18.30 Uhr weihen die Klangkünstler und Komponisten ihre erste Klanginstallation des Projekts „Zone Rouge“ ein.

Zu den Gedenkfeiern anlässlich des ersten Weltkriegs entwickelt Mono-Mono das Projekt „Zone Rouge“, das als Landschaftslabor und Ort des Gedenkens gedacht ist. Der Veranstaltungsort erlaubt eine intensive Auseinandersetzung mit dem symbolträchtigen Ort, die in Architekturmerkmalen mit Soundinstallationen konkrete Form annimmt. Diese Soundinstallationen entwickelten die Klangkünstler und Komponisten Gilles Aubry, Steve Bates, Jacob Kirkegaard, ErikM, François Martig und Jan-Peter Sonntag während ihrer dreiwöchigen Residenz auf den Schlachtfeldern von Verdun.


21. November 2015
18.30 Uhr
Markthalle von Verdun
Place du Marché Couvert
55100 Verdun

Künstler:
Gilles Aubry, Steve  Bates, Jacob  Kirkegaard, ErikM, François  Martig, Jan-Peter  E.R. Sonntag

 

Konzert mit Séverine Ballon im me Collectors Room

Anlässlich der Veröffentlichung der ersten Solo-CD „Solitude“ (AEON-Label) der Cellistin Séverine Ballon findet am Sonntag, den 15. November um 16 Uhr ein Konzert mit Cello und Elektronik inmitten der Ausstellung „Cindy Sherman – Works from the Olbricht Collection“ im me Collectors Room Berlin statt.
Séverine Ballon präsentiert zwei Werke aus ihrer jüngst veröffentlichten CD, von den Komponisten Mauro Lanza und Thierry Blondeau. Darüber hinaus werden zwei weitere Stücke in ihrer deutschen Erstaufführung zu hören sein, von den in Berlin lebenden Komponisten Wolfgang Heiniger und Aaron Einbond. Alle Stücke aus dem Programm werden von Séverine Ballon uraufgeführt und untersuchen die unendlichen Farbpaletten Ihres Instruments, dem Cello.


Release-Konzert „Solitude“ mit Séverine Ballon
15. November 2015
um 16 Uhr
Galerie me Collectors Room
Auguststraße 68
10117 Berlin

Mauro Lanza „La Bataille de Caresme et de Charnage“ (2012)
Wolfgang Heiniger „schwer“ (scannings No. 2) für Cello, Elektronik und Video (2015) (DEA)
Aaron Einbond „Xylography“ (2015) (DEA)
Thierry Blondeau „Blackbird“ (2013)

Foto © Gérard le Doudic

9. Jurysitzung: Die Entscheidung der Jury

Am 20. Oktober 2015 fand die 9. Jurysitzung des Deutsch-französischen Fonds für zeitgenössische Musik / Impuls neue Musik in Anwesenheit des Kulturbeauftragten der französischen Botschaft Emmanuel Suard und des Direktors des Bureau Export Berlin Sylvain Thollon in der Maison de France statt.

Seit mehr als 5 Jahren begleitet und finanziert Impuls neue Musik anteilig Projekte, die die Schaffung neuer Werke und die Verbreitung zeitgenössischer Musik in Frankreich und Deutschland zum Ziel haben. Im Kern Deutsch-Französisch basieren die Projekte auf dem Austausch zwischen Musikern, Werken und Ästhetiken der beiden Länder.

Dieses Jahr wurden 11 Projekte aus 18 Projektanträgen von der Jury ausgewählt. Die Jury besteht aus: Christine Fischer (Intendantin Musik der Jahrhunderte, Stuttgart), Matthias Osterwold (Klangspuren, Schwaz), Barbara Barthelmes (Musikwissenschaftlerin, und Autorin / Redaktion der Musikfestivals der Berliner Festspiele), Henry Fourès (Komponist), Frank Madlener (IRCAM), Jean-Marc Bador (Leiter von Auditorium / Orchestre national de Lyon) sowie Jens Schroth (Dramaturg an der Staatsoper im Schillertheater) und Emmanuel Hondré (Direktor des Département des concerts et spectacles von der Philharmonie de Paris), die zum ersten Mal an der Sitzung teilgenommen haben.

Am 20. Oktober vergab die Jury eine Gesamtfördersumme von 95.000 € für folgende Projekte:

  • Marco Stroppa bei den internationalen Weingartener Tagen für Neue Musik (Weingarten 2016)
  • Transgenre, Ensemble 2e2m und zeitkratzer (Paris, Marseille, Metz, Bruxelle 2016)
  • Maskerade, Le Concert Impromptu und Schlag 3 (Mindelzell, Ivry-sur-Seine, Décines 2016 und 2017)
  • UM, ARS NOVA und Neue Vocalsolisten (Paris, Poitiers, Clermont-Ferrand,  Marseille,  Stuttgart, Noirlac 2016 und 2017)
  • Démesure, Zafraan Ensemble und La Cage (Paris, Berlin 2016)
  • Entrelacs :: Geflecht, E-MEX und Proxima Centauri (Witten 2016)
  • Ein Stück, ARBEIT!, Solistenensemble PHONIX16 (Berlin 2016)
  • La Voie de la Beauté, Festival arabesques 2015 (Hamburg 2)
  • Le Voce Fuori, Ensemble cross.art, (Stuttgart 2015)
  • aufeinander zu gehen – Gegenwartsmusik aus Frankreich und Deutschland, oh ton-ensemble und Proxima Centauri (Bremen, Oldenburg 2016)
  • Zone Rouge, Mono-Mono (Meuse 2015)

 

Maskerade – Le Concert Impromptu et Schlag 3

20., 22.10.2017, | Mindelzell – Cross Opera an der Mindel

07.12.2016 | Ivry-sur-Seine

24.02.2017 | Décines

Das französische Bläserquintett Le Concert Impromptu und das deutsche Ensemble Schlag 3 möchten mit „Maskerade“ in Zusammenarbeit mit dem Berliner Komponisten Torsten Herrmann eine öffentliche Veranstaltung für junges Publikum schaffen. Drei französische Komponisten komponieren rund um das Thema Masken und beziehen sich auf die Welt der französischen und deutschen Volksmärchen. „Maskerade“ wird vom Festival für junges Publikum „Opera Kreuz an der Mindel“ in Mindelzell im Oktober 2016 produziert und wird im Anschluss im französischen Ivry-sur-Seine und Décines aufgeführt. Die pädagogische Dimension des Projekts will jungen Kindern zeitgenössische Musik näher bringen. In Workshops sollen Kinder den Prozess der Schaffung eines Musiktheater mit all seinen Komponenten entdecken: Musik (Workshop mit dem Komponisten), Dekoration (Masken basteln) und der Ablauf im Theater (Maskenchor).

 

 

aufeinander zugehen – Gegenwartsmusik aus Frankreich und Deutschland – oh ton-ensemble und Proxima Centauri

30.09.2016 | Oldenburg – Festival „25 Jahre oh ton“

7-8.12.2016 | Bremen

„aufeinander zugehen“ vereint die Ensembles Proxima Centauri und das oh ton-ensemble zu einem gemeinsamen Projekt für die Aufführung zwei Kompositionsaufträgen (Thiery Alla, Leopold Hurt) und anderer Werke in zwei Konzerten in Deutschland. Die Konzerte sollen sowohl das normale Publikum, wie auch Schulen und das Klientel von Universität bzw. Hochschule ansprechen. Der Titel ist zum Einen Referenz an das gemeinsame Projekt, ist Aufforderung generell an die deutsch-französische Zusammenarbeit. In Anbetracht der aktuellen Flüchtlingsströme besteht die Überlegung, Werke von Komponisten aus der arabischen Welt ins Programm zu nehmen. Bei der Erstellung des Programms wurde die jeweilige Repertoire- Liste der beiden Ensembles, sowie der Gedanke für das jeweilige Land maßgebliche oder typische Sichtweisen zu präsentieren, integriert.

Le Voce Fuori – ensemble cross.art mit dem Kollektiv S-K-A-M

18.12.2015 | Stuttgart – Festival Musik der Jahrhunderte

Bei Projekt des ensemble cross.art „Le Voce Fuori“ handelt es sich um einen italienisch-deutsch-französischen Schwerpunkt im Rahmen der von Stuttgarter Kollektiv S-K-A-M gegründeten Konzertreihe K-R-A-M. Künstler sind heutzutage einerseits von ihrer kulturellen Heimat und andererseits von Einflüssen der globalisierten Welt geprägt. Diese Dualität der Einflüsse finden findet cross.art in der Neue-Musik-Szene Italiens gerade sehr anziehend und originell und möchten sie durch ein Konzert thematisieren und dem deutschen Publikum näher bringen.

Sie interessieren sich besonders für diejenigen erfolgreichen jungen italienischen Komponisten, die in Deutschland und Frankreich gelebt, studiert und/oder gearbeitet haben, bzw. dies immer noch tun: sie sind „Le Voce Fuori“, die Stimmen von außen. „Le Voce Fuori“ präsentiert Werke der Komponisten Francesco Filidei, Clara Iannotta und Maurilio Cacciatore und eine Uraufführung von Marta Gentilucci

Démesure – Zafraan Ensemble und La Cage

17.-19.06.2016 | Paris – Festival Quartier d’Été

07.2016 | Berlin

Nach dem großen Erfolg der sechs ausverkauften Aufführungen von „Démesure“ im März 2015 im ehemaligen Stummfilmkino Delphi in Berlin-Weißensee (Förderung Impuls – CA8) wurde die Produktion jetzt zum Festival Paris Quartier d’Été 2016 eingeladen. Zudem haben sich weitere Veranstalter sehr interessiert gezeigt. Im Zuge dessen streben das Zafraan Ensemble und La Cage unbedingt eine Wiederaufnahme an, um diese außergewöhnliche Produktion am Ort ihrer Entstehung auch den Teilen der interessierten Öffentlichkeit zu zeigen. Direkt im Anschluss ist zudem eine kleine Tour geplant, die in Paris beginnt, um dort dem französischen Publikum die Gelegenheit zu geben, diese ungewöhnliche Form zeitgenössischen Musiktheaters zu erleben.