deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

LU FTSTR OM _ 18 – EW-4 in Basel und Luzern

am Donnerstag, den 29. November, findet in Basel und am Freitag, den 30. November in Luzern das auf drei Jahre angelegte deutsch-französisch-schweizerische Projekt Luftstrom_18 des Ensembles EW-4 statt.
Das EW-4 (Electronic Wind Quartet) ist ein Ensemble aus vier Blassynthesizern, welches das kammermusikalische Musizieren auf eine rein elektronische Ebene überträgt. Die Interaktion zwischen Mensch und Maschine wird in künstlerischer Auseinandersetzung reflektiert und in neuen Klängen und Bildern gespiegelt.

Mit dem Projekt „LU FTSTR OM“ wird ein prägendes Thema unserer Zeit – die voranschreitende Digitalisierung in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts – aufgenommen und in einer speziellen Kunst- und Konzertform reflektiert. Da es für Blassynthesizer und die Besetzung quasi keine Werke gibt, soll ein Repertoire für dieses Instrument aufgebaut werden. EW-4 hat die Idee – eine elektronische Kammermusik zu kreieren – verschiedenen Komponisten vorgestellt. Die Aussicht, für vier Blassynthesizer zu komponieren, hat bei Christoph Ogiermann, Orm Finnendahl, Yannis Kyriakides, Ulrike Mayer-Spohn und Emilio Guim unterschiedlichste Assoziationen, Denkprozesse sowie ein positives Echo ausgelöst. Die neuen Werke werden Anfang Dezember auch in Deutschland und in Schweden zur Aufführung gebracht sowie Anfang 2019 in Frankreich und nochmals in der Schweiz.

Programm

Christoph Ogiermann (*1967): «Nackt an Metall» Quartett
Orm Finnendahl (*1963): «Der Unbesiegbare (Schlussszene)» 
Yannis Kyriakides (*1969): «Streams» 
Ulrike Mayer-Spohn (*1980): «fEWI» 
Emilio Guim (*1981): «Dreamtime» 

Bei allen Werken handelt es sich um Uraufführungen.
 

LU FTSTR OM _ 18 –  EW-4

Weitere Aufführungen des Programms
 

04.12.2018
Schwankhalle, Bremen (Deutschland)

07.12.2018
Malmö, Schweden

 

TBA
Haute École des Arts, Straßburg (Frankreich)

15.01.2019
Theater Riggiblick, Zürich (Schweiz)

mit
EW-4 (Arte Quartett): Beat Hofstetter, Sascha Armbruster,
Andrea Formenti, Beat Kappeler (EWI: Electronic Wind Instruments/Blaswandler)

Sebastian Schottke (Technik und Klangregie)
Tickets und weitere Informationen finden Sie hier.

Foto © Comenius Röthlisberger

Quatuor Diotima bei den Tagen neuer Musik Zürich

Am 16. November 2018 findet die Schweizer Erstaufführung des neuen Streichquartetts von Jean-Luc Hervé im Rahmen der Tage neuer Musik in Zürich statt, zu der wir Sie herzlich einladen.

Das Quatuor Diotima aus Paris gehört zu den weltweit führenden Streichquartetten für neue Musik. Im Zentrum seines aktuellen Projekts steht das neue Werk des in Paris lebenden Jean-Luc Hervé, der u.a. bei Gérard Grisey studierte und eine „spektral“ gefärbte komplexe Musik voller klangsinnlicher Gestik schreibt. Die Uraufführung des Streichquartetts fand im September bei Klangspuren Schwaz in Österreich statt. Desweiteren auf dem Programm: „Buch“ (2018) von Enno Poppe.

 
 

Weitere Aufführungen des Programms

16.11.2018
Zürich, die Schweiz

07.2019
Abbaye de Noirlac, Frankreich

03.2020
Lyon, Frankreich

17.05.2020
Duisburg, Deutschland

 
Foto © Jérémie Mazenq

Ensemble Cairn beim Festival SinusTon

Bereits zum 9. Mal fand in Magdeburg das Festival „SinusTon – Magdeburger Tage der elektroakustischen Musik“ statt. Vom 25. bis zum 28. Oktober 2018 war an verschiedenen Veranstaltungsorten der Stadt eine große Bandbreite zeitgenössischer Musik zu erleben, die auf elektroakustischer oder elektronischer Klangerzeugung beruht oder mit traditionellen Instrumenten und anderen Kunstrichtungen, wie z.B. Film verbunden war.
Das Festival präsentierte schon in früheren Ausgaben französisches Repertoire und lud regelmäßig Ensembles aus Frankreich ein. Am 26. Oktober 2018 fand ein Konzert mit dem französischen Ensemble Cairn statt. Zur Aufführung kamen u.a. Werke von Régis Campo, Jean-Luc Hervé, Pascal Dusapin, Isabel Mundry und Toshio Hosokawa.

© Ensemble Cairn

Handwerk! beim Impuls-Festival 2018

Am 30. Oktober 2018 findet im Steintor-Varieté in Halle (Saale) das Projekt „Handwerk!“ im Rahmen des „IMPULS-Festival für Neue Musik Sachsen-Anhalt “ statt, zu dem wir Sie herzlich einladen. Aufgeführt wird ein Zyklus von fünf Uraufführungen und Impuls-Auftragskompositionen junger Komponisten aus der IMPULS Masterclass 2018: Apolline Jesupret, Beste Öçelebi, Cya Bazzaz, Junyu Guo, Loïc Le Roux.

Das 2008 gegründete IMPULS-Festival ist eines der jüngsten Festivals für Neue Musik in Deutschland. Jährlich im Oktober/November schließen sich alle Orchester des Landes sowie das MDR Sinfonieorchester und der MDR Rundfunkchor in einzigartiger Weise zu einem Netzwerk zusammen, um in vielen Städten Sachsen-Anhalts und darüber hinaus Neue Musik einem breiten Publikum zu präsentieren.

Mit dem neuen Projekt HANDWERK! fördert das IMPULS-Festival  junge Komponisten aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland. Ihnen soll in den im Bauhaus-Sinne von „Meistern“ angeleiteten Impuls-Meisterklassen am Bauhaus Dessau musikalisches Handwerkszeug mitgegeben werden. Im Jahr 2019 feiert das Bauhaus sein 100-jähriges Jubiläum. IMPULS nimmt das Jubiläum als Ausgangspunkt, um über einen Zeitraum von drei Jahren – 2018/2019/2020 – mit renommierten Ensembles für Neue Musik aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland auch „Meistern und Lehrlingen“ der zeitgenössischen Musik ein internationales Podium zu bieten.

Aufführungen

26.10.18

HANDWERK! – Dessau (Bauhaus Dessau)
 
30.10.18
HANDWERK! – Halle (Saale) (Steintor Varieté)
 

Recycling – Clément Janequin reloaded

Am 27. Oktober 2018 findet in Basel das im Programm deutsch-französisch-schweizerische Projekt „Recycling – Clément Janequin reloaded“, eine Zusammenarbeit des Schweizer Ensembles thélème mit dem französischen Saxophonquartett XASAX statt, zum dem wir Sie herzlich einladen.

Das Programm vereinigt das Vokalensemble thélème, das auf die Interpretation alter Musik spezialisiert ist, und das Saxophonquartett XASAX, das auf die Interpretation zeitgenössischer Musik spezialisiert ist. Die beiden Ensembles haben die Komponistin Betsy Jolas und den Komponisten Mike Svoboda beauftragt, Werke der französischen Renaissance für die Komposition neuer Werke zu „recyceln“: So hat Besty Jolas für das Herzstück des Konzertprogramms in ihrer „Lassus-Phantasie“ ein Chanson von Orlando di Lasso für die acht Musiker einer neuen Lesung unterzogen. Und Mike Svoboda nutzt die Präsenz der vier Saxophone, um in seinem neuen Werk die lebendige, ja überbordende Energie des Janequin-Liedes „Les Cris de Paris“ zu verstärken.

Das Konzertprogramm umfasst desweiteren Werke von Clément Janequin, Roland de Lassus und Salvatore Sciarrino. Der Schweizer Komponist Jannik Giger wird ausgehend vom Material des Konzerts ein weiteres Werk schaffen, das zu einem späteren Zeitpunkt uraufgeführt wird.

 
Aufführungen
27. Oktober 2018, Basel, Zinzendorfhaus
17.00 Komponistengespräch
19.00 Konzert
 
20. März 2019, Amiens, Conservatoire à Rayonnement Régional d’Amiens
Masterclass
20.30 Konzert
 
 
Besetzung
 
thélème
Julien Freymuth, Altus
Ivo Haun, Tenor
Lior Leibovici, Tenor
Jean-Christophe Groffe, Bass
 
 
XASAX
Pierre-Stéphane Meugé
Serge Bertocchi
Jean-Michael Goury
Marcus Weiss
 
Foto © Susanna Drescher

Thinking Things – Donaueschinger Musiktage

Am  20. Oktober 2018 findet die deutsche Erstaufführung von Georges Aperghis‘ Musiktheater „Thinking Things“ sich bei den SRW Donaueschingen Musiktagen statt. Nach „Machinations“ (2000) und „Luna Park“ (2011) ist „Thinking Things“ der letzte Teil der Maschinen­Trilogie des griechisch-französischen Komponisten.

Thinking Things sind smarte Roboter. Maschinen, mit denen wir zusammenleben. Denen wir vertrauen und denen wir wichtige Aufgaben überantworten. Es geht in „Thinking Things“ darum, was wir preisgeben, wenn wir uns Robotern überlassen. Und inwieweit sich die Unterschiede zwischen Mensch und Maschine noch zuverlässig erkennen lassen.

Georges Aperghis Thinking Things ist für vier Performer, robotische Erweiterungen, Video, Licht und Elektronik.

 

Deutsche Erstaufführung

20.10.2018 | 16.30 Uhr
Donauhallen, Bartók Saal
20.10.2018 | 20.00 Uhr
Donauhallen, Bartók Saal

 
Eine Produktion von IRCAM , Centre Pompidou in Zusammenarbeit mit dem SWR, dem Centre Culturel Onassis Athen und dem Ultima Oslo Contemporary Music Festival. Gefördert von Impuls neue Musik.
 

Johanne Saunier, Donatienne Michel Dansac
Richard Dubelski, Lionel Peintre, Performer
Emilie Morin, Regieassistenz
Daniel Lévy, Bühnen­ und Lichtdesign
Pierre Nouvel, Videodesign und Roboterprogrammierung
Olivier Pasquet, IRCAM Computermusikdesign
Sylvain Cadars, IRCAM Toningenieur

 
Mehr Informationen finden Sie hier.
 

Foto © Quentin Chevrier

SOLedades – Klangbox

SOLedades ist eine 50-minütige Musiktheatralische Performance des Ensemble Klangbox, inspiriert von Max Frischs Erzählung „Der Mensch erscheint im Holozän“. Schon bei Betreten des Vorstellungssaals wird der Zuschauer von Musik umgeben. Im Zentrum : „Er“, der musikalische Performer. Er spielt, schreibt, schneidet und navigiert durch den Raum. Seine Umgebung errinert zum einen an eine Insel, zum anderen an eine Berghütte – beide Orte wohltuender Einsamkeit. Der Zuschauer wird zum priviligierten Zeugen.

Als Zuhörer und Zuschauer ist er Teil einer geschlossenen „Klangsitzung“, in der Elemente wie Poesie, Schriftklänge und Melodien zum Dialog mit dem „Inneren“ einladen; einem Inneren, das der Protagonist frei von dem Publikum enthüllt.

Es entwickelt sich eine Entdeckungsreise, die vorbeiführt an zahlreichen Facetten der Einsamkeit. Dabei wird das Konzept der Performance in vielen möglichen Variationen ausgelotet.

Aufführungen:

22.09.2018
Schweizer Buchfestival, Sion

11.10.2018
Festival Why Note, Dijon

2019
H95, Basel
Soirée IGNM – Bern
Theater Stok – Zürich
Caves du Manoir – Martigny
Festival Forum Wallis

 
© Klangbox

SPLITTER ORCHESTER

Vollbild, Jean-Luc Guionnets neues Stück für das Splitter Orchester ist von der Groteskenmalerei der Renaissance inspiriert. Analog zu diesen feingliedrigen, symmetrischen Bildern, bietet das Stück eine Vielzahl an Schichten und Perspektiven. Unter seiner ausladenden Oberfläche verbirgt sich dabei ein starker Sinn für Rationalität. Einzelne Linien und Symmetrien verleihen dem Werk insgesamt Kohärenz und gleichzeitig etwas Unstimmiges – die Symmetrie scheint aus dem Lot. »Vollbild « übersetzt die visuellen Prinzipien der Groteske in Musik und lässt sie zum Inhalt der Komposition werden. Es entsteht eine Musik, die vom Visuellen inspiriert wurde, obgleich es nichts zu sehen gibt. Der Aufbau dieses Werkes findet zwar seinen Ausgang im Visuellen, jedoch bleibt die Wahrnehmung (das Hören an sich) akusmatisch: hören und staunen Sie mit all‘ Ihren Sinnen!

Aufführungen:

 

24.08.2018 | 20:00 Uhr
 
© Pierre Chinellato

12. Jurysitzung: Die Entscheidung der Jury

Am 26. Juni 2018 fand die 12. Jurysitzung des Deutsch-Französisch-Schweizerischen Fonds für zeitgenössische Musik / Impuls neue Musik in Berlin statt.

 Seit seiner Gründung vor 9 Jahren hat Impuls neue Musik bereits 1 Million Euro an etwa 145 Projekte vergeben. Der Fonds begleitet und finanziert Projekte, die die Schaffung neuer Werke und die Verbreitung zeitgenössischer Musik in Frankreich, Deutschland und in der Schweiz zum Ziel haben. Im Kern Deutsch-Französisch-Schweizerisch basieren die Projekte auf dem Austausch zwischen Musikern, Werken und Ästhetiken der drei Länder.

Dieses Jahr wurden 15 Projekte aus 36 Projektanträgen von der Jury ausgewählt. Die Jury besteht aus: Dr. Barbara Barthelmes, Matthias Osterwold, Thomas Oesterdiekhoff, Emmanuel Hondré, Jean-Marc Bador, Jean-Luc Hervé, sowie Bernhard Günther, Thomas Meyer und Xavier Dayer, die zum ersten Mal an der Sitzung teilgenommen haben.
 
Die Jury vergab eine Gesamtfördersumme von 110.000 € für folgende Projekte:

 
      • Thinking Things – Donaueschinger Musiktage
      • Résidence des compositeurs – Festival d’Aix en Provence
      • Recycling Clément Janequin Reloaded – Thélème
      • Projet Songs – Ensemble KNM
      • D.O.A. « French Connection » – Ensemble PHØNIX16
      • Umlaut Festival – Umlaut
      • Concert Ensemble Cairn au Festival SinusTON – Magdeburger Musikverein
      • HANDWERK ! – Impuls Festival für Neue Musik
      • Echo Polygone: Berlin – Babbel
      • SOLedades – Klangbox
      • Tetralogie – Ensemble Inverspace
      • LU FTSTR OM_18 – EW-4 (Arte Quartett)
      • Rencontre : Court-Circuit et Zafraan – Zafraan Ensemble
      • Jean-Luc Hervé / Quatuor Diotima – Association Les Diotima
      • Lab.Oratorium – Gürzenich Orchester Köln

NOT HERE

In „Not Here“ wird der Kontrabass aufs Solistenpodium gestellt. Die szenische Installation wurde auf der Basis unterschiedlich hoher, quadratischer Bühnenteile aus Glas entworfen, die es ermöglichen, jeden der vier Kontrabässe von unten anzustrahlen und dadurch den Aufführungsort in schwebende Muster aus Schattenspielen zu tauchen.

Zu hören sind Uraufführungen originaler Werke von Georges Aperghis, Liza Lim, Frédéric Pattar und Sebastian Rivas aber auch Neubearbeitungen von Helmut Lachenmann und György Kurtág.

Das Projekt wurde von Florentin Ginot konzipiert, einem grenzüberschreitenden Künstler, der einerseits als Mitglied des Ensembles Musikfabrik in Köln, andererseits in Paris mit HowNow verankert ist.

Aufführungen:

02.05.2018 | 20:00 Uhr
Kölner Philharmonie

06.06.2018 | 22:30 Uhr
Eglise Saint-Merry, Paris

29.09.2018 | 16:30 Uhr
Teatro Alle Tese, Venise

 

Foto © Marc Ginot