deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

Da Capo in der Fabrik Potsdam

Am Samstag, den 12. Januar 2019, findet in der Fabrik Potsdam die Deutschlandpremiere des Projekts „Da Capo“ von Yui Kawaguchi & Aki Takase statt.
 
Inspiriert von der Geschichte der berühmten Tänzerin und ehemaligen Geisha Madame Hanako, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihrer Körperkunst beklemmende Bewunderung auslöste, thematisieren Choreografin Yui Kawaguchi und Ausnahme-Pianistin Aki Takase in ihrem Projekt das Gefühl von Fremdheit und zelebrieren das Aufeinanderprallen von Kulturen und Kunstformen. Zusammen mit dem französischen Klarinettisten Louis Sclavis, dem Berliner DJ Illvibe und dem Hip-Hop Tänzer Kofie da Vibe spielen sie mit Verfälschung, Klischees und Exotisierung.
 
Tänzerisch und musikalisch treffen die unterschiedlichsten Formen aufeinander. Jazz, Neue Musik, Folklore Imaginaire, HipHop und elektronische Klänge schaffen Momente der Interpretation, Annäherung und Aneignung des Fremden und brechen lustvoll mit Erwartungen. 
 
Foto © Dietmar Stiplovsek

Ausschreibung 2019

Liebe Freunde von Impuls neue Musik,
sehr geehrte Damen und Herren,

Impuls neue Musik fördert den Austausch im Bereich der zeitgenössischen Musik zwischen dem französischsprachigen und dem deutschsprachigen Kulturraum der drei Nachbarländer Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

Die nächste Antragsfrist endet am 1. Mai 2019.

Impuls neue Musik, der Deutsch-Französisch-Schweizerische Fonds für zeitgenössische Musik, begleitet und finanziert anteilig bi- bzw. trilaterale Projekte zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz, welche:

  • den aktiven Austausch zwischen dem französischsprachigen und dem deutschsprachigen Kulturraum fördern;
  • eine enge Zusammenarbeit zwischen Musikern und/oder Komponisten aus mindestens zwei der drei Länder beinhalten;
  • in Deutschland und/oder in Frankreich und/oder in der Schweiz stattfinden (in mindestens zwei der genannten Länder);
  • zeitgenössisches Repertoire aus Deutschland, Frankreich und/oder der Schweiz zur Aufführung bringen (die Werke dürfen max. 30 Jahre alt sein).

Die genauen Förderrichtlinien entnehmen Sie unserer Website, wo Sie auch das Antragsformular herunterladen können und alle Informationen über unseren Fonds finden. Die Projektbeschreibung muss auf Deutsch und Französisch eingereicht werden. 

Angenommen werden können nur Projekte, die frühestens im September 2019 stattfinden. Wenn Ihr Projekt den Kriterien entspricht, schicken Sie Ihren Antrag spätestens bis zum 1. Mai 2019 per Post an:
Sophie Aumüller
Impuls neue Musik
Kurfürstendamm 211
D-10719 Berlin

Gleichzeitig muss der Online-Antrag fristgerecht an berlin2@lebureauexport.fr versandt werden.Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen

Sophie Aumüller 

Leitung Impuls neue Musik

ECHO POLYGONE IM STUDIOBOERNE 45

von 13.-16. Dezember 2018 findet im Studioboerne 45 in Berlin das Projekt „Echo Polygone“ statt – „4 Nights of Improvisation. Das Pariser Orchestre de Nouvelles Créations, Expérimentations et Improvisations musicale(ONCEIM) trifft auf Musiker der Berliner Improvisationsszene, unter den Gästen sind Sabine Vogel, Michael Vorfeld, Axel Dörner und Alexander Frangenheim.
 
Von 10.-12. Dezember erarbeiten die Musiker im Rahmen einer Künstlerresidenz neue Werke von Peter Ablinger und Burkhard Beins und führen die im Rahmen des Pariser Festival CRAK (ebenso von Impuls gefördert) begonnene Zusammenarbeit fort. 
In den an die Residenz anschließenden Konzerten kommen die Werke von Ablinger und Beins zur Uraufführung sowie Improvisationen in kleinen Gruppen (5-8 Personen).
 
Wir wünschen allen Beteiligten eine inspirierende Zusammenarbeit!
 

Foto © Delphine Blast

LU FTSTR OM _ 18 – EW-4 in Basel und Luzern

am Donnerstag, den 29. November, findet in Basel und am Freitag, den 30. November in Luzern das auf drei Jahre angelegte deutsch-französisch-schweizerische Projekt Luftstrom_18 des Ensembles EW-4 statt.
Das EW-4 (Electronic Wind Quartet) ist ein Ensemble aus vier Blassynthesizern, welches das kammermusikalische Musizieren auf eine rein elektronische Ebene überträgt. Die Interaktion zwischen Mensch und Maschine wird in künstlerischer Auseinandersetzung reflektiert und in neuen Klängen und Bildern gespiegelt.

Mit dem Projekt „LU FTSTR OM“ wird ein prägendes Thema unserer Zeit – die voranschreitende Digitalisierung in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts – aufgenommen und in einer speziellen Kunst- und Konzertform reflektiert. Da es für Blassynthesizer und die Besetzung quasi keine Werke gibt, soll ein Repertoire für dieses Instrument aufgebaut werden. EW-4 hat die Idee – eine elektronische Kammermusik zu kreieren – verschiedenen Komponisten vorgestellt. Die Aussicht, für vier Blassynthesizer zu komponieren, hat bei Christoph Ogiermann, Orm Finnendahl, Yannis Kyriakides, Ulrike Mayer-Spohn und Emilio Guim unterschiedlichste Assoziationen, Denkprozesse sowie ein positives Echo ausgelöst. Die neuen Werke werden Anfang Dezember auch in Deutschland und in Schweden zur Aufführung gebracht sowie Anfang 2019 in Frankreich und nochmals in der Schweiz.

Programm

Christoph Ogiermann (*1967): «Nackt an Metall» Quartett
Orm Finnendahl (*1963): «Der Unbesiegbare (Schlussszene)» 
Yannis Kyriakides (*1969): «Streams» 
Ulrike Mayer-Spohn (*1980): «fEWI» 
Emilio Guim (*1981): «Dreamtime» 

Bei allen Werken handelt es sich um Uraufführungen.
 

LU FTSTR OM _ 18 –  EW-4

Weitere Aufführungen des Programms
 

04.12.2018
Schwankhalle, Bremen (Deutschland)

07.12.2018
Malmö, Schweden

 

TBA
Haute École des Arts, Straßburg (Frankreich)

15.01.2019
Theater Riggiblick, Zürich (Schweiz)

mit
EW-4 (Arte Quartett): Beat Hofstetter, Sascha Armbruster,
Andrea Formenti, Beat Kappeler (EWI: Electronic Wind Instruments/Blaswandler)

Sebastian Schottke (Technik und Klangregie)
Tickets und weitere Informationen finden Sie hier.

Foto © Comenius Röthlisberger

Quatuor Diotima bei den Tagen neuer Musik Zürich

Am 16. November 2018 findet die Schweizer Erstaufführung des neuen Streichquartetts von Jean-Luc Hervé im Rahmen der Tage neuer Musik in Zürich statt, zu der wir Sie herzlich einladen.

Das Quatuor Diotima aus Paris gehört zu den weltweit führenden Streichquartetten für neue Musik. Im Zentrum seines aktuellen Projekts steht das neue Werk des in Paris lebenden Jean-Luc Hervé, der u.a. bei Gérard Grisey studierte und eine „spektral“ gefärbte komplexe Musik voller klangsinnlicher Gestik schreibt. Die Uraufführung des Streichquartetts fand im September bei Klangspuren Schwaz in Österreich statt. Desweiteren auf dem Programm: „Buch“ (2018) von Enno Poppe.

 
 

Weitere Aufführungen des Programms

16.11.2018
Zürich, die Schweiz

07.2019
Abbaye de Noirlac, Frankreich

03.2020
Lyon, Frankreich

17.05.2020
Duisburg, Deutschland

 
Foto © Jérémie Mazenq

Ensemble Cairn beim Festival SinusTon

Bereits zum 9. Mal fand in Magdeburg das Festival „SinusTon – Magdeburger Tage der elektroakustischen Musik“ statt. Vom 25. bis zum 28. Oktober 2018 war an verschiedenen Veranstaltungsorten der Stadt eine große Bandbreite zeitgenössischer Musik zu erleben, die auf elektroakustischer oder elektronischer Klangerzeugung beruht oder mit traditionellen Instrumenten und anderen Kunstrichtungen, wie z.B. Film verbunden war.
Das Festival präsentierte schon in früheren Ausgaben französisches Repertoire und lud regelmäßig Ensembles aus Frankreich ein. Am 26. Oktober 2018 fand ein Konzert mit dem französischen Ensemble Cairn statt. Zur Aufführung kamen u.a. Werke von Régis Campo, Jean-Luc Hervé, Pascal Dusapin, Isabel Mundry und Toshio Hosokawa.

© Ensemble Cairn

Handwerk! beim Impuls-Festival 2018

Am 30. Oktober 2018 findet im Steintor-Varieté in Halle (Saale) das Projekt „Handwerk!“ im Rahmen des „IMPULS-Festival für Neue Musik Sachsen-Anhalt “ statt, zu dem wir Sie herzlich einladen. Aufgeführt wird ein Zyklus von fünf Uraufführungen und Impuls-Auftragskompositionen junger Komponisten aus der IMPULS Masterclass 2018: Apolline Jesupret, Beste Öçelebi, Cya Bazzaz, Junyu Guo, Loïc Le Roux.

Das 2008 gegründete IMPULS-Festival ist eines der jüngsten Festivals für Neue Musik in Deutschland. Jährlich im Oktober/November schließen sich alle Orchester des Landes sowie das MDR Sinfonieorchester und der MDR Rundfunkchor in einzigartiger Weise zu einem Netzwerk zusammen, um in vielen Städten Sachsen-Anhalts und darüber hinaus Neue Musik einem breiten Publikum zu präsentieren.

Mit dem neuen Projekt HANDWERK! fördert das IMPULS-Festival  junge Komponisten aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland. Ihnen soll in den im Bauhaus-Sinne von „Meistern“ angeleiteten Impuls-Meisterklassen am Bauhaus Dessau musikalisches Handwerkszeug mitgegeben werden. Im Jahr 2019 feiert das Bauhaus sein 100-jähriges Jubiläum. IMPULS nimmt das Jubiläum als Ausgangspunkt, um über einen Zeitraum von drei Jahren – 2018/2019/2020 – mit renommierten Ensembles für Neue Musik aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland auch „Meistern und Lehrlingen“ der zeitgenössischen Musik ein internationales Podium zu bieten.

Aufführungen

26.10.18

HANDWERK! – Dessau (Bauhaus Dessau)
 
30.10.18
HANDWERK! – Halle (Saale) (Steintor Varieté)
 

Recycling – Clément Janequin reloaded

Am 27. Oktober 2018 findet in Basel das im Programm deutsch-französisch-schweizerische Projekt „Recycling – Clément Janequin reloaded“, eine Zusammenarbeit des Schweizer Ensembles thélème mit dem französischen Saxophonquartett XASAX statt, zum dem wir Sie herzlich einladen.

Das Programm vereinigt das Vokalensemble thélème, das auf die Interpretation alter Musik spezialisiert ist, und das Saxophonquartett XASAX, das auf die Interpretation zeitgenössischer Musik spezialisiert ist. Die beiden Ensembles haben die Komponistin Betsy Jolas und den Komponisten Mike Svoboda beauftragt, Werke der französischen Renaissance für die Komposition neuer Werke zu „recyceln“: So hat Besty Jolas für das Herzstück des Konzertprogramms in ihrer „Lassus-Phantasie“ ein Chanson von Orlando di Lasso für die acht Musiker einer neuen Lesung unterzogen. Und Mike Svoboda nutzt die Präsenz der vier Saxophone, um in seinem neuen Werk die lebendige, ja überbordende Energie des Janequin-Liedes „Les Cris de Paris“ zu verstärken.

Das Konzertprogramm umfasst desweiteren Werke von Clément Janequin, Roland de Lassus und Salvatore Sciarrino. Der Schweizer Komponist Jannik Giger wird ausgehend vom Material des Konzerts ein weiteres Werk schaffen, das zu einem späteren Zeitpunkt uraufgeführt wird.

 
Aufführungen
27. Oktober 2018, Basel, Zinzendorfhaus
17.00 Komponistengespräch
19.00 Konzert
 
20. März 2019, Amiens, Conservatoire à Rayonnement Régional d’Amiens
Masterclass
20.30 Konzert
 
 
Besetzung
 
thélème
Julien Freymuth, Altus
Ivo Haun, Tenor
Lior Leibovici, Tenor
Jean-Christophe Groffe, Bass
 
 
XASAX
Pierre-Stéphane Meugé
Serge Bertocchi
Jean-Michael Goury
Marcus Weiss
 
Foto © Susanna Drescher

Thinking Things – Donaueschinger Musiktage

Am  20. Oktober 2018 findet die deutsche Erstaufführung von Georges Aperghis‘ Musiktheater „Thinking Things“ sich bei den SRW Donaueschingen Musiktagen statt. Nach „Machinations“ (2000) und „Luna Park“ (2011) ist „Thinking Things“ der letzte Teil der Maschinen­Trilogie des griechisch-französischen Komponisten.

Thinking Things sind smarte Roboter. Maschinen, mit denen wir zusammenleben. Denen wir vertrauen und denen wir wichtige Aufgaben überantworten. Es geht in „Thinking Things“ darum, was wir preisgeben, wenn wir uns Robotern überlassen. Und inwieweit sich die Unterschiede zwischen Mensch und Maschine noch zuverlässig erkennen lassen.

Georges Aperghis Thinking Things ist für vier Performer, robotische Erweiterungen, Video, Licht und Elektronik.

 

Deutsche Erstaufführung

20.10.2018 | 16.30 Uhr
Donauhallen, Bartók Saal
20.10.2018 | 20.00 Uhr
Donauhallen, Bartók Saal

 
Eine Produktion von IRCAM , Centre Pompidou in Zusammenarbeit mit dem SWR, dem Centre Culturel Onassis Athen und dem Ultima Oslo Contemporary Music Festival. Gefördert von Impuls neue Musik.
 

Johanne Saunier, Donatienne Michel Dansac
Richard Dubelski, Lionel Peintre, Performer
Emilie Morin, Regieassistenz
Daniel Lévy, Bühnen­ und Lichtdesign
Pierre Nouvel, Videodesign und Roboterprogrammierung
Olivier Pasquet, IRCAM Computermusikdesign
Sylvain Cadars, IRCAM Toningenieur

 
Mehr Informationen finden Sie hier.
 

Foto © Quentin Chevrier

SOLedades – Klangbox

SOLedades ist eine 50-minütige Musiktheatralische Performance des Ensemble Klangbox, inspiriert von Max Frischs Erzählung „Der Mensch erscheint im Holozän“. Schon bei Betreten des Vorstellungssaals wird der Zuschauer von Musik umgeben. Im Zentrum : „Er“, der musikalische Performer. Er spielt, schreibt, schneidet und navigiert durch den Raum. Seine Umgebung errinert zum einen an eine Insel, zum anderen an eine Berghütte – beide Orte wohltuender Einsamkeit. Der Zuschauer wird zum priviligierten Zeugen.

Als Zuhörer und Zuschauer ist er Teil einer geschlossenen „Klangsitzung“, in der Elemente wie Poesie, Schriftklänge und Melodien zum Dialog mit dem „Inneren“ einladen; einem Inneren, das der Protagonist frei von dem Publikum enthüllt.

Es entwickelt sich eine Entdeckungsreise, die vorbeiführt an zahlreichen Facetten der Einsamkeit. Dabei wird das Konzept der Performance in vielen möglichen Variationen ausgelotet.

Aufführungen:

22.09.2018
Schweizer Buchfestival, Sion

11.10.2018
Festival Why Note, Dijon

2019
H95, Basel
Soirée IGNM – Bern
Theater Stok – Zürich
Caves du Manoir – Martigny
Festival Forum Wallis

 
© Klangbox