deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

Kompositionsaufträge an Mark Andre, Julien Jamet, Gérard Pesson

Aleph Gitarrenquartett
2011 | Cologne, Fribourg, Stuttgart und Trossinger

Das Aleph Gitarrenquartett ist ein Ensemble zeitgenössischer Kammermusik, das durch seine künstlerische Haltung und die außergewöhnliche Besetzungsform Maßstäbe als Wegbereiter neuer Klangwelten setzt. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Aleph Gitarrenquartetts ist es, Komponisten dazu zu gewinnen, für das Ensemble zu schreiben. Das Ziel dieses Projektes ist, Werkaufträge an französische Komponisten zu vergeben und die entstandenen Werke zusammen mit Stücken deutscher Komponisten in Deutschland und Frankreich aufzuführen. Den Auftragswerken werden Stücke von verschiedenen deutschen Komponisten gegenübergestellt.

Auftragsarbeit und Präsentation von Frédéric Durieux

KlangForum Heidelberg
08.06.2011 | Heidelberg, Lutherkirche
10.06.2011 | Paris, Cité de la musique


Verrückt? Kunst? Krankheit? – Oder einfach nur die Sehnsucht nach einem anderen Leben? Die Texte, Bilder und Skulpturen von Patienten psychiatrischer Kliniken der Sammlung Prinzhorn werfen Fragen auf. Der Kompositionsauftrag an Frédéric Durieux, zu einem Text aus der Heidelberger Sammlung Prinzhorn, ein neues Werk zu schreiben, ist die Erweiterung eines Projektes, welches das KlangForum initiierte. Als Besetzung des Werkes ist ein 12-stimmiges Vokalensemble und 2 Schlagzeuger vorgesehen. Mit Frédéric Durieux setzt sich der erste französische Komponist mit den Texten der Sammlung Prinzhorn auseinander und öffnet damit den Austausch mit französisch-sprachigem Publikum und Medien.

A new german path

Ensemble Alternance
19.02.2010 | Paris, Goethe Institut
24.03.2010 | Paris, Goethe-Institut
27.05.2010 | Paris, Goethe-Institut
08.06.2010 | Bremen, Sendesaal


Das Ensemble Alternance hat 2009/10 ein Programm entwickelt, das den Fokus auf zeitgenössische Werke deutscher Komponisten legt. Diese Konzerte werden als deutsch-französische Doppelporträts gestaltet, als eine Art Frage nach der musikalischen Identität Deutschlands heute und mit dem Ziel, zu einem Bewusstsein für das außergewöhnliche Musikschaffen beizutragen, das hier seit dem Fall der Mauer entstanden ist.

„Sound is art!?“/ « Son à tous les étages »

Bauhaus-Universität Weimar
11.-13.12.2009 | Arles, Musée Réattu
15.05.2010 | Arles, Musée Réattu, Nuit des Musées


Mit dem Masterprojekt „Sound is art !?“/“ « Son à tous les étages» fragt der europaweit einzige Lehrstuhl für Experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität Weimar in Kooperation mit Phonurgia Nova (Link: http://www.phonurgia.org/) und dem Musée Réattu in Arles nach der Klangkunst im heutigen Zeitalter und der Art und Weise, wie sie als Spiegel der Gesellschaft dienen kann. Die teilnehmenden Studierenden gehen diesen Fragen im Laufe des Winter- und Sommersemesters 2009/10 nach und versuchen in Form von eigenen Klangkunstwerken eine Antwort darauf zu finden. Das Projekt „Sound is art !?“/“ Son à tous les étages” bietet ihnen hierbei die Möglichkeit, diese persönliche Antwort im Rahmen der Nacht der Museen unter dem Motto „Klangkunst“ im Mai 2010 in Arles zu präsentieren. So findet im Musée Réattu neben einer interaktiven Klanginstallation ein Konzert statt, das den Besuchern zeitgenössische Klangkunst erlebbar macht.

45. Internationale Ferienkurse Darmstadt

Internationationales Musikinstitut Darmstadt
17-31.07.2010 | Darmstadt
17.07.2010 | Staatstheater Darmstadt /Grosses Haus
25.07.2010 | Otto-Berndt-Halle

Bei den 45. Internationalen Ferienkursen 2010 liegt ein besonderer Schwerpunkt auf das Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland. Es scheint, als existierten beide musikalische Szenen parallel und hätten wenige Berührungspunkte. Durch die Einladung an französische Künstler in allen wichtigen Arbeitsbereichen der Kurse (Komposition, Interpretation, Lecture, Konzert) soll ein nachhaltiger Austausch zwischen beiden Ländern begonnen werden. Mit Georges Aperghis (Komposition), Donatienne Michel-Dansac (Stimme), Pascal Gallois (Fagott), dem IRCAM (Link: http://www.ircam.fr/) (Lektüre über neueste Entwicklungen im Bereich der elektronischen Musik) und dem Ensemble Cairn (Link: http://www.ensemble-cairn.com/) ist Frankreich bei den 45. Internationalen Ferienkursen so stark wie kein anderes Land vertreten.

Neues Musiktheater und Madrigalkomödie

AuditivVokal Dresden
07.07.2010 | Görlitz, MeetingPoint Music Messiaen
08.07.2010 | Dresden, Leonhardi Museum
09.07.2010 | Chemnitz, Weltecho
25.09.2010 | Berlin, Pyramide


Das Dresdner Ensemble AuditivVokal Dresden, das sich der Entdeckung und Erforschung Neuer und Alter Vokalmusik widmet, stellt in Zusammenarbeit mit der Regisseurin Sylvia Freitag (Link: http://www.sylviafreitag.com/) erstmals ein szenisches Projekt vor: In einer Collage werden Musiktheater-Werke aus verschiedenen Regionen Europas miteinander verbunden. Dabei nimmt das französische Repertoire mit Werken von Georges Aperghis, Régis Campo sowie André Serre-Milan Kompositionsauftrag einen besonderen Platz ein.

Camp Festival 2010

Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
25.-30.05.2010 | Karlsruhe, Staatliche Hochschule für Gestaltung


Camp (Creative Arts and Music Projects) ist ein Festival ohne festen Ort. Die Idee, sich an immer neuen Orten mit einem neuen Künstler-Team den jeweiligen Herausforderungen zu stellen und raumbezogene, temporäre audiovisuelle Arbeiten zu entwickeln, ist zentraler Bestandteil des Festivalkonzepts. 2010 werden sich dreizehn internationale Künstler (Schwerpunkt Frankreich und Deutschland, hier hauptsächlich Künstler aus Baden-Württemberg) in Karlsruhe treffen und in den Räumen der Hochschule für Gestaltung audiovisuelle Projekte und Installationen entwickeln. Diese werden am Ende öffentlich vorgestellt, inkl. Dokumentation und die Arbeitsphase wird mit Vorträgen und Workshops begleitet.

Synchron City

Ensemble unitedberlin , Proxima Centauri
02.03.2011 | Bordeaux
09.04.2011 | Berlin, Villa Elisabeth


Das Projekt „Synchron City“ der beiden Ensembles unitedberlin (Berlin) und Proxima Centauri (Bordeaux) bringt Musiker aus beiden Ensembles sowie drei Komponisten aus den Städten Berlin (Moritz Gagern), Bordeaux (Nicolas Tzortzis) und Dresden (Carsten Hennig) im Rahmen eines neuartig konzipierten Konzertablaufes zusammen. Im Vordergrund stehen dabei drei verschiedene Betrachtungsweisen des Verhältnisses von privatem und öffentlichem Raum im urbanen Kontext. Die Videokünstlerin Astrid Nippoldt ergänzt das Projekt zudem um eine visuelle Ebene. Die Aufführung bringt alle Komponenten des Projekts zusammen: live auf der Bühne spielende Musiker; drei synchron laufende Filme der verschiedenen Orte mit den auf der Straße gedrehten Musik- und Handlungselementen. Das Projekt nennt sich heute „Musique en Europe“.

Trio facet: « Conscious Mental Field Recordings tour »

Trio Facet
15.05.2010 | Paris, Udo Bar
16.05.2010 | Colmar, Musée du Jouet
18.05.2010 | Köln, nachtjournal@Raketenklub
21.05.2010 | Hamburg, Freitagsmusik@Linker Laden
23.05.2010 | Berlin, Miss Hecker
20.05.2010 | Den Haagen (ND), Studio Loos
22.05.2010 | Groningen (ND), Atelier


Seit 2008 entwickelt das Trio facet (bestehend aus dem deutschen Gitarristen Maciej Sledziecki, dem französischen Klarinettisten Joris Rühl und dem norwegischen Kontrabassisten Adrian Myhr) eine auf Improvisation gegründete Musik. Hierbei beziehen sich die Musiker auf elektronische Klangkollagen, auf eine Art skandinavischen Minimalismus wie auch auf NoWave. Im Mai 2010 spielt das Trio im Rahmen der Release-Tour seiner ersten CD an verschiedenen Orten in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.

Paris und die Welt

Ensemble ascolta
23.11.2010 | Theaterhaus T2


Das Programm „Paris und die Welt” des Ensemble ascolta stellt Werke von nicht-französischen Künstlern zusammen, die seit vielen Jahren in Paris leben und dort ihre musikalische Heimat gefunden haben. Es wird ergänzt durch Werke von zwei französischen Komponisten, von denen einer in Deutschland lebt und arbeitet. Zurzeit wird in Frankreich sowie in Deutschland sehr intensiv über nationale (künstlerische) Identität, Integration und Assimilation debattiert. Alle diese künstlerischen und gesellschaftspolitischen Aspekte des Projekts werden im Rahmen von Vermittlungsaktivitäten in Schulen und Podiumsdiskussionen beleuchtet.