deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

Umlaut Festival 2010

Umlaut Berlin
24-25.09.2010 | Berlin, Theaterkapelle


Umlaut Berlin ist ein Kollektiv dreier Berliner Musiker aus dem Bereich der improvisierten/ experimentellen/ zeitgenössischen Musik: Pierre Borel, Florian Bergmann und Hannes Lingens. Das Kollektiv ist Veranstalter des Umlaut Festival Berlin, das am 24. und 25. September 2010 in der Theaterkapelle in Berlin Friedrichshain zum zweiten Mal stattfindet. Das inhaltliche Interesse liegt im Grenzbereich zwischen Komposition und Improvisation – das zentrale Thema des diesjährigen Festivals ist die „Organisation von improvisierter Musik“.

Concert portrait von Tristan Murail

Association Polysonnance, Ensemble les temps modernes
19.04.2011 | Hannover, Hochschule für Musik


Die Hochschule für Musik in Hannover  lädt im Rahmen der vom Institut für zeitgenössische Musik organisierten Konzerte das Ensemble Les Temps Modernes ein. Der Komponist Tristan Murail ist einer der bedeutenden zeitgenössischen Komponisten in Frankreich und auf der ganzen Welt bekannt, wird jedoch in Deutschland nicht sehr häufig aufgeführt. Für die Aufführung von Murails Werken wandte sich die Musikhochschule an das Ensemble Les Temps Modernes aus Lyon, das sich auf die Musik Tristan Murails spezialisiert und bereits mehrere seiner Werke eingespielt hat. Im Konzert geht es darum Murails Werken den Kompositionen von Claude Debussy gegenüberzustehen. Und dies nicht ohne Grund: tatsächlich kann man Murail als einen der Haupterben der Klangrevolution, die Anfang des 20. Jahrhunderts durch Debussy ausgelöst wurde, bezeichnen. Murail hat durchseine eigenen Forschungen über das Klangspektrum auch neue Perspektiven auf die Behandlung des kompositorischen Materials eröffnet.

Deutsch-französisches Konzert am Festival Musiques Démesurées

Musiques Démesurées
18-20.11.2010 | Clermont-Ferrand


Das 12. Festival Musiques Démesurées in Clermond Ferrand stand im Zeichen zeitgenössischer Musik aus Deutschland. Drei deutsche Komponisten aus unterschiedliche Generationen, Annette Schlünz, Thomas Krüger und Caspar de Gelmini wurden zum Festival eingeladen und haben mit Schülern an von ihnen vorgeschlagenen Stücken gearbeitet. Das Hauptthema war „die Übersetzung“, die Vermittlung in die jeweils andere Kultur, nach Deutschland, Frankreich und die Auvergne. Ebenso gab es Begegnungen mit anderen Künstlern aus der Gegend sowie dem Publikum.

Laboratoire Instrumental Européen – « In the flow »

Ensemble Aleph
02.03.2011 | Göttingen
03.03.2011 | Hannover
05-06.03.2011 | Paris, Théâtre Dunois


LIEU, das Laboratoire Instrumental Européen, widmet sich der Verbreitung zeitgenössischer Musik. Im Zentrum steht die kreative Schöpfung, aber auch der Austausch zwischen Ensembles, Strukturen und europäischen Komponisten sowie die Zirkulation von Werken und Künstlern aus der ganzen Welt. Im Rahmen von LIEU wurde ein deutsch-französisches Projekt lanciert : « In the flow ». Dabei geht es um die Zusammenarbeit von Emseble Aleph und Neues Ensemble Hannover. Im Rahmen einer Reihe von vier Konzerten (zwei in Frankreich und zwei in Deutschland), präsentieren die beiden Ensembles (in gemischter oder einfacher Besetzung) Werken, die in Deutschland, Frankreich oder im Ausland geschrieben wurden. Beide Ensembles geben darüber hinaus ein Werk an Johannes Schöllhorn in Auftrag, das im Rahmen der Konzert aufgeführt wird.

Kompositionsaufträge an Mark Andre, Julien Jamet, Gérard Pesson

Aleph Gitarrenquartett
2011 | Cologne, Fribourg, Stuttgart und Trossinger

Das Aleph Gitarrenquartett ist ein Ensemble zeitgenössischer Kammermusik, das durch seine künstlerische Haltung und die außergewöhnliche Besetzungsform Maßstäbe als Wegbereiter neuer Klangwelten setzt. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Aleph Gitarrenquartetts ist es, Komponisten dazu zu gewinnen, für das Ensemble zu schreiben. Das Ziel dieses Projektes ist, Werkaufträge an französische Komponisten zu vergeben und die entstandenen Werke zusammen mit Stücken deutscher Komponisten in Deutschland und Frankreich aufzuführen. Den Auftragswerken werden Stücke von verschiedenen deutschen Komponisten gegenübergestellt.

Auftragsarbeit und Präsentation von Frédéric Durieux

KlangForum Heidelberg
08.06.2011 | Heidelberg, Lutherkirche
10.06.2011 | Paris, Cité de la musique


Verrückt? Kunst? Krankheit? – Oder einfach nur die Sehnsucht nach einem anderen Leben? Die Texte, Bilder und Skulpturen von Patienten psychiatrischer Kliniken der Sammlung Prinzhorn werfen Fragen auf. Der Kompositionsauftrag an Frédéric Durieux, zu einem Text aus der Heidelberger Sammlung Prinzhorn, ein neues Werk zu schreiben, ist die Erweiterung eines Projektes, welches das KlangForum initiierte. Als Besetzung des Werkes ist ein 12-stimmiges Vokalensemble und 2 Schlagzeuger vorgesehen. Mit Frédéric Durieux setzt sich der erste französische Komponist mit den Texten der Sammlung Prinzhorn auseinander und öffnet damit den Austausch mit französisch-sprachigem Publikum und Medien.

A new german path

Ensemble Alternance
19.02.2010 | Paris, Goethe Institut
24.03.2010 | Paris, Goethe-Institut
27.05.2010 | Paris, Goethe-Institut
08.06.2010 | Bremen, Sendesaal


Das Ensemble Alternance hat 2009/10 ein Programm entwickelt, das den Fokus auf zeitgenössische Werke deutscher Komponisten legt. Diese Konzerte werden als deutsch-französische Doppelporträts gestaltet, als eine Art Frage nach der musikalischen Identität Deutschlands heute und mit dem Ziel, zu einem Bewusstsein für das außergewöhnliche Musikschaffen beizutragen, das hier seit dem Fall der Mauer entstanden ist.

„Sound is art!?“/ « Son à tous les étages »

Bauhaus-Universität Weimar
11.-13.12.2009 | Arles, Musée Réattu
15.05.2010 | Arles, Musée Réattu, Nuit des Musées


Mit dem Masterprojekt „Sound is art !?“/“ « Son à tous les étages» fragt der europaweit einzige Lehrstuhl für Experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität Weimar in Kooperation mit Phonurgia Nova (Link: http://www.phonurgia.org/) und dem Musée Réattu in Arles nach der Klangkunst im heutigen Zeitalter und der Art und Weise, wie sie als Spiegel der Gesellschaft dienen kann. Die teilnehmenden Studierenden gehen diesen Fragen im Laufe des Winter- und Sommersemesters 2009/10 nach und versuchen in Form von eigenen Klangkunstwerken eine Antwort darauf zu finden. Das Projekt „Sound is art !?“/“ Son à tous les étages” bietet ihnen hierbei die Möglichkeit, diese persönliche Antwort im Rahmen der Nacht der Museen unter dem Motto „Klangkunst“ im Mai 2010 in Arles zu präsentieren. So findet im Musée Réattu neben einer interaktiven Klanginstallation ein Konzert statt, das den Besuchern zeitgenössische Klangkunst erlebbar macht.

45. Internationale Ferienkurse Darmstadt

Internationationales Musikinstitut Darmstadt
17-31.07.2010 | Darmstadt
17.07.2010 | Staatstheater Darmstadt /Grosses Haus
25.07.2010 | Otto-Berndt-Halle

Bei den 45. Internationalen Ferienkursen 2010 liegt ein besonderer Schwerpunkt auf das Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland. Es scheint, als existierten beide musikalische Szenen parallel und hätten wenige Berührungspunkte. Durch die Einladung an französische Künstler in allen wichtigen Arbeitsbereichen der Kurse (Komposition, Interpretation, Lecture, Konzert) soll ein nachhaltiger Austausch zwischen beiden Ländern begonnen werden. Mit Georges Aperghis (Komposition), Donatienne Michel-Dansac (Stimme), Pascal Gallois (Fagott), dem IRCAM (Link: http://www.ircam.fr/) (Lektüre über neueste Entwicklungen im Bereich der elektronischen Musik) und dem Ensemble Cairn (Link: http://www.ensemble-cairn.com/) ist Frankreich bei den 45. Internationalen Ferienkursen so stark wie kein anderes Land vertreten.

Neues Musiktheater und Madrigalkomödie

AuditivVokal Dresden
07.07.2010 | Görlitz, MeetingPoint Music Messiaen
08.07.2010 | Dresden, Leonhardi Museum
09.07.2010 | Chemnitz, Weltecho
25.09.2010 | Berlin, Pyramide


Das Dresdner Ensemble AuditivVokal Dresden, das sich der Entdeckung und Erforschung Neuer und Alter Vokalmusik widmet, stellt in Zusammenarbeit mit der Regisseurin Sylvia Freitag (Link: http://www.sylviafreitag.com/) erstmals ein szenisches Projekt vor: In einer Collage werden Musiktheater-Werke aus verschiedenen Regionen Europas miteinander verbunden. Dabei nimmt das französische Repertoire mit Werken von Georges Aperghis, Régis Campo sowie André Serre-Milan Kompositionsauftrag einen besonderen Platz ein.