deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

Umlaut Berlin Festival 2012

Von 17.19. Februar 2012 findet im Club Ausland und im Ballhaus Ost die 3. Ausgabe vom Umlaut Berlin Festival statt. Der Schwerpunkt liegt auf der Grenze zwischen Komposition und Improvisation, wobei Partituren ausgestellt werden und Komposition vorgestellt werden, die mit improvisierenden Musikern arbeiten. Wir wollen somit die zeitgenössische notierte Musik der Improvisationspraxis gegenüberstellen und umgekehrt. Das Publikum hat die Möglichkeit, die Frage nach der Grenze zwischen den Konzepten Komposition und Improvisation neuzustellen.

Im Rahmen des Festivals gibt es unterschiedliche Projekte. Folgende Künstler sind eingeladen: l’Enseöble Hodos (Komposition Florian Bergmann), das pariser Ensemble Fenetre Oval (Karl Naeggelen, Eve Risser, Joris Rühl), der Berliner Schlazeuger Hannes Lingens, das Quartett Borel/Dörner/Grip/Johansson, Peeping Tom, das Ensemble des Geigers Johnny Chang (Komponisten der Wandelweiser Gruppe), der Schlagzeuger Didier Lasserre aus Bordeaux, etc.

Umlaut ist ein europäisches Kollektiv aus Paris, Berlin und Schweden sowie ein Label. Es teilt gemeinsame musikalische Interessen, Austausch und Verbreitung stehen im Zentrum der Tätigkeit. Das Umlaut Festival Berlin ist die Konsequenz des Umlaut Festivals Paris, das von 8.-13.11.2011 stattfindet und erlaubt eine enge Zusammenarbeit zwischen Berlin und Paris.

Quatuor à cordes et voix

ProQuartet CEMC  / Kammerkonzerte im Mozartsaal Hamburg

9-18.04.2013 | Hamburg, Pont Royal


ProQuartet-CEMC, Paris, et Kammerkonzerte im Mozartsaal, Hamburg beginnen eine Kooperation, die auf mehrere Jahre angelegt ist. Dabei geht es um eine Reihe von Auftragswerken sowie um die Vorstellung des Repertoires für Streichquartett und Stimme.

Seit 2002 organsiert ProQuartet Akademien und Residenzen in Pont-Royal en Provence. Das Projekt „Quatuor à cordes et voix“ beginnt mit einem Aufenthalt des Komponisten sowie der Interpreten in Port Royal en Provence (9.-13. April). Am 14. April wird das Werk in Form einer öffentlichen Generalprobe als Teil der Akademiekonzertreihe im Château de Lourmarin (dep. 84) aufgeführt. Am 15. April findet die Uraufführung im Bouffes du Nord in Paris statt.

NEUE PFADE: Stimme und Klavier im 20. + 21. Jahrhundert

Duo Conversation

Juin+Septembre 2012 | Paris/Hamburg

Von den Anfängen des klassisch-modernen Klavierlieds bis zur Auftragskomposition (geplant) für Stimm- und Klavierperformer. Eine traditionelle Besetzung erobert Neue Pfade. Im Rahmen der Konzertreihe NEUE PFADE möchte das Duo Conversation 2012 zwei Konzerte mit Fokus auf Komponisten der aktuellen französischen und deutschen Neue-Musik-Szene realisieren. Werke junger, aufstrebender Komponisten werden mit denen etablierterer Tonschöpfer gemischt. Besonders Werke, in denen der Komponist trotz der eher klassischen Besetzung seine Authentizität gefunden hat – z.B. durch Erweiterung der klanglichen Mittel wie experimentelle Gesangstechniken, Zuspielungen, Live-Elektronik, Klavierpräparation etc. – liegen dem Duo am Herzen, ebenso wie die Zusammenarbeit mit den Komponisten selber.

Unter dem Titel ‚„Berlin“ 2010’ erklingen Stücke von deutschen Komponisten, sowohl von jenen, die bereits auf den großen Festivals als Dozenten tätig sind als auch von solchen, die 2010 dort erstmals mit Stücken vertreten waren, z.B. Martin Schüttler’s schöner leben 1 für das besondere Instrumentarium Stimme und E-Piano, Megaphon, Verstärkungen, Zuspielungen, Maske & Pistole. Außerdem spielen wir Helmut Lachenmanns erst drittes, die Singstimme integrierendes Werk …got lost… von 2008. ‚Bail avec mi’ zeigt eine ähnliche Kombination ganz junger, etablierterer oder bereits international anerkannter Komponisten.

Von Ausschnitten aus Messiaen’s Chants de terre et de ciel – das Stück Bail avec mi daraus ist Namensgeber für unser Programm – über das nur mit einer Note im Klavier über das gesamte Stück stetig abwärts tropfende Il pleut der Wahlpariserin Kaija Saariaho bis hin zu einem frühen Werk des 2010 jung verstorbenen Komponisten Christophe Bertrand. ‚„Berlin“ 2010’ und ‚Bail avec mi’ sind zwei Programme der Reihe NEUE PFADE, welche dem im Konzertekanon immer weniger beachteten Klavierlied eine Plattform bieten und – eben durch den Fokus auf aktuelle Kompositionen – zu neuer Beachtung, zu neuem Glanz verhelfen will. Für 2012 stehen bei NEUE PFADE außerdem folgende Konzerte auf dem Programm: ‚Der Sommer’ nach Ligeti’s Werk für Klavierduo umfasst u.a. „Lieder“ von Scelsi, Schnebel, Sciarrino und Cage; in ‘Lied für dich allein’ sind Kompositionen der zweiten Wiener Schule – Webern, Schönberg – und der aktuellen Wiener Szene zu hören.

„Wir sehn uns wieder in der Ewigkeit! À bientôt au Paradis! – Die letzte Nacht von Henriette Vogel und Heinrich von Kleist“

  • Publicité „Wir sehn uns wieder in der Ewigkeit! – À bientôt au Paradis!“

Classic in Black group France e.V.

7.-10.11.2011 | Paris


Heinrich von Kleist und Henriette Vogel nahmen die Kutsche in Berlin-Mitte nach Wannsee. Sie verbrachten ihre letzte Nacht im Gasthof Stimming, um sich am nächsten Nachmittag, am 21.11. 1811 gemeinsam zu erschießen. Ein Skandal, eine Tragödie, eine Handvoll Abschiedsbriefe – Was geschieht in dieser letzten Nacht? Woran erinnern sie sich? Worüber sprechen sie?

Die Erzählerin nimmt die ZuhörerInnen mit auf die Reise und erweckt die Figuren zum Leben, die spielen und singen: Erzählen geht nahtlos in Musik über und umgekehrt. Schrift-Folien definieren den Raum, werden zu Rock, Brief, Bett.

Das Projekt begleitet das Kleistjahr an verschiedenen Orte, in Berlin, Brandenburg, Paris etc.; im Maison Heinrich Heine bildet Kleists Beziehung zu Frankreich und Haiti einen Schwerpunkt. Kleist erinnert sich an seine französische Kriegsgefangenschaft im Fort de Joux im Jura (1807), wo er den fiktiven Maler Émile Liberté aus „Saint-Domingue“ kennenlernt, der ihm vom Rebellenanführer Toussaint Louverture und der Revolution auf Haiti erzählt – Inspiration für die Erzählung „Die Verlobung von Santo Domingo“.

Die Berliner Gruppe „Madame Ôrélie“ arbeitet mit dem Pariser Sänger Jean-Loup Pagesy als Émile Liberté, für den Rainer Rubbert zwei neue Arien komponiert, und dem Schauspieler haitianischer Herkunft aus Paris, Guy Regis, der die Erzählerin Tanja Langer mit einer Übersetzung ins Französische begleitet. Das Projekt wird in zwei Sprachen zu Gehör gebracht; die Texte der auf Deutsch gesungenen Lieder fügen wir bei.

Lunch & after work: Apéro Konzerte

KNM Berlin

Mars – Décembre 2012 | Berlin

Die Konzertreihe „lunch & after work Konzerte“ wurde 2011 auf Initiative des KNM Berlin mit weiteren acht Partnern wie z.B. dem ZDF-Hauptstadtstudio, der Volkswagen AG, dem DOCK 11, der Kapelle der Versöhnung und dem WissenschaftsForum am Gendarmenmarkt gegründet. Dieses Netzwerk soll 2012 weitergeführt werden, indem die Konzerte stärker als bisher mit dem jeweiligen Gastgeberort, seiner Geschichte, seiner Funktion in der Stadt Berlin und seiner Architektur verbunden werden.

Angesprochen werden sollen neben der Musikszene Berliner Bürger, die in der Nähe des Gastgebers wohnen und/oder arbeiten bzw. auch bei den teilnehmenden Partnereinrichtungen beschäftigt sind. Wir möchten einen Beitrag zur Lebenskultur der Bürger in der Berliner City leisten, indem die zeitgenössische Musik auf charmante Art stärker in ihren Alltag integriert wird.

Die Auswahl der Komponisten folgte der Maxime, jeweils alternierend zwei Komponistengenerationen vorzustellen. Ebenfalls war es uns wichtig, eine ästhetische Vielfalt zu dokumentieren und auch Komponisten zu bedenken, die einen biografischen und/oder künstlerischen Bezug zu Deutschland aufweisen. Selbstverständlich auch, das ein Panorama des „Komponierens in Frankreich“ auch internationale Handschriften bedenken muss. Alle Konzerte werden aufgezeichnet und auf der Website des KNM als Videodokumentation veröffentlicht. Der Kreis der Rezipienten wird dadurch erheblich erweitert.

Das Wort haben die Benützer / La parole est aux usagers

  • Publicité „Das Wort haben die Benützer – La parole est aux usagers“

Oper Dynamo West

Publikation Winter 2013 | Marseille/ Berlin


Oper Dynamo West und Ensemble Zwischentöne beschäftigen sich für «Das Wort haben die Benutzer / La Parole est aux Usagers» mit zwei von Le Corbusier in den 50er Jahren in Deutschland und Frankreich gebauten Wohnhäusern: die Unité d´habitation Typ Berlin und Unité d´habitation Typ Marseille (auch Cité radieuse genannt). Bill Dietz (Komponist, Ensemble Zwischentöne) und Janina Janke (Bühnenbildnerin, Oper Dynamo West) sammeln Bild- und Tonmaterialien in den Gebäuden sowie in deren unmittelbarer Umgebung und fragen die mehr als 2000 Bewohner nach ihren Geschichten und Biografien. Die gesammelten Audiomaterialien werden nach den Strukturen von Le Corbusiers Proportionssystem Modulor kompositorisch bearbeitet. Daraus entwickeln sie das Modulor Sound System und eine Videoinstallation als Referenz an eine der ersten multimedialen Installationen überhaupt: das „Poème Electronique“, von Le Corbusier, Iannis Xenakis und Edgar Varèse, das 1958 im Rahmen der Weltausstellung in Brüssel zur Aufführung kam (dem Jahr der Fertigstellung der Unité d´Habitation Typ Berlin).

„Das Wort haben die Benutzer / La Parole est aux Usagers» zeigt das Modulor Sound System und die Videoinstallation vor Ort in den Architekturen in Berlin und Marseille verbunden mit einem Rahmenprogramm aus Konzerten, wissenschaftlichen Vorträgen und Gesprächsrunden. «Das Wort haben die Benutzer / La Parole est aux Usagers» reflektiert über Le Corbusiers Werk, die Geschichte der beiden Unités und der zeitgenössischen Musik seit 1958.

Le jardin d’en face: Berliner und Pariser Komponisten

Goethe Institut Paris

Konzerte in März un Oktober 2012 | Paris

Das Goethe-Institut Paris und das Ensemble 2e2m engagieren sich für den internationalen und insbesondere den deutsch-französischen Kulturaustausch. Im Jahr 2012 wird das Ensemble 2e2m in den Räumlichkeiten des Goethe-Institutes Komponisten vorstellen, die durch das Berliner Künstlerprogramm des DAAD gefördert wurden und in Berlin leben: Simon Steen-Andersen, Ondřej Adámek (Stipendiaten des Programmes 2010) und Fabien Lévy (Stipendiat des Programmes 2001). Die Konzerte bieten den Komponisten die Möglichkeit, Werke und Inspirationen aus der Berliner Zeit der Pariser Fachwelt und der interesseierten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Ein lebendiges Gespräch zwischen musikalischem Leiter und Komponisten wird sowohl verschiedene Kompositionsansätze erläutern als auch die Unterschiede in der Interaktion mit dem Berliner Kulturleben verdeutlichen. Darüber hinaus werden die Hintergründe für die Programmgestaltung näher beleuchtet: die Konzertprogramme werden jeweils durch Werke anderer Komponisten aus anderen Epochen ergänzt, die die Komponisten inspiriert haben oder inspiriert haben könnten. Das Publikum ist eingeladen, sich aktiv mit Fragen und Kommentaren am Gespräch zu beteiligen. Das Goethe-Institut Paris, im Herzen der Stadt gelegen, ist ein Ort, an dem Kulturaustausch an der Tagesordnung steht. Foyer, Innenhof, Konzertsaal und nicht zuletzt der persönliche Empfang der Künstler und des Publikums bieten einen intimen Rahmen, der zum Austausch zwischen den Kulturen aber auch zwischen Darstellenden und Zuschauenden inspirieren.

Das Ensemble 2e2m hat seit seiner Gründung im Jahr 1972 viele heute bedeutende Komponisten dem Publikum vorgestellt. Das besondere Engagement des Ensembles gilt immer auch der künstlerischen Verarbeitung gesellschaftlich relevanter Themen. Aus dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD sind Künstler hervorgegangen, die sich heute eines internationalen Renommees erfreuen. Das Programm bietet Komponisten aus aller Welt die Möglichkeit, ein Jahr in Berlin zu leben und zu arbeiten und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Austausch zwischen – zum Teil kulturell geprägten – unterschiedlichen kompositorischen Strömungen.

Geräuschwelten 2012

Aufabwegen

4 minifestivals : 2X im 1.JH, 2X in der 2.JH | Münster


Geräuschwelten ist eine Veranstaltungsreihe zur Präsentation von zeitgenössischer elektronischer Musik, Geräuschmusik und Noise. Dieses Genre ist für etliche ästhetische Neuerungen verantwortlich, ohne dass seine Künstler dem Mainstream bekannt wären. Ziel der Reihe ist es, dieser selten gehörten Musik ein Forum zu geben. Pro Konzertabend gibt es 3 Konzerte, hiervon zwei internationale Künstler und Projekte und ein deutscher Künstler. So werden verschiedenste künstlerische Positionen gegenüber gestellt und der internationale Austausch gefördert. Außerdem ergibt sich für das Publikum durch den Charakter des Minifestivals eine spannende inhaltliche Bandbreite.

Opus XXI 2011

Hochschule für Musik und Theater Hamburg

19-20.05.201 | Villeneuve-lez-Avignon, Vorbereitung des Projekts
24.08 – 04.09.2011 | Villeneuve-lez-Avignon, Sommerakademie
02-03.09.2011 | Konzerte Villeneuve-les-Avignon
11.2011 | Hambourg, Berlin, Munich et Strasbourg, Konzertreise

 

Zum elften Mal in Folge veranstalten das Conservatoire National Supérieur Musique et Danse Lyon und die Hochschule für Musik und Theater Hamburg eine Sommerakademie für zeitgenössische Kammer- und Ensemblemusik. Neben der Erarbeitung des Repertoires erlaubt die Akademie den jungen Musikern die enge Zusammenarbeit mit Komponisten verschiedener Generationen und Stilrichtungen. Durch die Mischung der Teilnehmer (Interpreten, Lehrende, Komponisten, Studierende der Fächer Gesang, Instrumentalmusik und Komposition verschiedener Nationalität) bietet Opus XXI eine bundesweit singuläre pädagogisch-künstlerische Weiterbildung in den Bereichen Interpretation, Improvisation und musikalischen Experimentierens.

Festival Signs of music

ZAM e.V. – Zentrum für aktuelle Musik

1-2.07.2011 | Köln, Design Quartier Ehrenfeld Halle
ZAM e.V. sowie das Design Quarter Ehrenfeld planen gemeinsam ein zweitägiges Deutsch-französisches Festival in Köln, das im Spannungsfeld zwischen Experiment, Klanginstallation, akustischer Kunst und Design angesiedelt ist. Das Festival „Signs of music“ wird zwei Tage lang Musik non-stop mit sich ändernden Konstellationen von acht Musikern (Ensemble Emendroite, Yuji Yasunaga, Eve Risser, Frank Dommert, Wolfgang Brauneis, Metamkine) präsentieren. Die Musik wird zu einer Rauminstallation. Die Zuschauer können kommen und gehen, wann sie wollen. Das Festival wird von einer Ausstellung begleitet; am Ende des zweiten Tags spielen alle Künstler zusammen.