deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

Das Wort haben die Benützer

Am 23. August findet im Corbusierhaus Berlin die Vernissage von DAS WORT HABEN DIE BENÜTZER / LA PAROLE EST AUX USAGERS statt. Bei dem von Impuls geförderten Projekt geht es um Lebensgeschichten, Architektur und Musik.

Im Zentrum stehen das Berliner Corbusierhaus und die nahezu baugleiche Cité radieuse in Marseille – zwei von Le Corbusier in den 40er / 50er Jahren realisierte architektonische Utopien der Moderne. Der amerikanische Komponist Bill Dietz (Ensemble Zwischentöne) und die Berliner Bühnenbildnerin und Regisseurin Janina Janke (OperDynamo West) erkunden die riesigen „Wohnmaschinen“ – 2012 in Berlin und 2013 in Marseille. Sie sammeln Bild- und Tonmaterialien in den Gebäuden sowie in deren unmittelbarer Umgebung und fragen die Bewohner nach ihren Geschichten und Biografien. Die gesammelten Audiomaterialien (Interviews mit den Bewohnern, ihre Lieblingsmusik, die Geräusche in und um die Gebäude etc.) werden nach den Strukturen von Le Corbusiers Größensystem „Modulor“ kompositorisch bearbeitet.

Die Führungen durch das Corbusierhaus in Berlin werden durch Konzerte des Ensemble Zwischentöne, Begegnungen zwischen Bewohnern aus Marseille und Berlin, Einführungen durch Studierende des Studiengangs Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam und eine Veranstaltung im Deutschen Architektur Zentrum – DAZ begleitet.

Programm

22. August 2012, 19 Uhr
Lecture performance und Diskussionsrunde im Deutsches Architektur Zentrum, Köpenicker Str. 48/49, 10179 Berlin.

23. August 2012, 19 Uhr
Vernissage im Corbusierhaus Berlin

Das ganze Programm finden Sie hier.

 

Opus XXI 2010

Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Conservatoire National de Musique et de Danse Lyon
19-29.08.2010| Villeneuve-lez-Avignon, Chartreuse
29.09.2010 | Strasbourg, Auditorium France 3 Alsace – Festival Musica
05.10.2010 | Hamburg, Hochschule für Musik und Theater

Die Sommerakademie Opus XXI wird gemeinsam vom Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Lyon (CNSMD Lyon) und der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT Hamburg) organisiert. Ihr Ziel ist es, jungen qualifizierten Musikstudenten aller Nationalitäten, die in Hamburg und Lyon studieren, die Möglichkeit zu geben, in enger Zusammenarbeit mit Komponisten in einem eigens hierfür gegründeten Ensemble zu musizieren und sich mit den unterschiedlichen pädagogischen und ästhetischen Ansätzen der einzelnen Länder auseinanderzusetzen. Durch das Projekt Opus XXI 2009 wurde es möglich, ein Repertoire für ein Ensemble von 20 Musikern einzustudieren, das zu gleichen Teilen aus Studenten sowie Absolventen der zwei Hochschulen in Lyon und Hamburg bestand, die sich am Beginn ihrer Karriere befanden. Vier Instrumentalwerke (zwei für Deutschland und zwei für Frankreich) hat die Akademie dem Ensemble in Auftrag gegeben. Die Teilnehmer – Komponisten wie auch Interpreten – nehmen täglich an Improvisationskursen teil, die im Zentrum des pädagogischen Projektes der Akademie stehen. Nach zwei Jahren in der Chartreuse in Villeneuve-lez-Avignon, fand die Sommerakademie vom 21. bis 29. August 2009 in der Hochschule für Musik und Theater Hamburg statt. 2010 wurde Opus XXI, dem zehnten Jahr der Akademie, ebenfalls vom Fonds unterstützt. Die Akademie findet in der Chartreuse in Villeneuve-lez-Avignon vom 19. bis 29. August 2010 statt.

Nächste Antragsfrist

Bis 14. September 2012 können deutsch-französische Projektanträge für die nächste Jurysitzung von Impuls eingesandt werden.

Mehr Informationen zur Bewerbung und Förderrechtlinien hier.

 

Eunoia: „Carte postale“

Am 12. Juni fand in Paris das bisher letzte Konzert des Ensemble Court-circuit mit dem Orchester Cottbus statt. Das von Impuls unterstützte Projekt basiert auf der Idee, Musiker der beiden Ensembles in Probenphasen in Cottbus und Paris zusammenzubringen sowie zeitgenössische Werke junger deutscher und französischer Komponisten in den beiden Städten zusammenzubringen.

Ein gewagtes Programm, das großen Erfolg hatte und möglicherweise zu einer längerfristigen Zusammenarbeit führt. Mehr Informationen hier.

 

Sub Caelo

  • La Deutshe Radio Philharmonie à la Kongresshalle de Sarrebruck

Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern

08.06.2012 | Saarbrücken

Kompositionsauftrag und Konzert mit Uraufführung des Auftragswerkes von Franck Christoph Yeznikian.

Wir halten Franck Christoph Yeznikian für einen der interessanten französischen Komponisten der jüngeren Generation. Wir möchten ihm mit diesem Auftrag die Gelegenheit geben, ein großes Orchesterwerk (ca. 15 Minuten) zu schreiben, das unter professionellen Bedingungen aufgeführt wird. Das Konzert (und Generalprobe) werden vom SR und SWR aufgezeichnet. Im selben Konzert werden auch Werke von Xiaoliang Zhou, Younghi Pagh Paan und Wolfgang Rihm aufgeführt.

 

Internationale Weingartener Tage für Neue Musik

Internationale Weingartener Tage für Neue Musik

11 – 13.11.2011 | Weingarten


Der französische Komponist Brice Pauset ist während des 3-tägigen Festivals anwesend; er beteiligt sich als Interpret und als Gesprächspartner während des Gesprächskonzerts. Die Musiktage wenden sich an ein Publikum aus der gesamten Region Oberschwaben und des Bodenseeraums. Ferner werden diese Konzerte auch von Musikinteressierten aus dem gesamten Bundesgebiet besucht. Besonders faszinierend und wichtig für die Besucher ist dabei die ständige Anwesenheit des Komponisten, denn so hat das Publikum vielfach die Möglichkeit, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Hochkarätige Interpreten, die die Werke mit dem Komponisten erarbeitet haben, gewährleisten eine authentische Wiedergabe der Kompositionen. In vier bzw. fünf Konzerten werden Werke des Komponisten aus unterschiedlichen Schaffensphasen aufgeführt, damit wird ein perspektivenreicher Einblick in den künstlerischen und biographischen Schaffensprozess ermöglicht. Für das Konzert am Samstag ist es beispielsweise gelungen, die zuletzt in der Berliner Staatsoper an sieben Tagen wiederholte Produktion „Exercices du Silence“ nach Weingarten zu holen. Die weltweit bekannte Sopranistin Salome Kammer, der dieses Werk gewidmet ist, erhielt in Berlin begeisterte Kritiken. Ein ausführliches Programmbuch veröffentlicht als Erweiterung und Vertiefung Texte des Komponisten zu seinen eigenen Werken sowie Aufsätze namhafter Publizisten zu den besonderen Charakteristika des Komponisten. Regelmäßig kommen Musiklehrer mit ihren Schulklassen zu den Veranstaltungen, denn für diese Schüler ist es immer etwas Besonderes, einen Komponisten hautnah erleben zu dürfen. Denn dass die Neue Musik nicht nur unmittelbar emotional berührt, sondern häufig auch der Erläuterung und Diskussion bedarf, wurde von den Internationalen Weingartener Tagen für Neue Musik früh erkannt. Deshalb wurde stets ein Festivalschwerpunkt auf die Vermittlung dieser Musik gelegt.

Le double Trio de Clarinettes

  • Le double Trio de clarinettes

19-25.08.2012 | Berlin


Beim Festival Jazzd’or Strasbourg konnte im Herbst 2010 eine ganz besondere Formation ihre Premiere vor Publikum feiern: das Double Trio de Clarinettes, ein Zusammenschluss der beiden erfolgreichen Klarinetten-Trios aus Deutschland und Frankreich.

Nun soll nach diesem ersten erfolgreichen Zusammentreffen, welches u.a. in Berlin bereits mit der Hilfe des Programms „Impuls“ stattfinden konnte, die Zusammenarbeit des Doppel-Trios fortgesetzt werden. Um die Gruppierung nachhaltig weiter entwickeln und weitere Auftritte in Europa und der Welt buchen zu können, ist die Veröffentlichung einer CD vonnöten.

Mit Hilfe der CD-Veröffentlichung in Deutschland und Frankreich (geplant auf einem französischen Label) wäre es möglich Veranstalter von Festivals und Clubs in Deutschland, Frankreich und darüber hinaus anzusprechen und weitere Auftritte der Gruppierung zu vereinbaren. Gleichzeitig würde es eine CD-Veröffentlichung ermöglichen, die außergewöhnlichen Kompositionen der Gruppe, die von allen sechs Musikern eingebracht werden, zu dokumentieren und für die Nachwelt fest zu halten. Um jedoch die hohen Kosten einer qualitativ hochwertigen CD-Aufnahme tragen zu können, fragen wir Impuls um eine Förderung an. Wir sind uns bewusst, dass die Förderung einer CD-Veröffentlichung nicht zu den Hauptaufgaben des Programms „Impuls“ gehört. Dennoch hoffen wir, dass der hohe künstlerische Wert der Zusammenarbeit zwischen diesem deutschen und französischen Klarinettentrio und der Fakt, dass die Herstellung einer CD in der heutigen Zeit die Voraussetzung für die Verbreitung von Kompositionen und für die Live-Darstellung in Konzerten darstellt, eine Förderung auch für die Jury des Förderpreises möglich erscheinen lässt.

Die Herstellung der CD wäre nur ein erster Schritt in einer langen Phase der Zusammenarbeit dieses deutsch-französischen Ensembles, ohne diesen ist jedoch keine Zukunft absehbar, da keine weiteren Engagements gebucht werden können. Geplant ist nach einer dreitägigen intensiven Probenphase in weiteren zwei Tagen im Studio eine gemeinsame Debüt-CD des „Double Trio de Clarinettes“ einzuspielen. Zum Abschluss der Aufnahmen- und Probenphase soll darüber hinaus noch ein öffentliches Konzert im Berliner Jazzclub b-flat stattfinden, um die neuen Stücke und Kompositionen dem Publikum vorzustellen und eine erste öffentliche Ankündigung der CD-Veröffentlichung vorzunehmen.

Umlaut Berlin Festival 2012

Von 17.19. Februar 2012 findet im Club Ausland und im Ballhaus Ost die 3. Ausgabe vom Umlaut Berlin Festival statt. Der Schwerpunkt liegt auf der Grenze zwischen Komposition und Improvisation, wobei Partituren ausgestellt werden und Komposition vorgestellt werden, die mit improvisierenden Musikern arbeiten. Wir wollen somit die zeitgenössische notierte Musik der Improvisationspraxis gegenüberstellen und umgekehrt. Das Publikum hat die Möglichkeit, die Frage nach der Grenze zwischen den Konzepten Komposition und Improvisation neuzustellen.

Im Rahmen des Festivals gibt es unterschiedliche Projekte. Folgende Künstler sind eingeladen: l’Enseöble Hodos (Komposition Florian Bergmann), das pariser Ensemble Fenetre Oval (Karl Naeggelen, Eve Risser, Joris Rühl), der Berliner Schlazeuger Hannes Lingens, das Quartett Borel/Dörner/Grip/Johansson, Peeping Tom, das Ensemble des Geigers Johnny Chang (Komponisten der Wandelweiser Gruppe), der Schlagzeuger Didier Lasserre aus Bordeaux, etc.

Umlaut ist ein europäisches Kollektiv aus Paris, Berlin und Schweden sowie ein Label. Es teilt gemeinsame musikalische Interessen, Austausch und Verbreitung stehen im Zentrum der Tätigkeit. Das Umlaut Festival Berlin ist die Konsequenz des Umlaut Festivals Paris, das von 8.-13.11.2011 stattfindet und erlaubt eine enge Zusammenarbeit zwischen Berlin und Paris.

Quatuor à cordes et voix

ProQuartet CEMC  / Kammerkonzerte im Mozartsaal Hamburg

9-18.04.2013 | Hamburg, Pont Royal


ProQuartet-CEMC, Paris, et Kammerkonzerte im Mozartsaal, Hamburg beginnen eine Kooperation, die auf mehrere Jahre angelegt ist. Dabei geht es um eine Reihe von Auftragswerken sowie um die Vorstellung des Repertoires für Streichquartett und Stimme.

Seit 2002 organsiert ProQuartet Akademien und Residenzen in Pont-Royal en Provence. Das Projekt „Quatuor à cordes et voix“ beginnt mit einem Aufenthalt des Komponisten sowie der Interpreten in Port Royal en Provence (9.-13. April). Am 14. April wird das Werk in Form einer öffentlichen Generalprobe als Teil der Akademiekonzertreihe im Château de Lourmarin (dep. 84) aufgeführt. Am 15. April findet die Uraufführung im Bouffes du Nord in Paris statt.

NEUE PFADE: Stimme und Klavier im 20. + 21. Jahrhundert

Duo Conversation

Juin+Septembre 2012 | Paris/Hamburg

Von den Anfängen des klassisch-modernen Klavierlieds bis zur Auftragskomposition (geplant) für Stimm- und Klavierperformer. Eine traditionelle Besetzung erobert Neue Pfade. Im Rahmen der Konzertreihe NEUE PFADE möchte das Duo Conversation 2012 zwei Konzerte mit Fokus auf Komponisten der aktuellen französischen und deutschen Neue-Musik-Szene realisieren. Werke junger, aufstrebender Komponisten werden mit denen etablierterer Tonschöpfer gemischt. Besonders Werke, in denen der Komponist trotz der eher klassischen Besetzung seine Authentizität gefunden hat – z.B. durch Erweiterung der klanglichen Mittel wie experimentelle Gesangstechniken, Zuspielungen, Live-Elektronik, Klavierpräparation etc. – liegen dem Duo am Herzen, ebenso wie die Zusammenarbeit mit den Komponisten selber.

Unter dem Titel ‚„Berlin“ 2010’ erklingen Stücke von deutschen Komponisten, sowohl von jenen, die bereits auf den großen Festivals als Dozenten tätig sind als auch von solchen, die 2010 dort erstmals mit Stücken vertreten waren, z.B. Martin Schüttler’s schöner leben 1 für das besondere Instrumentarium Stimme und E-Piano, Megaphon, Verstärkungen, Zuspielungen, Maske & Pistole. Außerdem spielen wir Helmut Lachenmanns erst drittes, die Singstimme integrierendes Werk …got lost… von 2008. ‚Bail avec mi’ zeigt eine ähnliche Kombination ganz junger, etablierterer oder bereits international anerkannter Komponisten.

Von Ausschnitten aus Messiaen’s Chants de terre et de ciel – das Stück Bail avec mi daraus ist Namensgeber für unser Programm – über das nur mit einer Note im Klavier über das gesamte Stück stetig abwärts tropfende Il pleut der Wahlpariserin Kaija Saariaho bis hin zu einem frühen Werk des 2010 jung verstorbenen Komponisten Christophe Bertrand. ‚„Berlin“ 2010’ und ‚Bail avec mi’ sind zwei Programme der Reihe NEUE PFADE, welche dem im Konzertekanon immer weniger beachteten Klavierlied eine Plattform bieten und – eben durch den Fokus auf aktuelle Kompositionen – zu neuer Beachtung, zu neuem Glanz verhelfen will. Für 2012 stehen bei NEUE PFADE außerdem folgende Konzerte auf dem Programm: ‚Der Sommer’ nach Ligeti’s Werk für Klavierduo umfasst u.a. „Lieder“ von Scelsi, Schnebel, Sciarrino und Cage; in ‘Lied für dich allein’ sind Kompositionen der zweiten Wiener Schule – Webern, Schönberg – und der aktuellen Wiener Szene zu hören.