deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

Instant Donné und die Neuen Vocalsolisten am 7. und 8. Februar beim Festival „Eclat“ in Stuttgart

Das erste von Impuls geförderte Projekt in diesem Jahr findet beim Festival „Eclat“ in Stuttgat statt. Es handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Ensembles Instant donné und den Neuen Vocalsolisten, die 2013 zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne standen.

Am 7. Februar wird unter der Leitung von Manuel Nawri das Werk „Fog“ des deutschen Komponisten Johannes Borowski von den beiden Ensembles uraufgeführt. Am 8. Februar findet die Uraufführung von „Ceux à qui“, dem neuesten Werk des baskischen Komponisten Ramon Lazkano statt.

Lazkanos Werk basiert auf der Poesie von Edmond Jabès. „Jabès‘ Sprache ist voller Wiederholungen, voller Elisionen, voller Prägnanz; und trägt eine poetische Musik in sich, deren Ausführung gleichsam leicht und extrem, präzise und transparent sein sollte“ schreibt Lazkano. Ziel des Komponisten ist es, mit seiner Musik in einen Bereich jenseits der Worte einzudringen und die Wörter „hinter der klanglichen Mauer zu verstecken, die sie selbst erzeugen“. Er sieht sein Werk als eine Reise von einem Punkt zu einem anderen, von „der Stimme des Poeten, – der Hand und des Buches – bis hin zum „wir“ und „sie““. Sechs Stimmen klingen in „Ceux à qui“ zusammen und lassen im Laufe des Stückes, der Dialoge und Rufe, den Text allmählich verschwinden. Auch die Instrumentalbegleitung wird vom Stocken und Verblassen des Textes mitgerissen und geht zurück.

Johannes Borowskis „Fog“, das mit dem Coupleux-Lassalle-Preis ausgezeichnet wurde, verbindet drei unterschiedliche musikalische Gruppen miteinander: die Stimmen der Neuen Vocalsolisten, die Saiteninstrumente von Instant Donné und die beiden Klaviere des Duos GrauSchumacher. Im Zentrum des Stückes steht der Begriff des Dialogs. In diesem Fall handelt es sich jedoch nicht um seinen philosophischen und symbolischen Aspekt, sondern um seine reine, prosaische Form des Dialogs: ein Austausch zwischen zwei Identitäten – mit Pausen angefüllt, zuweilen mit unlogischen Abläufen, mit Wiederholungen. Borowski erforscht mittels seines Stückes alle musikalischen Eigenschaften, die ein Dialog in sich tragen kann. Der englische Text wurde gemeinsam mit der Regisseurin Maryna Vroda (Preisträgerin einer Palme d’Or 2011 in Cannes in der Kategorie Kurzfilm) erarbeitet.

Programme der Konzerte:

7.2.2015 – 16:30
Stuttgart / Theaterhaus T2

Mauro Lanza: „Disiecta Membra“, für sechs Stimmen (2014) UA
Brigitta Muntendorf: The key of presence, für zwei Klaviere, Video und Live-Elektronik

Johannes Boris Borowski: „Fog“ für sechs Sänger, zwei Klaviere und Streichquartett (2014) UA (Text von Maryna Vroda)

Neue Vocalsolisten
GrauSchumacher Piano Duo
L’Instant Donné
Manuel Nawri, Dirigent
Experimentalstudio des SWR

8.2.2015 – 18:00  
Stuttgart / Theaterhaus T1

Benedict Mason: „sackbut concerto“ für Barockposaune und 22 Instrumente (1997) DE

Johannes Kreidler: „Bolero für Orchester“ (2014) UA

Ramon Lazkano: „Ceux à qui“ für Stimmen und Ensemble nach Texten von Edmond Jabès (2014) UA

Gordon Williamson: „Unhinged für Orchester“ (2014) UA

Márton Illés: „Tört – szín – tér für Orchester“ (2014) UA

Mike Svoboda, Barockposaune
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
Leitung Rupert Huber
Neue Vocalsolisten Stuttgart
Ensemble L‘Instant Donné
Leitung Manuel Nawri

Das Konzert wird live zeitversetzt in SWR2 übertragen

Photo @ Suzanne Brun

Konzert–Kolloquium/Festival Musica-GREAM

Konzert: 24.9.15
Kolloquium: 25.09.15

Konzert des Ensembles Linea und Kolloquium über das Thema der deutsch-französischen Beziehungen in der Musik in Anlehnung an die von Impuls neue Musik initiierte Gesprächsreihe „Hören wir mit anderen Ohren? Eine Entdeckungsreise in die deutsch-französische Musik“. Das Projekt findet im Rahmen der Festival Musica2015 in Straßburg mit dem Experimentalstudio Labex GREAM der Universität Straßburg statt.

Das Ensemble Linea unter der Leitung von Jean-Philippe Wurtz präsentiert Helmut Lachenmanns Mouvement (- vor der Erstarrung) (1982-84) und bringt Corps von Raphaël Cendo mit Wilhem Latchoumia am Klavier zur Uraufführung.

Zu dem Anlass des Kolloquiums „Schaffen, hören, empfinden, sich identifizieren: der deutsch-französische Dialog in der Musik heute“ kommen u. a. Pierre Michel, Ulrich Mosch, Martin Kaltenecker, Thierry Blondeau, Thomas Bruns, Raphaël Cendo, Helmut Lachenmann, Michaël Levinas, Olivier Schneller oder Jean-Philippe Wurtz zu einem Dialog über musikalische Differenzen zwischen Deutschland und Frankreich zusammen.

Camera Obscura / Lucida

17.9.15 – Berlin – Ausland
19.9.15 – Montreuil – Instants Chavirés

Austausch zwischen den Ensembles Konzert Minimal (Deutschland) und Dedalus (Frankreich). Die Werke ihrer Repertoires überschneiden sich (Wandelweiser, Catherine Lamb) oder ergänzen sich, und dieses Projekt lässt einen die individuelle Herangehensweise beider Ensembles entdecken und ermöglicht durch den intensiven Austausch eine produktive Arbeit. Mit der Idee dieses Austausches haben Konzert Minimal und Dedalus beschlossen, Peter Ablinger um ein Werk mit freier Instrumentierung zu bitten. Das Werk von Peter Ablinger ist für die Musiker beider Ensembles wegen seiner Radikalität, seiner Originalität und seiner konzeptuellen Komplexität hochinteressant. Bei dem Projekt befinden sich der Komponist und die Musiker jeweils auf einer Seite eines Bildschirms, der einerseits für die Partitur und andererseits für die gemeinsamen Projektionen von Ideen und Intentionen der Künstler steht.

L’Instant Donné et les neue Vocalsolisten

8-9.2.2015 – Festival Eclat – Stuttgart

Infolge eines ersten Zusammenschlusses von L’Instant Donné und den Neuen Vocalsolisten haben die beiden Ensembles beschlossen, ihre Kollaboration dauerhaft fortzuschreiben. Das neue Projekt von Ramon Lazkano ‚Ceux à qui‘, über ein Gedicht von Edmond Jabès, das eigens für L’Instant Donné und die Neuen Vocalsolisten geschrieben wurde, bekam den Preis der Fondation Coupleux-Lasalle. Dieser Preis setzt sich für musikalische Kompositionen ein, insbesondere im Bereich Gesangskomposition. Die sechs Sänger und acht Instrumentalisten versuchen sich an einem Dialog und musikalischen Ausdruck, in dem das Gedicht Schritt für Schritt mit der Musik verschmilzt. Zu Beginn stockt der Instrumentenpart, der die Gesangsstimmen unterstützt, immer wieder hoffnungslos und wird von gestotterten und brüchigen Textpassagen begleitet. Das Stück von Johannes Boris Borovski wurde für drei verschiedene Ensemblearten konzipiert: für ein Vokalensemble, ein Klavieduo und ein Streichquartett. Die Texte wurden von der Regisseurin Maryna Vroda erarbeitet und sind in einer alltäglichen Sprache verfasst. Der Text thematisiert den Konflikt zwischen Heteronomie und Autonomie in zwischenmenschlichen Beziehungen. Der Inhalt wird jedoch nicht auf philosophische oder politische Weise dargestellt; die Antinomie dient hauptsächlich als dramaturgische Grundlage und ermöglicht statt einem systematischen einen extrem kontrastierenden musikalischen Dialog, der Raum für unlogische und absurde Aspekte offen lässt.

Photo @ Suzanne Brun

V. Teil der Gesprächsreihe „Hören wir mit anderen Ohren? Eine Entdeckungsreise in die deutsch-französische Musik“

Am 21. Januar um 19 Uhr findet die fünfte Veranstaltung unserer Gesprächsreihe „Hören wir mit anderen Ohren? Eine Entdeckungsreise in die deutsch-französische Musik“ mit einem Auftritt des Ensemble KNM Berlin statt.

Das Thema des fünften „Salons“ ist: „2013 – 2050: Neue Debatten, alte Klischees“

Dieses Gespräch ist der gegenwärtigen Situation in der zeitgenössischen Musik gewidmet. Wie arbeitet die junge Komponistengeneration in Deutschland, wie in Frankreich, welche Tendenzen und Strömungen gibt es, auf welche Tradition bezieht man sich oder wovon will man sich abgrenzen?

In Deutschland werden Töne laut, dass sich alles ändern müsse und sich so und so schon alles geändert hat, durch das Internet, durch veränderte Hörgewohnheiten. Die neue Musik, wie es sie einmal gab, habe abgewirtschaftet. Diskutiert werden Begriffe wie „Gehaltsästhetische Wende“, „Diesseitigkeit“, „Neuer Konzeptualis­mus“… – die Generation jüngerer Komponisten will eine neue Epoche einläuten, die Epoche nach der neuen Musik. Und in Frankreich bereitet man sich auf den Tod des alten Königs vor und es beginnt das Tauziehen, wer der neue wird, nach Boulez. Natürlich soll erst einmal alles über den Haufen geworfen werden, wofür bisher der Name Boulez steht, ein Anti-Boulezimus. Es soll also wieder tonal komponiert werden, mit sangbaren Melodien und für (und nicht gegen) das Publikum.

Doch warum haben es die jungen Komponisten im jeweils anderen Land besonders schwer, aufgeführt, geschweige akzeptiert zu werden? Inwieweit ähneln sich die gegenwärtigen Diskussionen – worin unterscheiden sie sich? Wir führen dieses Gespräch mit zwei Komponisten und Kompositionslehrern aus beiden Ländern – und dem ausgewiesenen Spezialisten der Musikgeschichte und der Geschichte des Hörens in beiden Ländern Martin Kaltenecker.

Moderation: Uli Aumüller

Gesprächspartner: Manos Tsangaris, Hochschule für Musik Dresden/Münchener Biennale, Jean-Luc Hervé, Komponist, Martin Kaltenecker, Université Paris VII

Horia DumitracheTheo Nabicht und Kirsten Maria Pientka vom Ensemble KNM Berlin spielen von Bruno Mantovani „Metal“ für Klarinette und Bassklarinette, von Raphael Cendo „Decombré“ für Kontrabassklarinette und Elektronik und von Martin Schüttler „schöner leben 5 (Nix verstehen ist besser als gar nichts.“ – M.K.) für präparierte Viola mit Verstärkungen und Zuspielungen.

Klangregie: Andre Bartetzki

IV. Teil der Gesprächsreihe “Hören wir mit anderen Ohren? ” im Institut français

Am 4. Dezember um 19 Uhr findet die nächste Veranstaltung unserer Reihe „Hören wir mit anderen Ohren? Eine Entdeckungsreise in die deutsch-französische Musik“ statt.

Der 4. Teil widmet sich dem Thema: Musique concrète auf Deutsch.

Bereits 1943 begann der Komponist und Ingenieur Pierre Schaeffer mit ersten Experimenten, auf der Basis von Originaltonaufnahmen Musik zu gestalten. Die von ihm so genannte musique concrète bildete mehrere Schulen aus, die auf das französische Musikleben einen großen Einfluss ausübten. Noch heute kommt in Frankreich ein Komponist von Rang und Namen ohne ein Jahr der Forschung oder Ausbildung im GRM oder IRCAM in seiner Vita nicht aus. In Deutschland hingegen hat diese Musik längst nicht in vergleichbarem Umfang eine Förderung erfahren – abgesehen von ihrer Resonanz in der Clubkultur. Helmut Lachenmann wurde berühmt, als er die Denkweisen der musique concrète auf Spiel- und Kompositionstechniken für traditionelle Musikinstrumente übertrug – der von ihm sogenannten musique concrète instrumentale. Aber beruht sein Bezug auf die musique concrète nicht möglicher Weise auf einem Missverständnis? Ein produktives Missverständnis vielleicht, das viele Nachahmer und Schüler gefunden hat. Prof. Martin Zenck hat sich ausführlich mit der Musik von Helmut Lachenmann und seinem Einfluss auf die Neue Musik beschäftigt. Und in dem in Berlin lebenden Komponisten Mark Andre werden aktuell beide Entwicklungen, die deutsche und die französische, vereinigt: Elektroakustik und musique concrète instrumentale.

Moderation: Uli Aumüller

Gesprächspartner: Prof. Dr. Martin Zenck, Institut für Musikforschung, Universität Würzburg (Schwerpunkt Neue Musik, Ästhetik und Medien), Mark Andre, Hochschule für Musik Dresden.

Konzept: Uli & Sophie Aumüller.

Moderation: Uli Aumüller.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, Konsekutivübersetzung ins Französische.

Institut Français Berlin,
Kurfürstendamm 211 ,
10719 Berlin

Faithful! II – Treue & Verrat der musikalischen Interpretation

Das Festival Faithful! II, dass sich mit dem Thema „Treue und Verrat der musikalischen Interpretation“ auseinandersetzt, findet vom 13. bis 23. November statt. Der deutsch-französische Teil wird von Impuls neue Musik unterstützt.

Aus Frankreich sind eingeladen: das Ensemble Multilatérale, Quartett Tana sowie die Cellistin Séverine Ballon, die Ihr Projekt „Mobile performance im Kunstraum: Musik und die bildende Künste“ präsentiert. Sie wird Werke von Franck Bedrossian und Thierry Blondeau zur Aufführung bringen.

 

Das gesamte Festivalprogramm finden Sie hier.

8. Jurysitzung: Die Entscheidung der Jury

Am 21. Oktober 2014 fand die 8. Jurysitzung des Deutsch-französischen Fonds für zeitgenössische Musik / Impuls neue Musik in Anwesenheit des Kulturbeauftragten der französischen Botschaft Emmanuel Suard und des Direktor des Bureau Export Fabrice Rebois in der Maison de France statt.

Seit mehr als fünf Jahren begleitet und finanziert Impuls neue Musik anteilig Projekte, die die Schaffung neuer Werke und die Verbreitung zeitgenössischer Musik in Frankreich und Deutschland zum Ziel haben. Im Kern Deutsch-Französisch basieren die Projekte auf dem Austausch zwischen Musikern, Werken und Ästhetiken der beiden Länder. Seit diesem Jahr arbeitet Impuls mit der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S zusammen und plant eine Deutsch-Französische Musikerresidenz auf Gut Siggen.

Dieses Jahr wurden 12 Projekte aus 26 Projektanträgen von der Jury ausgewählt.

Am 21. Oktober vergab die Jury eine Gesamtfördersumme von 99.965 € für folgende Projekte:

  • Caravaggio / Decoder, Sphota, coopérative d’invention musicale (Hambourg / Paris 2015)
  • Rencontre Court-circuit / Cottbus Orchester. Ensemble court-circuit (Résidence     Gut Siggen) (Gut Siggen / Berlin / Paris)
  • Opus XXI, Hochschule für Musik und Theater Hamburg / Association Opus XXI (Salem 2015)
  • Stérésoscope des solitaires, KNM Berlin (Reims 2015)
  • Concert Bernd Alois Zimmermann: Requiem pour un jeune poète, IRCAM (Paris 2015)
  • Portrait Gérard Pesson, Kulturforum Witten (Witten 2016)
  • Bad, Zafraan Ensemble e.V, (Berlin / Salzburg 2015)
  • Hommage à Georges Aperghis, KBB / Berliner Festspiele / Maerzmusik,           (Berlin 2015)
  • Voix, Quatuor et Création, ProQuartet-CEMC, (Paris / Elmau 2015)
  • Concert et colloque Musica/GREAM, Musica / Université de Strasbourg / Labex GREAM, (Strasbourg 2015)
  • Camera Obscura / Lucida, DEDALUS, (Paris / Berlin 2015)
  • L’Instant Donné et les Neue Vocalsolisten, L’Instant Donné, (Stuttgart 2015)

III. Teil der Gesprächsreihe „Hören wir mit anderen Ohren?“ Institut français

am 4. November um 19 Uhr findet die nächste Veranstaltung unserer Reihe „Hören wir mit anderen Ohren? Eine Entdeckungsreise in die deutsch-französische Musik“ statt.

Der 3. Teil widmet sich dem Thema: 1945 – 2014: Elektroakustische Musik diesseits und jenseits des Rheins

Kurz nach dem 2. Weltkrieg begann der Komponist und Toningenieur Pierre Schaeffer in den Studios des Französischen Rundfunks an einer Musik zu arbeiten, die nur mit den technischen Möglichkeiten der Klangmanipulation auf der Grundlage „konkreter“ Geräuschaufnahmen auf Schallplatte und später mit Tonbandgeräten entstand. Daraus entstand 1958 die Groupe de Recherches musicale (GRM), die bis heute fortbesteht. 1951 wurde auch auf der anderen Seite des Rheins ein Studio für elektronische Musik in den Kölner Räumen des WDR gegründet. 1977 folgte in Paris die Eröffnung des IRCAM – der weltweit wohl größten Forschungseinrichtung für den Einsatz elektronischer und digitaler Techniken. 1971 nahm das „Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung“ in Freiburg seinen Betrieb auf. Liest man die Selbstdarstellungen dieser Institutionen im Bereich Neuer Musik und Elektroakustik, fühlt man sich oft in den Anfang des 19ten Jahrhunderts zurückversetzt und an die musikästhetischen Ideen von E.T.A. Hoffmann oder Héctor Berlioz erinnert. Hoffmann etwa fabulierte über den „Wunderraum der Klänge“ (bei Beethoven), der seine Zuhörer in ein „akustisches Zauberreich“ entführe, das er auch mit religiösen, transzendentalen Qualitäten ausstattete. Ähnliche Begriffe verwenden die elektroakustischen Studios noch heute – vielleicht weil sie 200 Jahre nach Hoffmann und Berlioz, 100 Jahre nach Wagner hoffen, deren musikalische Träume mit den unendlichen Möglichkeiten neuester Klangtechnologie einlösen zu können. Aber besteht tatsächlich noch ein Spielraum für neue Klänge oder gar Klangwelten, besteht die Notwendigkeit für ein neues Hören? – Und überhaupt: Haben Franzosen und Deutsche in Sache elektroakustischer Musik andere Ohren, bei deren Erfindung die Franzosen die Nase eindeutig vorne hatten?

Gesprächspartner: Christian Zanési, Ina GRM; Detlef Heusinger, Experimentalstudio des SWR

Konzept: Uli & Sophie Aumüller.

Moderation: Uli Aumüller.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, Konsekutivübersetzung ins Französische.

 

Institut Français Berlin,
Kurfürstendamm 211 ,
10719 Berlin

Eintritt: 6 € /erm. 4 € ,

Abendkasse und Bar: ab 18.30 Uhr

 

Information und Kartenreservierung:
Tel. 030 – 885 902 45 oder reservations@impulsneuemusik.com
www.impulsneuemusik.com

 

Eine Reihe von Impuls neue Musik in Kooperation mit Institut Français und Ensemble KNM Berlin.

Mit Dank an die Medienpartner RBB Kulturradio und taz.

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Wolfgang Rihm wurde mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik ausgezeichnet

Der deutsche Komponist Wolfgang Rihm, 1952 in Karlsruhe geboren, wurde mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik ausgezeichnet. Der Orden wurde ihm in Berlin am 7. Oktober 2014 vom Bundespräsidenten Joachim Gauck überreicht.


Wolfgang Rihm gehört genauso wie Helmut Lachenmann oder Mauricio Kagel zu den  bedeutensten lebenden Komponisten Deutschlands und seine sind oft Teil der von Impuls gefördeten Projekte.

Wolfgang Rihm studierte in Karlsruhe und Freiburg im Breisgau, unter anderem bei Eugene Velte, Wolfgang Fortner und Karlheinz Stockhausen und hat zahlreiche Werke für Musiktheater, Orchester, Gesang und Kammermusik komponiert. Er gilt als einer der produktivsten Komponisten seiner Generation.

Momentan ist er Professor für Komposition am Konservatorium Karlsruhe. Außerdem schreibt er regelmäßig Essays über Musik und äußert sich als kritische Stimme zu kulturpolitischen Themen.

 

Photo © Universal Edition / Eric Marinitsch