deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

Wittener Tage für neue Kammermusik

Das Kulturradio WDR 3 lädt gemeinsam mit der Stadt Witten vom 24. bis 26. April 2015 zur 47. Ausgabe der Wittener Tage für neue Kammermusik ein. Mehr als 20 Erstaufführungen von Komponistinnen und Komponisten aus insgesamt 16 Nationen stehen auf dem Programm. Auch drei französische Uraufführungen aus Frankreich sind mit dabei.

Martin Matalons Werk Traces XI, für elektronische musik und Posaune wird am 24. April im Festsaal Witten uraufgeführt, interpretiert von Uwe Dierksen.

Das lang ersehnte Werk In vivo für Violine solo von Pascal Dusapin wird von der renommierten Geigerin Carolin Widmann am 24. April in der Johanneskirche präsentiert.

Schließlich erlebt Ondrej Adameks Steinar für sechs Stimmen mit Instrumenten am 25. April in der Blote Vogel Schule seine Uraufführung.

Pascal Dusapin © Patricia Dietzi, ed. Durand

Stimme, Streichquartett und Kreation

Kurz nach dem Konzert des Quatuor Voce am 23. März diesen Jahr findet das von Impuls geförderte Projekt „Stimme, Streichquartett und Kreation“ am 12. und 13. April im Théâtre des Bouffes du Nord in Paris seine Fortführung. An beiden Konzertabenden stehen die Streichquartette des Komponisten und Klarinettisten Jörg Widmann auf dem Programm, sowie Werke von Komponisten, die sein musikalisches Schaffen stark beeinflusst haben: Robert Schumann und Wolfgang Rihm.

Die Konzerte gehören zum vierteiligen deutsch-französischen Zyklus zum Thema ist Streichquartett und Stimme, den ProQuartet veranstaltet.

Drei Quartette und fünf Solisten (französisch und deutsch) beteiligen sich an diesem Zyklus: Aus Deutschland das Minguet Quartett, aus Frankreich das Quatuor Danel und das Quatuor Voce.

Am 12. April präsentiert das Minguet Quartett zunächst Robert Schumanns Klavierquintett, mit Dana Ciocarlie als Solistin. In der zweiten Konzerthälfte alternieren die vier Streichquartette Widmanns mit Auszügen aus seinem Zyklus «Humoresken » – einer Reminiszenz an Schumann.

Im Konzert des 13. Aprils erklingt nach Widmanns « Air » für Horn solo zunächst ein Sextett für Horn, Klarinette und Streicher von Wolfgang Rihm in französischer Uraufführung, interpretiert vom Quatuor Danel, mit Bruno Schneider, Horn, und Jörg Widmann, Klarinette. Dieser ist auch der Solist in Mozarts Klarinettenquintett KV 581. Zum Abschluss bringt die junge Sopranistin Nora Lentner zusammen mit dem Quatuor Danel Jörg Widmanns – ursprünglich Juliane Banse gewidmete und von ihr uraufgeführte – Streichquartett n°5 zur Aufführung.

In Deutschland präsentieren am 15. Oktober Christiane Oelze und  das Quatuor Voce in Schloss Elmau Philippe Fénelons Streichquartett mit Sopran in deutscher Uraufführung. Alban Bergs Lieder Opus 2 und Mozarts Streichquartett KV 499 vervollständigen dort das Programm.

 

Impuls trauert um den Musikkritiker Gerhard Rohde

Am 25. Februar verstarb der Musikkritiker und Herausgeber der nmz Gerhard Rohde im Alter von 83 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Als hochrespektierter Senior der deutschen Musikkritik war er bis zuletzt zwischen den europäischen Musikzentren unterwegs gewesen.

Gerhard Rohde wurde am 9. September 1931 in Kiel geboren, schrieb ab 1963 für die „Neue Zürcher Zeitung“, wurde 1964 Musikredakteur bei der „Hannoverschen Rundschau“, kam 1967 als Musikredakteur zur „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, deren Feuilleton-Redaktion er seit 1973 als ständiger freier Mitarbeiter angehörte. Seit 1968 arbeitete er für die „neue musikzeitung“, deren Chefredakteur er bis 2007 war und deren Mitherausgeber er dann wurde.

Rohde, ein Spezialist für klare Worte und anschauliche Formulierungen, hat aus seinen kulturpolitischen Überzeugungen nie ein Geheimnis gemacht, was sich zuletzt vor allem in Stellungnahmen zur bevorstehenden Liquidierung des SWR-Orchesters Freiburg/Baden-Baden ausdrückte. Erst vor wenigen Tagen hatte Gerhard Rohde den „Happy New Ears“-Preis für Publizistik der Hans und Gertrud Zender-Stiftung in der Akademie der Schönen Künste in München erhalten.

Eleonore Büning schrieb in der FAZ, „Gerhard Rohde zu verlieren, das ist für die Musikredaktion dieser Zeitung, als würde man ihr das Fundament wegnehmen.“

Démesures

Caligari Theater (ehem. Stummfilmkino Delphi), Berlin
Im Rahmen der Salzburger Biennale
20.3.15 – 17:00 / 20:00
21.3.15 – 17:00 / 19:00 
/ 20:00
22.3.15 – 16:00

«Démesures» stellt eine musikalische Reaktion auf den Richtungsverlust in einer Welt, die von Masseninformation und -kommunikation übersättigt ist, dar.

Das Konzept der Masse – musikalisch, visuell und sozial – ist das Thema dieses szenischen Konzerts, das eine Verbindung herstellt zwischen einem vielschichtig gesättigten Klangmaterial und konkreten, physischen Kollektiverfahrungen. Neun Akteure und Musiker sind Zeremonienmeister bei diesem theatralisch-musikalischen Ritual, in dem Stücke junger französischer und deutscher Komponisten in einer besonderen, von Wasser bestimmten Szenerie präsentiert werden.

Kollektive sind heute vor allem durch den Einsatz von Massenmedien geprägt. Die Menschen verbringen immer mehr Zeit allein mit Medien, um darin ihre Einzigartigkeit geltend zu machen und Bestätigung zu erhalten. Gleichzeitig erfreuen sich diejenigen Orte zunehmender Beliebtheit an denen Menschen ihre Einsamkeit vorübergehend kompensieren können: Stadien, Festivals oder Clubs. Gustav Le Bon, Elias Canetti und Byung Chul Han haben mit ihren Ansätzen viel zum Verständnis der Macht über die Massen beitragen können.

J. Kreidler, M. Grütter, P. Jodlowski, R. Cendo, F. Bedrossian und A. Schubert gehören einer Generation an, die mit dieser Massengesellschaft konfrontiert ist. Von Massenerfahrungen geprägt definieren sie ein Gefühl der Sättigung. Ihre Kompositionen sind virtuose Werke, die mit exzessiven, hochangereicherten explosiven Klängen arbeiten, die sehr körperlich und urtümlich wirken. Dabei geht es jedoch nicht nur um Kraftmeierei, die Komponisten verfügen ebenso über eine nuancenreiche Klangpalette, feine Collagetechniken und Poesie.

Die Inszenierung von «Démesures» befasst sich mit der Lust oder Angst, in der Masse aufzugehen. Hierbei sind sowohl Informations- als auch Menschenmassen gemeint: als unkontrollierbare Gebilde, in denen man versucht, sich zu verlieren oder aber auch seine Freiheit zu gewinnen. Die BesucherInnen, die frei herumlaufen können, sind in einen ritualisierten Prozess eingebunden und können auf symbolischer Ebene Erfahrungen von Isolation oder Gemeinschaft machen.

„Le Stéréoscope des Solitaires“ ein Klangreise nach Juan Rodolfo Wilcock

Am 18. und 19. Februar wird das Werk „Le stéréoscope des solitaires“, inspiriert durch das gleichnamige Buch von Juan Rodolfo Wilcock, vom KNM Berlin und Studenten der „Comédie de Reims“ während des Festivals Reims Scène d’Europe aufgeführt.

1972 erschien der Erzählband „Das Stereoskop der Einzelgänger“, in dem die labyrinthische Welt eines Hieronymus Bosch der Literatur entsteht: ein Werk aus absurden Einfällen und einer virtuosen, hinterlistigen Phantasie. In sechsundsechzig Geschichten werden siebzig Einzelgänger portraitiert. Man trifft auf ein Liebespaar, das beschließt sein Bett nicht mehr zu verlassen und sich schließlich selbst verzehrt. Oder man begegnet einem abgemagerten Zentaur, der Stillleben malt. Eine andere erzählt von einer „Sirene“, die nicht in den pittoresken Grotten des Mittelmeers zu Hause ist, sondern an den Ufern eines stinkenden und müllverdreckten Flusses.

Ingrid von Wantoch Rekowski, Ana Maria Rodriguez und Fred Pommerehn interpretieren dieses außergewöhnliche Universum als einen labyrinthischen Parcours, den sie im Zirkus von Reims installieren.

Das Publikum kann sich durch das gleichermaßen museale als auch klangliche Labyrinth bewegen und den hinterlassenen Spuren der Einzelgänger folgen. Verschlungene Gänge führen zu schmuckvollen Vitrinen und Kabinetten, die das Wilcocksche Universum konservieren aber auch im Verlauf des Abends von ganz reellen Erscheinungen heimgesucht werden.

Hommage à Georges Aperghis

23.3.15, 19:30 – Haus der Berliner Festspiele, Seitenbühne
25.3.15, 19:30 – Kammermusiksaal der Philharmonie

Aus Anlass seines 70. Geburtstags plant das Festival MaerzMusik der Berliner Festspiele einen Fokus auf die Arbeit des griechisch-französischen Komponisten Georges Aperghis. Seit 1963 in Paris lebend, zählt Aperghis zu den bedeutendsten und vielseitigsten Musikerpersönlichkeiten Frankreichs; gleichwohl wur­de seine Arbeit bisher in Berlin kaum präsentiert, Im Zentrum der gemeinsam mit dem Komponisten ent­wickelten Hommage steht mit Situations für 23 Solisten Aperghis‘ neueste abendfüllende Komposition, eine musikalische Großform, die in exemplarischer Weise Aperghis‘ enge Arbeit mit und für Interpre­tinnen und Interpreten verkörpert. Ausgehend von dieser Setzung wird die Hommage à Georges Aperghis ausgewählte solistische und kammermusikalische Arbeiten aus den vergangenen 40 Jahren präsentieren sowie mit Workshops, Filmvorführungen und einer kleinen Ausstellung Schlaglichter auf das umfang- und facettenreichen Schaffen von Georges Aperghis werfen.

Voix, Quatuor et Création

23.3.15   – Théâtre des Bouffes du Nord – Paris
3.-4.4.15 – Masterclass mit Jörg Widmann – Goethe-Institut Paris, France
12.4.15   – Théâtre des Bouffes du Nord – Paris

13.4.15   – Théâtre des Bouffes du Nord – Paris
15.10.15 – Schloss Elmau, Elmau

Die Organisation ProQuartet widmet sich seit 26 jahren der Förderung des Streichquartettes und der Kammermusik und hat sich zum Ziel gesetzt, sowohl das klassische und zeitgenössische Repertoire Deutschlands und Frankreichs aufzuführen als auch neue Kompositionen in beiden Ländern zu initiieren. Parallell dazu hat sie ein Lehrprogramm entwickelt, welches von den führenden Lehrkräftne beider Länder getragen wird.

Seit vielen Jahren erarbeitet ProQuartet eine Konzertserie, die es ermöglicht, ausgezeichnete Musiker beider Nationalitäten und diverser Altersklassen zu vereinen und so das gegenseitige Verständnis für die verschiedenartige Ästhetik und das spezifische Repertoire beider Länder zu entwickeln. Im Rahmen seines Engagements für das zeitgenössische Repertoire unserer Zeit setzt sich ProQuartet insbesondere für die Entwicklung eines spezifisch fûr Stimme und Streichquartett konzipierten Repertoires ein, welches die  gesangliche Seite der Streichinstrumente und die instrumentale Seite der Stimme zur Geltung bringt.

So fand 2013 im Théâtre des Bouffes du Nord und im Hamburger Mozartsaal die Uraufführung von Graciane Finzis Monodrame « Fräulein Else » nach Arthur Schnitzler statt; getreu seinem Prinzip, die junge Generation mit erfahrenen Meistern ihres Faches zusammenzuführen, hatte ProQuartet ein aufsteigendes französisches Streichquartet mit einer grossen deutschen Sängerin vereint : das Voce Quartett musizierte mit Juliane Banse. Im selben Programm wurde die Serie der Bearbeitungen für Stimme und Streichquartet um eine Transkription Heime Müllers der « Sieben frühen Lieder » von Alban Berg bereichert.

Für die Saison 2015 möchte ProQuartet diesen deutsch-französischen Zyklus mit 4 Konzerten fortführen und erweitern :

Am 23. März 2015 wird das Voce-Quartettanlässlich seines 10. Geburtages zusammen mit Salomé Haller das 4. Streichquartett Philippe Fénélons, komponiert für Streicher und Sopran nach Texten Rainer Maria Rilkes  (ein Auftragswerk ProQuartets aus dem Jahre 1999) im Théâtre des Bouffes du Nord aufführen. Zuvor wird das Publikum Gelegenheit haben, Mozarts Quartett KV 499 zu hôren und Bruno Mantovanis 2. Streichquartett aus dem Jahre 2013 näher kennenzulernen. Die Serie der Transkriptionen der Lieder Alban Berg’s wird mit Heime Müllers Bearbeitung der Lieder opus 2 fortgeführt und vervollständigt.

Zwei weitere Konzerte sind dem im heutigen Musikschaffen Deutschlands wichtigen Musiker Jörg Widmann und seinen « Lehrmeistern » gewidment : Robert Schumann und Wofgang Rihm. Unter dieser Perspektive  werden ein deutsches und ein französisches Quartett dem französischen Publikum die 5 Streichquartette Widmanns vorstellen :

Am 12. April spielt das renommierte deutsche Miguett-Quartet zunächst Robert Schumanns Klavierquintett, mit Dana Ciocarlie als Solistin. In der zweiten Konzerthälfte werden die 4 Streichquartette Widmanns mit Auszügen seiner « Humoresken », einer Reminiszens an Schumann, alternieren.

Im Konzert des 13. April wird nach Widmanns  « Air »  für Horn solo zunächst ein Sextett für Horn, Klarinette und Streicher von Wolfgang Rihm in französischer Uraufführung erklingen, interpretiert vom französischen Danel-Quintett, mit Bruno  Schneider, Horn, und Jörg Widmann, Klarinette. Dieser wird auch der Solist in Mozart’s Klarinettenquintet KV 581 sein. Zum Abschluss wird die junge deutsche Sopranistin Nora Lentner zusammen mit dem Danel-Quartett Widmannns – ursprünglich Juliane Banse gewidmete und von ihr uraufgeführte – Streichquartett n°5 interpretieren.

Vorbereitend zur diesen deutsch-französischen Produktionen veranstaltet ProQuartet im Goethe-Institut eine zweitägige Masterclass mit Jörg Widmann, in welchem zum einen die klassische Klarinettenliteratur (Quintette von Mozart, Reger, Brahms,) zum anderen zeitgenössische Werke (Kurtag, Rihm) erarbeitet werden. Die jungen französischen Kursteilnehmer haben  so Gelegenheit, eine inspirierte und inspierierende Musikerpersönlichkeit Deutschlands und ihren musikalischen Hintergrund näher kennezulernen, welche in Frankreich zur Zeit noch weit weniger bekannt ist als in anderen Ländern Europas.

In Deutschland werden am 15. Oktober Christiane Oelze und das VOCE-Quartett im renommierten Schloss Elmau Philippe Fénelons Streichquartett mit Sopran in deutscher Uraufführung präsentieren. Alban Bergs Lieder Opus 2 und Mozarts Streichquartett KV 499 vervollständigen das Programm.

Instant Donné und die Neuen Vocalsolisten am 7. und 8. Februar beim Festival „Eclat“ in Stuttgart

Das erste von Impuls geförderte Projekt in diesem Jahr findet beim Festival „Eclat“ in Stuttgat statt. Es handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Ensembles Instant donné und den Neuen Vocalsolisten, die 2013 zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne standen.

Am 7. Februar wird unter der Leitung von Manuel Nawri das Werk „Fog“ des deutschen Komponisten Johannes Borowski von den beiden Ensembles uraufgeführt. Am 8. Februar findet die Uraufführung von „Ceux à qui“, dem neuesten Werk des baskischen Komponisten Ramon Lazkano statt.

Lazkanos Werk basiert auf der Poesie von Edmond Jabès. „Jabès‘ Sprache ist voller Wiederholungen, voller Elisionen, voller Prägnanz; und trägt eine poetische Musik in sich, deren Ausführung gleichsam leicht und extrem, präzise und transparent sein sollte“ schreibt Lazkano. Ziel des Komponisten ist es, mit seiner Musik in einen Bereich jenseits der Worte einzudringen und die Wörter „hinter der klanglichen Mauer zu verstecken, die sie selbst erzeugen“. Er sieht sein Werk als eine Reise von einem Punkt zu einem anderen, von „der Stimme des Poeten, – der Hand und des Buches – bis hin zum „wir“ und „sie““. Sechs Stimmen klingen in „Ceux à qui“ zusammen und lassen im Laufe des Stückes, der Dialoge und Rufe, den Text allmählich verschwinden. Auch die Instrumentalbegleitung wird vom Stocken und Verblassen des Textes mitgerissen und geht zurück.

Johannes Borowskis „Fog“, das mit dem Coupleux-Lassalle-Preis ausgezeichnet wurde, verbindet drei unterschiedliche musikalische Gruppen miteinander: die Stimmen der Neuen Vocalsolisten, die Saiteninstrumente von Instant Donné und die beiden Klaviere des Duos GrauSchumacher. Im Zentrum des Stückes steht der Begriff des Dialogs. In diesem Fall handelt es sich jedoch nicht um seinen philosophischen und symbolischen Aspekt, sondern um seine reine, prosaische Form des Dialogs: ein Austausch zwischen zwei Identitäten – mit Pausen angefüllt, zuweilen mit unlogischen Abläufen, mit Wiederholungen. Borowski erforscht mittels seines Stückes alle musikalischen Eigenschaften, die ein Dialog in sich tragen kann. Der englische Text wurde gemeinsam mit der Regisseurin Maryna Vroda (Preisträgerin einer Palme d’Or 2011 in Cannes in der Kategorie Kurzfilm) erarbeitet.

Programme der Konzerte:

7.2.2015 – 16:30
Stuttgart / Theaterhaus T2

Mauro Lanza: „Disiecta Membra“, für sechs Stimmen (2014) UA
Brigitta Muntendorf: The key of presence, für zwei Klaviere, Video und Live-Elektronik

Johannes Boris Borowski: „Fog“ für sechs Sänger, zwei Klaviere und Streichquartett (2014) UA (Text von Maryna Vroda)

Neue Vocalsolisten
GrauSchumacher Piano Duo
L’Instant Donné
Manuel Nawri, Dirigent
Experimentalstudio des SWR

8.2.2015 – 18:00  
Stuttgart / Theaterhaus T1

Benedict Mason: „sackbut concerto“ für Barockposaune und 22 Instrumente (1997) DE

Johannes Kreidler: „Bolero für Orchester“ (2014) UA

Ramon Lazkano: „Ceux à qui“ für Stimmen und Ensemble nach Texten von Edmond Jabès (2014) UA

Gordon Williamson: „Unhinged für Orchester“ (2014) UA

Márton Illés: „Tört – szín – tér für Orchester“ (2014) UA

Mike Svoboda, Barockposaune
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
Leitung Rupert Huber
Neue Vocalsolisten Stuttgart
Ensemble L‘Instant Donné
Leitung Manuel Nawri

Das Konzert wird live zeitversetzt in SWR2 übertragen

Photo @ Suzanne Brun

Konzert–Kolloquium/Festival Musica-GREAM

Konzert: 24.9.15
Kolloquium: 25.09.15

Konzert des Ensembles Linea und Kolloquium über das Thema der deutsch-französischen Beziehungen in der Musik in Anlehnung an die von Impuls neue Musik initiierte Gesprächsreihe „Hören wir mit anderen Ohren? Eine Entdeckungsreise in die deutsch-französische Musik“. Das Projekt findet im Rahmen der Festival Musica2015 in Straßburg mit dem Experimentalstudio Labex GREAM der Universität Straßburg statt.

Das Ensemble Linea unter der Leitung von Jean-Philippe Wurtz präsentiert Helmut Lachenmanns Mouvement (- vor der Erstarrung) (1982-84) und bringt Corps von Raphaël Cendo mit Wilhem Latchoumia am Klavier zur Uraufführung.

Zu dem Anlass des Kolloquiums „Schaffen, hören, empfinden, sich identifizieren: der deutsch-französische Dialog in der Musik heute“ kommen u. a. Pierre Michel, Ulrich Mosch, Martin Kaltenecker, Thierry Blondeau, Thomas Bruns, Raphaël Cendo, Helmut Lachenmann, Michaël Levinas, Olivier Schneller oder Jean-Philippe Wurtz zu einem Dialog über musikalische Differenzen zwischen Deutschland und Frankreich zusammen.

Camera Obscura / Lucida

17.9.15 – Berlin – Ausland
19.9.15 – Montreuil – Instants Chavirés

Austausch zwischen den Ensembles Konzert Minimal (Deutschland) und Dedalus (Frankreich). Die Werke ihrer Repertoires überschneiden sich (Wandelweiser, Catherine Lamb) oder ergänzen sich, und dieses Projekt lässt einen die individuelle Herangehensweise beider Ensembles entdecken und ermöglicht durch den intensiven Austausch eine produktive Arbeit. Mit der Idee dieses Austausches haben Konzert Minimal und Dedalus beschlossen, Peter Ablinger um ein Werk mit freier Instrumentierung zu bitten. Das Werk von Peter Ablinger ist für die Musiker beider Ensembles wegen seiner Radikalität, seiner Originalität und seiner konzeptuellen Komplexität hochinteressant. Bei dem Projekt befinden sich der Komponist und die Musiker jeweils auf einer Seite eines Bildschirms, der einerseits für die Partitur und andererseits für die gemeinsamen Projektionen von Ideen und Intentionen der Künstler steht.