deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

Ensemble KNM Berlin – Die Welt nach Tiepolo

04.02., 29.04., 24.06.2017 | Radialsystem V, Berlin

2016 hat der französische Komponist und Philosoph Hugues Dufourt seinen Zyklus „Appolon et les continents“, bestehend aus „L’Asie d‘après Tiepolo“, „L’Afrique d‘après Tiepolo“, „L’Europe d’après Tiepolo“ und „L’Amerique d‘après Tiepolo“ nach 10-jähriger Arbeit beendet. Das Werk bezieht sich auf das von G. B. Tiepolo für die Würzburgische Residenz geschaffene Deckenfresko, auf dem die vier damals bekannten Kontinente allegorisch dargestellt sind. Das KNM stellt diesen Zyklus in den Mittelpunkt einer Konzertreihe im Radialsystem V Berlin, in dem je ein Teil in einem der vier Konzerte aufgeführt wird. Das Eröffnungskonzert der Reihe „Amerika“ findet am 4. Februar 2017 im Rahmen des CTM Festivals statt. Das vierte Konzert „Afrika“, das gemeinsam mit Eklekto (Centre International de Percussion) Genève vorgestellt wird, präsentiert zusätzlich Georges Aperghis „Triangle Carré“. Die Aufführung dieses Werks wird von dem jungen englischen Dirigenten Jonathan Berman geleitet.

Ulysses – Opus XXI

11.08.2017 | Bregenzer Festspiele

Die Sommerakademie Opus XXI bietet in jedem Jahr einer Gruppe von 30 Absolventen deutscher und französischer Musikhochschulen die Möglichkeit, mit einem renommierten Composer in Residence und einem erfahrenen Ensemble für zeitgenössische Musik zu arbeiten. Ziel der Akademie ist die Förderung und Verbreitung von zeitgenössischer Musik durch umfassende Vermittlung auf höchstem Niveau sowie durch die Vergabe von Kompositionsaufträgen an junge KomponistenInnen. Die Einbeziehung im Netzwerk ULYSSES ermöglicht den gegenseitigen Austausch mit weiteren europäischen Akademien wie der IEMA (Internationale Ensemble Modern Academy). Vorträge zu philosophischen, literarischen, und künstlerischen Themen sowie Fragen zum Urheberrecht und Musikverlagswesen ergänzen die täglichen Proben und Workshops. Die Ergebnisse der Einstudierung zweier Auftragswerke, ausgewählte Stücke des Composer in residence und weiteren Stücke der jungen KomponistInnen werden in einem Abschlusskonzert auf den Bregenzer Festspielen präsentiert.

Quatuor Tana – Triangle de Weimar

01.2018 – 08.2018 | Fondation Genshagen

09.18 | Kontraklang, Heimathafen Berlin

TBC

Für das Projekt „Triangle de Weimar“ bringt das Quatuor Tana junge Akteure der zeitgenössischen Musik aus Frankreich, Deutschland und Polen zusammen, um die trilateralen Verbindungen auf musikalischer Ebene neu zu beleben und damit auch für das heutige Europa ein starkes Zeichen zu setzen. Zusammen mit der polnischen Pianistin Julia Samojlo und der deutschen Sopranistin Caroline Melzer vergibt das französische Quatuor Tana drei Kompositionsaufträge an Aurélien Dumont (FR), Birke Bertelsmeier (DE) und Mikolaj Laskowski (PL). In zwei Arbeitsphasen wird das aus unterschiedlichen Besetzungen bestehende Programm in der Stiftung Genshagen im Rahmen von Künstlerresidenzen gemeinsam erarbeitet. Anschließend sind in Kooperation mit dem Institut Adam Mickiewicz und dem Institut Français Polen eine Reihe von Konzerten und Festivalauftritten in Frankreich, Deutschland und Polen geplant, um das neue Programm der Öffentlichkeit vorzustellen.

Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris – Paris – Berlin

25.01.2018 | Studio Saal, Hochschule für Musik Hanns Eisler, Berlin

29.01.18 | Espace Maurine Fleuret, CNSMDP, Paris

Das Ensemble Paris-Berlin (aus Studenten des CNSMDP und der Hochschule für Musik de Berlin bestehend) interpretiert im Januar 2018 drei französische und deutsche Werke. In Berlin wird der Komponist, Dirigent und Leiter des Conservatoire de Paris Bruno Mantovani die Leitung übernehmen und vice versa wird der Dirigent und Gastprofessor an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin Manuel Nawri das Konzert in Paris dirigieren. Das Ensemble interpretiert auf französischer Seite  Werke von Varèse, Grisey, Boulez, Mantovani und ein neues Werk eines Kompositionsstudenten des CNSMDP. Für den deutschen Teil werden Werke von Schwer und Schöllhorn zu hören sein sowie eine Komposition für Geige und Ensemble der Komponistin und Dozentin der Hanns Eisler Eun-Hwa Cho. An die Konzerte schließt sich ein Atelier/Gesprächskonzert an, das von Bruno Mantovani und Hans-Peter Kyburz moderiert wird.

Donaueschinger Musiktage – Wednesday Morning 3AM

20., 22.10.2017 | Donaueschinger Musiktage

Herbst 2017 | IRCAM Paris

09.2017 | Festival Musica, Strasbourg

Das Projekt „Wednesday Morning 3am“ ist ein Zusammenarbeit zwischen dem Komponist Alexander Schubert, dem IRCAM und L’Ensemble Intercontemporain. Der Komponist Alexander Schubert beschäftigt sich genreübergreifend mit den Schnittstellen zwischen akustischer und elektronischer Musik. Für sein Stück „Wednesday Morning 3am“ hat Schubert einen einzigartigen Bühnenaufbau mit drei sichtbaren und drei unsichtbaren Musikern geplant, die in einer akustischen und optischen Spiegelsituation Wahrnehmnung und Erwartung der Hörer vielfach unterwandern. In dem Projekt fokussiert sich das IRCAM auf klassische Studioarbeit, während Schubert eine Arbeitsweise verinnerlicht, die sich eher an Popstudioproduktionen und Do It Yourself orientiert.

Jens Schroth

Wir trauern um Jens Schroth, der am 31. August in Berlin im Alter von 43 Jahren verstarb.

Seit 2006 war Jens Schroth an der Berliner Staatsoper tätig, seit Herbst 2010, mit Beginn der ersten Spielzeit im Schiller Theater, als Leiter der Dramaturgie. Sein besonderes Interesse und Engagement galt der zeitgenössischen Musik und einem gegenwartsnahen Musiktheater.

Seit 2015 war Jens Schroth Miglied der Jury von Impuls neue Musik.

Impuls neue Musik gedenkt Jens Schroth und fühlt mit seinen Angehörigen und Freunden.

Ausschreibung 2016

Am 19. August 2016 endet die diesjährige Antragsfrist für Projektanträge bei Impuls neue Musik.

Förderungswürdig sind Musikprojekte der zeitgenössischen Musik, die den Austausch von Musikern, Komponisten, Programmen und Ästhetiken beider Länder ins Zentrum des Projekts stellen. Die genauen Förderrichtlinien und das aktuelle Antragsformular finden Sie hier.

In Zukunft möchten wir den Fonds Impuls neue Musik und den englisch-französischen Fonds für zeitgenössische Musik Diaphonique (diaphonique.org) mit gemeinsamen Projekten, die den Kriterien beider Fonds entsprechen, einander annähern. Nicht weniger interessant scheint uns der musikalische Ausbau des ‚Weimarer Dreiecks‘ mit deutsch-französisch-polnischen Projekten und freuen uns daher in diesem Jahr über länderübergreifende Projekte.

Wenn Ihr Projekt unseren Kriterien entspricht, schicken Sie Ihren Antrag bitte bis spätestens 19. August per Post an:

Impuls neue Musik
Lisa Benjes
Kurfürstendamm 211
D – 10719 Berlin

Es gilt der Poststempel.

Gleichzeitig muss der Online-Antrag fristgerecht versandt werden an berlin2@french-music.org.

Für Rückfragen stehen wir jederzeit gern zur Verfügung und freuen uns auf zahlreiche spannende Projekte!

 

PFD der Projektausschreibung zum Runterladen:
APPEL_À_PROJETS_DE-FR_2016

ARBEITEN KANNSTE SELBER am 1. Mai im Heimathafen Neukölln

Am 1. Mai 2016 um 20 Uhr feiert das Solistenensemble PHØNIX16 feat. Kreuser / Cailleau im Heimathafen Neukölln den Tag der Arbeit mit der Konzertinstallation ARBEITEN KANNSTE SELBER.

Das Performance-Projekt folgt dem übergeordneten Mechanismus der visuellen und akustischen Definition des Raumes: der Musikfabrik! ARBEITEN KANNSTE SELBER unternimmt den Versuch einer musikalischen Bestandsaufnahme der ökonomischen und politischen Krisen in Europa und hinterfragt das Konzert als Arbeitsprozess.

Eine Armee von Winkekatzen, Roboter-Dirigenten und präparierten Turntables treffen auf die sechs Sänger von PHØNIX16 und Kompositionen von Vinko Globokar, Olga Neuwirth und Luigi Nono.

 

 

 

Portrait Gérard Pesson

22.-24.4.16 – Saalbau Witten

Im Rahmen der Wittener Tage für neue Kammermusik 2016 vom 22. bis 24. April 2016 ist ein Portrait von Gérard Pesson geplant. Das Portrait soll mehrere neue Werke umfassen, die sich – wie ein roter Faden – durch das Festival­programm ziehen. Erstmals in Deutschland erklingt die Cantate égale pays für Stimmen, Instrumente und Live-Elektronik (mit den Gruppen Exaudi und L’Instant donné sowie Ircam). Der abendfüllende Zyklus bezieht Fundstücke sowie gesampelte Naturlaute mit ein, bewegt sich zwischen den Sparten und Spra­chen, verbindet Elemente des Musiktheaters, der Bachschen Kantatenwelt, der Kammermusik und Elek­tro­nik. Eine besondere Rolle spielen die Mischungen zwischen gesungenen und gesprochenen Partien wie auch die Übergänge zwischen vokalen, instrumentalen und elektronischen Klängen, die sich vielfältig verbinden.

Geplant sind außerdem zwei neue Werke, die im Auftrag des WDR entstehen:
ein Trio für Klarinette, Cello und Klavier (mit dem Trio Catch) sowie ein Werk für Kammerorchester (mit dem WDR Sinfonieorchester Köln, Leitung: Emilio Pomàrico), das sich auf die Oper Pastorale bezieht.

In einem Gesprächskonzert wird Pesson Auskunft über sein Leben und Werk geben, eingerahmt von kürzeren Kammermusikwerken, wie Fureur contre informe für Streichttrio, Duo Bruissant divisé für Geige und Cello sowie einer Auswahl aus dem Sextett Récréations françaises.

Maerzmusik – Festival für Zeitfragen

Drei Uraufführungen

Drei Veranstaltungen im Rahmen der MaerzMusik erkunden ganz im Sinne der diesjährigen Kernfrage nach dem Konzertformat die Beziehung zwischen Künstler, Publikum und Bühne.

„LIEBE – Ökonomien des Handelns 3“ – Musiktheater (2015/2016) UA

Erst das Geld, dann das Gesetz und schließlich – „LIEBE“. Mit diesem dritten Teil ihres Musiktheater-Projekts „Ökonomien des Handelns“ präsentieren der Experimentalfilmer Daniel Kötter und der Komponist Hannes Seidl den Abschluss ihrer Forschungen zu den Rahmenbedingungen gesellschaftlichen Handelns. Wie schon in „KREDIT“ und „RECHT“, die letztes Jahr bei MaerzMusik gezeigt wurden, experimentieren die beiden auch hier mit verschiedenen Formen dokumentarischen Erzählens in den Medien Film und Musik. Im Zentrum ihres Interesses steht dabei die Liebe nicht im romantischen Sinne einer Zweierbeziehung, sondern als gesellschaftliche Bindekraft.

LIEBE – Ökonomien des Handelns 3
Sophiensæle

Mi 16.03.2016, 20:00
Do 17.03.2016, 20:00
Fr 18.03.2016, 20:00

Im Anschluss an die Veranstaltung am 16. März
Daniel Kötter und Hannes Seidl im Gespräch mit Lydia Rilling

Daniel Kötter / Hannes Seidl Idee, Regie, Komposition, Film
Rahel Kesselring / Natalia Orendain Künstlerische Assistenz, Ausstattung Film, Bühne
Wolfram Sander Performance, Technische Leitung
Jan-Philipp Possmann Dramaturgische Beratung
Norman Thoerel Ton
Daniel Kötter / Bodil Furu Kamera
Yngve Kristiansen Produktion Honningsvag
ehrliche arbeit – freies Kulturbüro Produktionsleitung
Dank an den Blandakoret Honningsvag

 

Ensemblekollektiv Berlin – Konzert

Im Ensemblekollektiv Berlin vereinigen sich das Ensemble Adapter, das Sonar Quartett, das Ensemble Apparat und das ensemble mosaik zu einem gemeinschaftlichen Klangkörper, der auf den gewachsenen kammermusikalischen Erfahrungen der vier Formationen fußt. Diese durchaus nicht alltägliche Situation kommt hier der Musik zweier Komponisten zugute: Eduardo Moguillansky macht sich an eine „Ausmessung des Menschen“ und untersucht die akustischen Sekundäreffekte körperlicher Spielaktionen auf diversen Instrumenten und technischen Gerätschaften. Auch Timothy McCormack grundiert seine Arbeiten mit naturwissenschaftlichem Interesse: In einem neuen Werk verfolgt er die Idee, dass Klang eine Masse hat, die Luft verdrängt und als physikalisches Objekt erfahrbar ist.

Ensemblekollektiv Berlin
Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne

Do 17.03.2016, 20 Uhr

Eduardo Moguillansky
Jardin d’Acclimatation
für großes Ensemble (2011–2016) UA

Timothy McCormack
Uns – Apparatus
für Ensemble (2013)

KARST
für großes Ensemble (2016) UA

Im Anschluss
Eduardo Moguillansky, Timothy McCormack und Samuel Stoll
im Gespräch mit Lydia Rilling (in englischer Sprache)

 

alif::split in the wall – a musical exhibition space (2016) UA

„alif::split in the wall“ ist ein Konzertexperiment, das die Prinzipien der Ausstellungspraxis Bildender Kunst und der Performance auf die musikalische Form des Konzerts überträgt: Eine Rauminstallation der japanischen Künstlerin Chiharu Shiota lässt einen pulsierenden Organismus entstehen, in dem sich Musiker*innen wie Publikum frei bewegen können. Die Komponisten Stefan Goldmann und Samir Odeh-Tamimi entfalten einen vierstündigen akustischen Erlebnisraum, der geprägt ist vom Spannungsfeld zwischen verschiedenen Aggregatzuständen der Wahrnehmung, zwischen Kontinuum und Eklat, zwischen Techno, arabischer Musikpraxis und westlicher Avantgarde, zwischen nach innen und nach außen gerichteter Aufmerksamkeit.

alif::split in the wall – a musical exhibition space (2016) UA
Radialsystem V

Fr 18.03.2016, 19 Uhr- 24 Uhr
Sa 19.03.2016, 19 Uhr – 24 Uhr

Chiharu Shiota Installation
Stefan Goldmann, Samir Odeh-Tamimi Komposition

Salome Kammer Stimme
Stefan Goldmann Live-Elektronik
Jeremias Schwarzer Blockflöten, Dirigent
Zafraan Ensemble