deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

Ensemble LINKS – anthropoSCENE

01.02.18 | Festival ECLAT

Sommer 2018 | Comédie de Reims

Bei dem deutsch-französischen experimentellen Musiktheater „anthropoSCENE steht die Entwicklung eines in der darstellenden Kunst bisher einmaligen Hybridformats im Zentrum, das künstlerische und wissenschaftliche Experimente miteinander verbindet. Erstes Ziel ist die Schaffung eines neuartigen Zugangs zu nicht-trivialer, wissenschatlicher Forschung jenseits rein didaktischer Wissensvermittlung mit den Mitteln der darstellender Kunst. Als Kollaboration von Beteiligten aus drei Ländern (Deutschland, Frankreich, USA), sowie als Koproduktion zwischen der Comédie de Reims, Rotterdam Presenta, dem Links Ensemble und dem Festival ECLAT in Stuttgart unternimmt das Projekt darüber hinaus den Versuch, jene Internationalität auf künstlerischer Ebene zu etablieren, die in der Wissenschaft den Diskurs um das Antrhopozän erst ermöglicht hat.

 

IMPULS Festival – Double Quatuor

TBA

Ausgehend von einer Idee des in Berlin lebenden und tätigen französischen Komponisten Raphaël Cendo kommen das französische Quatuor Tana und die Neuen Vocalsolisten Stuttgart für das Projekt „Double Quatuor“ zusammen. Raphaël Cendo, gemeinsam mit Franck Bedrossian und Yann Robin eine der herausragenden Figuren der „musique saturée“, hat in den vergangenen Jahren immer wieder eng mit dem jungen Quatuor Tana zusammengearbeitet, das sich seinerseits vor allem durch maßstabsetzende Interpretationen von Werken der „Saturiste“ einen Namen gemacht hat. Cendos Initiative, die klanglichen Möglichkeiten des Streichquartett durch die Doppelung und Spiegelung mit einem Vokalquartett zu erweitern und tiefergehend auszuloten, hat nun das Quatuor Tana mit den Neuen Vocalsolisten Stuttgart zusammengebracht, für die gemeinsam ein etwa 80-minütiges oratoriumsartiges Werk nach einem Text von Rodrigo García entsteht, das vom Festival Musica Strasbourg und dem IMPULS-Festival Sachsen-Anhalt in Auftrag gegeben wird.

Jazzdor – Quatuor IXI & Quartet Melanoia

02.06.2017 | Jazzdor Berlin

17.-18.11.2017 | Jazzdor Strasbourg

Im Rahmen der zwei Festivals Jazzdor Strasbourg-Berlin und Jazzdor Strasbourg soll ein deutsch-französisches Musikprojekt entstehen. Es werden zwei Auftragswerke an Régis Huby und Dejan Terzic vergeben, die das erfolgreiche Oktett betstehend aus dem Quatuor IXI (Frankreich) und dem Quartett Melanoïa (Deutschland) leiten. Über die Konzerte hinaus sollen Treffen mit dem Publikum und Workshops in Zusammenarbeit mit dem Conservatoire de Strasbourg und dem Jazz-Institut Berlin stattfinden.

Ensemble KNM Berlin – Die Welt nach Tiepolo

04.02., 29.04., 24.06.2017 | Radialsystem V, Berlin

2016 hat der französische Komponist und Philosoph Hugues Dufourt seinen Zyklus „Appolon et les continents“, bestehend aus „L’Asie d‘après Tiepolo“, „L’Afrique d‘après Tiepolo“, „L’Europe d’après Tiepolo“ und „L’Amerique d‘après Tiepolo“ nach 10-jähriger Arbeit beendet. Das Werk bezieht sich auf das von G. B. Tiepolo für die Würzburgische Residenz geschaffene Deckenfresko, auf dem die vier damals bekannten Kontinente allegorisch dargestellt sind. Das KNM stellt diesen Zyklus in den Mittelpunkt einer Konzertreihe im Radialsystem V Berlin, in dem je ein Teil in einem der vier Konzerte aufgeführt wird. Das Eröffnungskonzert der Reihe „Amerika“ findet am 4. Februar 2017 im Rahmen des CTM Festivals statt. Das vierte Konzert „Afrika“, das gemeinsam mit Eklekto (Centre International de Percussion) Genève vorgestellt wird, präsentiert zusätzlich Georges Aperghis „Triangle Carré“. Die Aufführung dieses Werks wird von dem jungen englischen Dirigenten Jonathan Berman geleitet.

Ulysses – Opus XXI

11.08.2017 | Bregenzer Festspiele

Die Sommerakademie Opus XXI bietet in jedem Jahr einer Gruppe von 30 Absolventen deutscher und französischer Musikhochschulen die Möglichkeit, mit einem renommierten Composer in Residence und einem erfahrenen Ensemble für zeitgenössische Musik zu arbeiten. Ziel der Akademie ist die Förderung und Verbreitung von zeitgenössischer Musik durch umfassende Vermittlung auf höchstem Niveau sowie durch die Vergabe von Kompositionsaufträgen an junge KomponistenInnen. Die Einbeziehung im Netzwerk ULYSSES ermöglicht den gegenseitigen Austausch mit weiteren europäischen Akademien wie der IEMA (Internationale Ensemble Modern Academy). Vorträge zu philosophischen, literarischen, und künstlerischen Themen sowie Fragen zum Urheberrecht und Musikverlagswesen ergänzen die täglichen Proben und Workshops. Die Ergebnisse der Einstudierung zweier Auftragswerke, ausgewählte Stücke des Composer in residence und weiteren Stücke der jungen KomponistInnen werden in einem Abschlusskonzert auf den Bregenzer Festspielen präsentiert.

Quatuor Tana – Triangle de Weimar

01.2018 – 08.2018 | Fondation Genshagen

09.18 | Kontraklang, Heimathafen Berlin

TBC

Für das Projekt „Triangle de Weimar“ bringt das Quatuor Tana junge Akteure der zeitgenössischen Musik aus Frankreich, Deutschland und Polen zusammen, um die trilateralen Verbindungen auf musikalischer Ebene neu zu beleben und damit auch für das heutige Europa ein starkes Zeichen zu setzen. Zusammen mit der polnischen Pianistin Julia Samojlo und der deutschen Sopranistin Caroline Melzer vergibt das französische Quatuor Tana drei Kompositionsaufträge an Aurélien Dumont (FR), Birke Bertelsmeier (DE) und Mikolaj Laskowski (PL). In zwei Arbeitsphasen wird das aus unterschiedlichen Besetzungen bestehende Programm in der Stiftung Genshagen im Rahmen von Künstlerresidenzen gemeinsam erarbeitet. Anschließend sind in Kooperation mit dem Institut Adam Mickiewicz und dem Institut Français Polen eine Reihe von Konzerten und Festivalauftritten in Frankreich, Deutschland und Polen geplant, um das neue Programm der Öffentlichkeit vorzustellen.

Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris – Paris – Berlin

25.01.2018 | Studio Saal, Hochschule für Musik Hanns Eisler, Berlin

29.01.18 | Espace Maurine Fleuret, CNSMDP, Paris

Das Ensemble Paris-Berlin (aus Studenten des CNSMDP und der Hochschule für Musik de Berlin bestehend) interpretiert im Januar 2018 drei französische und deutsche Werke. In Berlin wird der Komponist, Dirigent und Leiter des Conservatoire de Paris Bruno Mantovani die Leitung übernehmen und vice versa wird der Dirigent und Gastprofessor an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin Manuel Nawri das Konzert in Paris dirigieren. Das Ensemble interpretiert auf französischer Seite  Werke von Varèse, Grisey, Boulez, Mantovani und ein neues Werk eines Kompositionsstudenten des CNSMDP. Für den deutschen Teil werden Werke von Schwer und Schöllhorn zu hören sein sowie eine Komposition für Geige und Ensemble der Komponistin und Dozentin der Hanns Eisler Eun-Hwa Cho. An die Konzerte schließt sich ein Atelier/Gesprächskonzert an, das von Bruno Mantovani und Hans-Peter Kyburz moderiert wird.

Donaueschinger Musiktage – Wednesday Morning 3AM

20., 22.10.2017 | Donaueschinger Musiktage

Herbst 2017 | IRCAM Paris

09.2017 | Festival Musica, Strasbourg

Das Projekt „Wednesday Morning 3am“ ist ein Zusammenarbeit zwischen dem Komponist Alexander Schubert, dem IRCAM und L’Ensemble Intercontemporain. Der Komponist Alexander Schubert beschäftigt sich genreübergreifend mit den Schnittstellen zwischen akustischer und elektronischer Musik. Für sein Stück „Wednesday Morning 3am“ hat Schubert einen einzigartigen Bühnenaufbau mit drei sichtbaren und drei unsichtbaren Musikern geplant, die in einer akustischen und optischen Spiegelsituation Wahrnehmnung und Erwartung der Hörer vielfach unterwandern. In dem Projekt fokussiert sich das IRCAM auf klassische Studioarbeit, während Schubert eine Arbeitsweise verinnerlicht, die sich eher an Popstudioproduktionen und Do It Yourself orientiert.

Jens Schroth

Wir trauern um Jens Schroth, der am 31. August in Berlin im Alter von 43 Jahren verstarb.

Seit 2006 war Jens Schroth an der Berliner Staatsoper tätig, seit Herbst 2010, mit Beginn der ersten Spielzeit im Schiller Theater, als Leiter der Dramaturgie. Sein besonderes Interesse und Engagement galt der zeitgenössischen Musik und einem gegenwartsnahen Musiktheater.

Seit 2015 war Jens Schroth Miglied der Jury von Impuls neue Musik.

Impuls neue Musik gedenkt Jens Schroth und fühlt mit seinen Angehörigen und Freunden.

Ausschreibung 2016

Am 19. August 2016 endet die diesjährige Antragsfrist für Projektanträge bei Impuls neue Musik.

Förderungswürdig sind Musikprojekte der zeitgenössischen Musik, die den Austausch von Musikern, Komponisten, Programmen und Ästhetiken beider Länder ins Zentrum des Projekts stellen. Die genauen Förderrichtlinien und das aktuelle Antragsformular finden Sie hier.

In Zukunft möchten wir den Fonds Impuls neue Musik und den englisch-französischen Fonds für zeitgenössische Musik Diaphonique (diaphonique.org) mit gemeinsamen Projekten, die den Kriterien beider Fonds entsprechen, einander annähern. Nicht weniger interessant scheint uns der musikalische Ausbau des ‚Weimarer Dreiecks‘ mit deutsch-französisch-polnischen Projekten und freuen uns daher in diesem Jahr über länderübergreifende Projekte.

Wenn Ihr Projekt unseren Kriterien entspricht, schicken Sie Ihren Antrag bitte bis spätestens 19. August per Post an:

Impuls neue Musik
Lisa Benjes
Kurfürstendamm 211
D – 10719 Berlin

Es gilt der Poststempel.

Gleichzeitig muss der Online-Antrag fristgerecht versandt werden an berlin2@french-music.org.

Für Rückfragen stehen wir jederzeit gern zur Verfügung und freuen uns auf zahlreiche spannende Projekte!

 

PFD der Projektausschreibung zum Runterladen:
APPEL_À_PROJETS_DE-FR_2016