deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

Impuls in den Medien

Anlässlich der Weiterführung der musikalischen Gesprächsreihe « Hören wir mit anderen Ohren » beschäftigt sich die Presse mit Impuls neue Musik. In der aktuellen Ausgabe von Berlin Poche findet sich ein Interview mit Sophie Aumüller, online kann man es hier lesen:

Zum Artikel auf „Berlin poche

Am 21. Mai erscheint in Rondo ein Artikel von Margarete Zander zu den deutsch-französischen Salons im Institut Français Berlin.

Wir wünschen gute Lektüren!

AUSSCHREIBUNG 2015

Am 28. August 2015 endet die diesjährige Antragsfrist für Projektanträge von Impuls neue Musik. Förderwürdig sind Musikprojekte aus dem Bereich der zeitgenössischen Musik, die den Austausch von Musikern, Komponisten, Programmen, Ästhetiken beider Länder ins Zentrum des Projekts stellen. Die genauen Förderrichtlinien und das aktuelle Antragsformular finden Sie hier. Wenn Ihr Projekt unseren Kriterien entspricht, schicken Sie Ihren Antrag bitte bis spätestens 28. August per Post an:

Impuls neue Musik

Sophie Aumüller

Kurfürstendamm 211

D-10719 Berlin

Es gilt der Poststempel.

Gleichzeitig muss der Online-Antrag fristgerecht versandt werden an berlin2@french-music.org

VI. Teil der Gesprächsreihe “Hören wir mit anderen Ohren? Eine Entdeckungsreise in die deutsch-französische Musik”

Nach den erfolgreichen fünf Salongesprächen im Jahr 2014 führen Impuls neue Musik und das Institut Français Berlin ihre Reihe zur deutsch-französischen Freundschaft in der Musik fort.

Herzlich laden wir zum 6. Salongespräch am 19. Mai um 19 Uhr ein. Unter dem Titel „Uraufführungen um jeden Preis? Macht und Ohnmacht der Musikfestivals“ sprechen der Komponist und ehemalige Leiter der Ruhrtriennale Heiner Goebbels und der Musikwissenschaftler Eric Denut mit Uli Aumüller über die gegenwärtige Lage und Bedeutung der Festivals neuer Musik in Deutschland und in Frankreich. Welche Rolle spielen sie im internationalen Musikbetrieb, wer finanziert sie, welches Publikum sprechen sie an? Manche dieser Festivals haben sich zu wahren Publikumsmagneten gemausert – andere erreichen nur exquisite Fachkreise. Im Bereich der neuen Musik spricht man von einem Festivalkarussell, für das ein neues Werk nach dem anderen produziert wird – und das nach der Uraufführung meistens wieder in Vergessenheit gerät.

Wo aber werden die Werke neuer Musik wieder aufgeführt – gibt es neben dem Hochgebirge der Festivals auch so etwas wie eine Ebene, das Abonnementkonzert, Konzertreihen für Liebhaber? Bei den meisten Festivals spielen multimediale Inszenierungen zunehmend eine Rolle, für eine parallele Übertragung im Rundfunk sind sie jedoch oftmals nicht geeignet. Da aber viele der bedeutenden Festivals durch Rundfunksender finanziert werden, stellt sich natürlich die Frage: müssten die Werke dann nicht auch „medientauglich“ sein? Auch die Wiederholung der Inszenierungen wird immer schwieriger, da sich nur Festivals aufwändige Aufführungen leisten können. Und schließlich: müssen Festivals in den Medien überhaupt präsent sein?

Konzept: Uli & Sophie Aumüller
Eintritt: 6 € / erm. 4 €

Abendkasse und Bar:
ab 18.30 Uhr

Dauer: jeweils ca. 90 Minuten

Information und Kartenreservierung:
Tel. 030 – 885 902 45 oder
reservations@impulsneuemusik.com

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, Konsekutivübersetzung ins Französische.

Eine Reihe von Impuls neue Musik in Kooperation mit Institut Français und Ensemble KNM Berlin. Mit Dank an die Medienpartner RBB Kulturradio, taz, berlinPoche und visitBerlin. Mit freundlicher Unterstützung von Sofitel.

Photo: 19.5. KNM©Kai Bienert

Wittener Tage für neue Kammermusik

Das Kulturradio WDR 3 lädt gemeinsam mit der Stadt Witten vom 24. bis 26. April 2015 zur 47. Ausgabe der Wittener Tage für neue Kammermusik ein. Mehr als 20 Erstaufführungen von Komponistinnen und Komponisten aus insgesamt 16 Nationen stehen auf dem Programm. Auch drei französische Uraufführungen aus Frankreich sind mit dabei.

Martin Matalons Werk Traces XI, für elektronische musik und Posaune wird am 24. April im Festsaal Witten uraufgeführt, interpretiert von Uwe Dierksen.

Das lang ersehnte Werk In vivo für Violine solo von Pascal Dusapin wird von der renommierten Geigerin Carolin Widmann am 24. April in der Johanneskirche präsentiert.

Schließlich erlebt Ondrej Adameks Steinar für sechs Stimmen mit Instrumenten am 25. April in der Blote Vogel Schule seine Uraufführung.

Pascal Dusapin © Patricia Dietzi, ed. Durand

Stimme, Streichquartett und Kreation

Kurz nach dem Konzert des Quatuor Voce am 23. März diesen Jahr findet das von Impuls geförderte Projekt „Stimme, Streichquartett und Kreation“ am 12. und 13. April im Théâtre des Bouffes du Nord in Paris seine Fortführung. An beiden Konzertabenden stehen die Streichquartette des Komponisten und Klarinettisten Jörg Widmann auf dem Programm, sowie Werke von Komponisten, die sein musikalisches Schaffen stark beeinflusst haben: Robert Schumann und Wolfgang Rihm.

Die Konzerte gehören zum vierteiligen deutsch-französischen Zyklus zum Thema ist Streichquartett und Stimme, den ProQuartet veranstaltet.

Drei Quartette und fünf Solisten (französisch und deutsch) beteiligen sich an diesem Zyklus: Aus Deutschland das Minguet Quartett, aus Frankreich das Quatuor Danel und das Quatuor Voce.

Am 12. April präsentiert das Minguet Quartett zunächst Robert Schumanns Klavierquintett, mit Dana Ciocarlie als Solistin. In der zweiten Konzerthälfte alternieren die vier Streichquartette Widmanns mit Auszügen aus seinem Zyklus «Humoresken » – einer Reminiszenz an Schumann.

Im Konzert des 13. Aprils erklingt nach Widmanns « Air » für Horn solo zunächst ein Sextett für Horn, Klarinette und Streicher von Wolfgang Rihm in französischer Uraufführung, interpretiert vom Quatuor Danel, mit Bruno Schneider, Horn, und Jörg Widmann, Klarinette. Dieser ist auch der Solist in Mozarts Klarinettenquintett KV 581. Zum Abschluss bringt die junge Sopranistin Nora Lentner zusammen mit dem Quatuor Danel Jörg Widmanns – ursprünglich Juliane Banse gewidmete und von ihr uraufgeführte – Streichquartett n°5 zur Aufführung.

In Deutschland präsentieren am 15. Oktober Christiane Oelze und  das Quatuor Voce in Schloss Elmau Philippe Fénelons Streichquartett mit Sopran in deutscher Uraufführung. Alban Bergs Lieder Opus 2 und Mozarts Streichquartett KV 499 vervollständigen dort das Programm.

 

Impuls trauert um den Musikkritiker Gerhard Rohde

Am 25. Februar verstarb der Musikkritiker und Herausgeber der nmz Gerhard Rohde im Alter von 83 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Als hochrespektierter Senior der deutschen Musikkritik war er bis zuletzt zwischen den europäischen Musikzentren unterwegs gewesen.

Gerhard Rohde wurde am 9. September 1931 in Kiel geboren, schrieb ab 1963 für die „Neue Zürcher Zeitung“, wurde 1964 Musikredakteur bei der „Hannoverschen Rundschau“, kam 1967 als Musikredakteur zur „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, deren Feuilleton-Redaktion er seit 1973 als ständiger freier Mitarbeiter angehörte. Seit 1968 arbeitete er für die „neue musikzeitung“, deren Chefredakteur er bis 2007 war und deren Mitherausgeber er dann wurde.

Rohde, ein Spezialist für klare Worte und anschauliche Formulierungen, hat aus seinen kulturpolitischen Überzeugungen nie ein Geheimnis gemacht, was sich zuletzt vor allem in Stellungnahmen zur bevorstehenden Liquidierung des SWR-Orchesters Freiburg/Baden-Baden ausdrückte. Erst vor wenigen Tagen hatte Gerhard Rohde den „Happy New Ears“-Preis für Publizistik der Hans und Gertrud Zender-Stiftung in der Akademie der Schönen Künste in München erhalten.

Eleonore Büning schrieb in der FAZ, „Gerhard Rohde zu verlieren, das ist für die Musikredaktion dieser Zeitung, als würde man ihr das Fundament wegnehmen.“

V. Teil der Gesprächsreihe „Hören wir mit anderen Ohren? Eine Entdeckungsreise in die deutsch-französische Musik“

Am 21. Januar um 19 Uhr findet die fünfte Veranstaltung unserer Gesprächsreihe „Hören wir mit anderen Ohren? Eine Entdeckungsreise in die deutsch-französische Musik“ mit einem Auftritt des Ensemble KNM Berlin statt.

Das Thema des fünften „Salons“ ist: „2013 – 2050: Neue Debatten, alte Klischees“

Dieses Gespräch ist der gegenwärtigen Situation in der zeitgenössischen Musik gewidmet. Wie arbeitet die junge Komponistengeneration in Deutschland, wie in Frankreich, welche Tendenzen und Strömungen gibt es, auf welche Tradition bezieht man sich oder wovon will man sich abgrenzen?

In Deutschland werden Töne laut, dass sich alles ändern müsse und sich so und so schon alles geändert hat, durch das Internet, durch veränderte Hörgewohnheiten. Die neue Musik, wie es sie einmal gab, habe abgewirtschaftet. Diskutiert werden Begriffe wie „Gehaltsästhetische Wende“, „Diesseitigkeit“, „Neuer Konzeptualis­mus“… – die Generation jüngerer Komponisten will eine neue Epoche einläuten, die Epoche nach der neuen Musik. Und in Frankreich bereitet man sich auf den Tod des alten Königs vor und es beginnt das Tauziehen, wer der neue wird, nach Boulez. Natürlich soll erst einmal alles über den Haufen geworfen werden, wofür bisher der Name Boulez steht, ein Anti-Boulezimus. Es soll also wieder tonal komponiert werden, mit sangbaren Melodien und für (und nicht gegen) das Publikum.

Doch warum haben es die jungen Komponisten im jeweils anderen Land besonders schwer, aufgeführt, geschweige akzeptiert zu werden? Inwieweit ähneln sich die gegenwärtigen Diskussionen – worin unterscheiden sie sich? Wir führen dieses Gespräch mit zwei Komponisten und Kompositionslehrern aus beiden Ländern – und dem ausgewiesenen Spezialisten der Musikgeschichte und der Geschichte des Hörens in beiden Ländern Martin Kaltenecker.

Moderation: Uli Aumüller

Gesprächspartner: Manos Tsangaris, Hochschule für Musik Dresden/Münchener Biennale, Jean-Luc Hervé, Komponist, Martin Kaltenecker, Université Paris VII

Horia DumitracheTheo Nabicht und Kirsten Maria Pientka vom Ensemble KNM Berlin spielen von Bruno Mantovani „Metal“ für Klarinette und Bassklarinette, von Raphael Cendo „Decombré“ für Kontrabassklarinette und Elektronik und von Martin Schüttler „schöner leben 5 (Nix verstehen ist besser als gar nichts.“ – M.K.) für präparierte Viola mit Verstärkungen und Zuspielungen.

Klangregie: Andre Bartetzki

IV. Teil der Gesprächsreihe “Hören wir mit anderen Ohren? ” im Institut français

Am 4. Dezember um 19 Uhr findet die nächste Veranstaltung unserer Reihe „Hören wir mit anderen Ohren? Eine Entdeckungsreise in die deutsch-französische Musik“ statt.

Der 4. Teil widmet sich dem Thema: Musique concrète auf Deutsch.

Bereits 1943 begann der Komponist und Ingenieur Pierre Schaeffer mit ersten Experimenten, auf der Basis von Originaltonaufnahmen Musik zu gestalten. Die von ihm so genannte musique concrète bildete mehrere Schulen aus, die auf das französische Musikleben einen großen Einfluss ausübten. Noch heute kommt in Frankreich ein Komponist von Rang und Namen ohne ein Jahr der Forschung oder Ausbildung im GRM oder IRCAM in seiner Vita nicht aus. In Deutschland hingegen hat diese Musik längst nicht in vergleichbarem Umfang eine Förderung erfahren – abgesehen von ihrer Resonanz in der Clubkultur. Helmut Lachenmann wurde berühmt, als er die Denkweisen der musique concrète auf Spiel- und Kompositionstechniken für traditionelle Musikinstrumente übertrug – der von ihm sogenannten musique concrète instrumentale. Aber beruht sein Bezug auf die musique concrète nicht möglicher Weise auf einem Missverständnis? Ein produktives Missverständnis vielleicht, das viele Nachahmer und Schüler gefunden hat. Prof. Martin Zenck hat sich ausführlich mit der Musik von Helmut Lachenmann und seinem Einfluss auf die Neue Musik beschäftigt. Und in dem in Berlin lebenden Komponisten Mark Andre werden aktuell beide Entwicklungen, die deutsche und die französische, vereinigt: Elektroakustik und musique concrète instrumentale.

Moderation: Uli Aumüller

Gesprächspartner: Prof. Dr. Martin Zenck, Institut für Musikforschung, Universität Würzburg (Schwerpunkt Neue Musik, Ästhetik und Medien), Mark Andre, Hochschule für Musik Dresden.

Konzept: Uli & Sophie Aumüller.

Moderation: Uli Aumüller.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, Konsekutivübersetzung ins Französische.

Institut Français Berlin,
Kurfürstendamm 211 ,
10719 Berlin

Faithful! II – Treue & Verrat der musikalischen Interpretation

Das Festival Faithful! II, dass sich mit dem Thema „Treue und Verrat der musikalischen Interpretation“ auseinandersetzt, findet vom 13. bis 23. November statt. Der deutsch-französische Teil wird von Impuls neue Musik unterstützt.

Aus Frankreich sind eingeladen: das Ensemble Multilatérale, Quartett Tana sowie die Cellistin Séverine Ballon, die Ihr Projekt „Mobile performance im Kunstraum: Musik und die bildende Künste“ präsentiert. Sie wird Werke von Franck Bedrossian und Thierry Blondeau zur Aufführung bringen.

 

Das gesamte Festivalprogramm finden Sie hier.

8. Jurysitzung: Die Entscheidung der Jury

Am 21. Oktober 2014 fand die 8. Jurysitzung des Deutsch-französischen Fonds für zeitgenössische Musik / Impuls neue Musik in Anwesenheit des Kulturbeauftragten der französischen Botschaft Emmanuel Suard und des Direktor des Bureau Export Fabrice Rebois in der Maison de France statt.

Seit mehr als fünf Jahren begleitet und finanziert Impuls neue Musik anteilig Projekte, die die Schaffung neuer Werke und die Verbreitung zeitgenössischer Musik in Frankreich und Deutschland zum Ziel haben. Im Kern Deutsch-Französisch basieren die Projekte auf dem Austausch zwischen Musikern, Werken und Ästhetiken der beiden Länder. Seit diesem Jahr arbeitet Impuls mit der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S zusammen und plant eine Deutsch-Französische Musikerresidenz auf Gut Siggen.

Dieses Jahr wurden 12 Projekte aus 26 Projektanträgen von der Jury ausgewählt.

Am 21. Oktober vergab die Jury eine Gesamtfördersumme von 99.965 € für folgende Projekte:

  • Caravaggio / Decoder, Sphota, coopérative d’invention musicale (Hambourg / Paris 2015)
  • Rencontre Court-circuit / Cottbus Orchester. Ensemble court-circuit (Résidence     Gut Siggen) (Gut Siggen / Berlin / Paris)
  • Opus XXI, Hochschule für Musik und Theater Hamburg / Association Opus XXI (Salem 2015)
  • Stérésoscope des solitaires, KNM Berlin (Reims 2015)
  • Concert Bernd Alois Zimmermann: Requiem pour un jeune poète, IRCAM (Paris 2015)
  • Portrait Gérard Pesson, Kulturforum Witten (Witten 2016)
  • Bad, Zafraan Ensemble e.V, (Berlin / Salzburg 2015)
  • Hommage à Georges Aperghis, KBB / Berliner Festspiele / Maerzmusik,           (Berlin 2015)
  • Voix, Quatuor et Création, ProQuartet-CEMC, (Paris / Elmau 2015)
  • Concert et colloque Musica/GREAM, Musica / Université de Strasbourg / Labex GREAM, (Strasbourg 2015)
  • Camera Obscura / Lucida, DEDALUS, (Paris / Berlin 2015)
  • L’Instant Donné et les Neue Vocalsolisten, L’Instant Donné, (Stuttgart 2015)