deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

Internationale Sommerakademie Opus XXI auf Schloss Spetzgart

Wir freuen uns, Ihnen die internationale Sommerakademie Opus XXI vom 17. – 27. August 2015 auf Schloss Spetzgart ankündigen zu dürfen. Am Ende der Sommerakademie werden die Ergebnisse in einem Abschlusskonzert am 26.08.2015 in der Schule Schloss Salem präsentiert.

Gegründet im Jahr 2001 und seit 2009 von Impuls neue Musik unterstützt, bietet Opus XXI jedes Jahr einer Gruppe von 20 postgraduierten Studenten die Möglichkeit, mit einem renommierten Composer in Residence und einem erfahrenen Ensemble für zeitgenössische Musik neue musikalische Erfahrungen zu sammeln. Ziel der Akademie ist die Förderung und Verbreitung von zeitgenössischer Musik durch umfassende Vermittlung auf höchstem Niveau sowie durch die Vergabe von Kompositionsaufträgen an junge Komponist/innen.

Als Ensemble in residence ist dieses Jahr das Kammerensemble Neue Musik eingeladen, Composer in residence ist der Komponist Bernard Cavanna  und als Dirigentin ist Claire Levacher wieder dabei.

Mehr Informationen finden Sie hier.

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Internationale Sommerakademie Opus XXI
17. – 27.08.2015

Abschlusskonzert
26.08.2015 | Schule Schloss Salem, Aula Härlen

Composer in Residence
Bernard Cavanna, F,
„Concerto pour violon et orchestre“, 1999

Ensemble in Residence
Ensemble KNM

Dirigentin
Claire Levacher, F

Auftragswerke
„Solitude“ von Denis Fargeton, F

„Vier heitere Gesänge“ von Benjamin Helmer, D

Dozenten
Prof. Dr. Reinhard D. Flender, D (Komponist, Musikwissenschaftler)

Henry Fourès, F (Künstlerischer Direktor, Komponist)

Prof. Elisabeth Gutjahr, D (Rythmikerin)

Donatienne Michel-Dansac, F (Sängerin)

Andreas Roth, D (brass coach)

Prof. Fredrik Schwenk, D (Künstlerischer Direktor, Komponist, Musiktheoretiker)

© Isabelle Replumaz

Neues Jurymitglied bei Impuls neue Musik

Wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass Jens Schroth die Einladung in die Jury von Impuls neue Musik angenommen hat.

Er ist somit ab sofort Mitglied der Jury von Impuls neue Musik und nimmt den Platz von Martina Seeber ein.Jens Schroth ist seit 2006 Dramaturg an der Staatsoper in Berlin und wird mit Sicherheit eine große Bereicherung für Impuls neue Musik.

© Eike Walkenhorst

Ensemble Adapter – HiTech, LoFi

Am 7. Juli 2015 präsentiert das Ensemble Adapter mit seinem Projekt „HiTech, LoFi“ vier Werke für kleines Ensemble mit Elektronik im Goethe Institut Paris.

In Konzerten in Zürich, Paris und Berlin stellt das Berliner Ensemble Adapter Kompositionen aufstrebender Komponisten vor, die innovative Beiträge zur aktuellen Kammermusik mit Elektronik leisten: Sascha Janko Dragićević, Aurélien Dumont, Gary Berger und Simon Löffler.
Der künstlerische Ansatz ist die unmittelbare Integration elektronischer Elemente in ein instrumentales, kammermusikalisches Umfeld. Die Elektronik soll nicht als externe Schicht von außen sondern vielmehr als unmittelbarer Bestandteil des Ensembles von innen behandelt werden. Die Produktion des Ensemble Adapter ist u. a. gefördert durch Impuls neue Musik und die Fondation Salabert.

Am 3. Oktober gibt es auch für die Berliner die Möglichkeit das Projekt in der Akademie der Künste zu entdecken. Wir geben rechtzeitig vor dem Konzert noch mal Bescheid.

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20 Uhr

Goethe-Institut Paris
17 avenue d’Iéna,
75116 Paris
Tel + 33 1 44 43 92 30

Programm:

– Sascha Janko Dragićević
SAN (2015)
– Aurélien Dumont
7 Vallées (2015)
– Gary Berger
Signal To Noise (2015)
– Simon Löffler
b (2012)

@ 2012 Ensemble Adapter

Bericht des Deutschlandfunks über Vinko Globokar

Für alle, die mehr über einen überraschenden Fund im Keller des slowenischen Radios erfahren wollen:

Ein Bericht von Gisela Nauck über die Konzerte zu Vinko Globokars 80stem in der Berliner Villa Elisabeth.
Zum Nachhören im Musikjournal vom 23. Juni in der Mediathek des Deutschlandfunks.

Hier klicken

 

 

Konzert des Ensembles unitedberlin zum 80. Geburtstag von Vinko Globokar

Herzlich laden wir Sie ein, gemeinsam mit dem ensemble unitedberlin am 21. Juni den 80. Geburtstag von Vinko Globokar in der Villa Elisabeth zu feiern.

Für die Ehrung wird eine möglichst große Bandbreite des französischen Komponisten mit slowenischen Wurzeln präsentiert: von der weitgehend unbekannten und unerforschten Tätigkeit des jungen Jazzkomponisten und -posaunisten in der Bigband des Slowenischen Rundfunks Ende der 50er Jahre, über den improvisierenden Performer im Ensemble „New Phonic Art“ bis zum Komponisten und Interpreten, wie wir ihn heute kennen und schätzen.

Globokars Leben ist geprägt von vielen Stationen, darunter nimmt Berlin (neben Paris) mit Sicherheit eine besondere Position ein: 1964 kam er als Student Luciano Berios in unsere Stadt, in die er Anfang der 90er zurückkehrte, um nochmals etwa zehn Jahre hier zu verbringen.

Bei dem Mini-Festival zu Globokars Ehren wird das ensemble unitedberlin von PHØNIX16, Slowind und der Bigband Polytonique unterstützt. Auf dem Programm stehen zahlreiche Deutsche Erstaufführungen, wobei Globokar unter anderen selbst die musikalische Leitung übernimmt.

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Programm:

Airs de voyages vers l’intérieur (1972) / Atemstudie (1972) / Avgustin, dober je vin (2002) / Discours VIII (1989) / Dvojnost (1963) DEA / Jenseits der Sicherheit (1981) / Kaleidoskop im Nebel (2013) DEA / La Prison (2002) / Monotonique (1964) DEA / Osebno (1963) DEA / Polytonique (1964) DEA / Vendre le vent (1973) DEA

Ensembles:

ensemble unitedberlin;
Vinko Globokar und Catherine Larsen-Maguire, Leitung

Solistenensemble PHØNIX16;
Timo Kreuser
, Einstudierung

Slowind

Bigband Polytonique; Simon Harrer, Leitung

Konzeption und Realisation: Andreas Bräutigam

Mini-Festival in drei Teilen
21. Juni 2015
16.30 / 18.30 / 20.30 Uhr
Villa Elisabeth
Invalidenstr. 3
10115 Berlin

© Mathias Bothor

„Focus“ zeitgenössische Musik

Vom 10. bis 14. Juni organisiert das Institut Français Paris den ersten Focus“ für zeitgenössische Musik, der im Rahmen des Festivals ManiFeste“ am Ircam stattfindet. Zum diesem Anlass werden 50 internationale Musikfachleute in die französische Hauptstadt eingeladen.

Das Zusammentreffen ist vom Institut Français und seinen Partnern, unter anderem dem Bureau Export, initiiert, um französische Komponisten und Interpreten der internationalen Fachwelt zu präsentieren. Ziel ist es französische und internationale Fachleute für gemeinsame Projekte zusammenzuführen.

Der „Focus“ erlaubt es den Gästen, einerseits an zahlreichen Uraufführungen im Rahmen des Festivals „ManiFeste“ teilzunehmen und andererseits Orte der zeitgenössischen Musikwelt Paris‘ zu besuchen, unter anderem die neue Philharmonie de Paris.

Eröffnet wird der „Focus“ am 10. Juni um 20.30 Uhr im Centre Pompidou mit dem Ensemble Ars Nova und Georgia Spiropoulos. Das Konzertprogramm enthält unter anderem Werke von Laurent Cuniot, Michaël Levinas, die von Ensembles wie TM+, Ars Nova, le Balcon, Orchestre national de Jazz und dem Orchestre ONCEIM interpretiert werden.

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Membranes
Georgia Spiropoulos
10. Juni, 20.30 Uhr
Centre Pompidou

Jarrell, Lachenmann, Boulez
Ensemble Intercontemporain / Matthias Pintscher
11. Juni, 20.30 Uhr
Philharmonie de Paris

La Métamorphose
Uraufführung der neuen Fassung
Oper von Michaël Levinas nach Franz Kafka
12. Juni, 20 Uhr;
Athénée Théâtre Louis-Jouvet

Cuniot, Nordin, Fedele
Geneviève Strosser, Ensemble TM+ / Laurent Cuniot
13. Juni, 20.30 Uhr
Maison de la Musique de Nanterre

L’Institut Français – Paris
Kontakt und Informationen: mathilde.bezard@institutfrancais.com

Maxime Pascal © le Balcon

“Going Underground” / Bläsertrio Trigger

Herzlich laden wir Sie zur audiovisuellen Installation-Performance des Bläsertrios Trigger und des Phonographie-Fotografie-Kollektivs Ouïe/Dire am 6. Juni um 21 Uhr ins STUDIOBOERNE45 in Berlin-Weißensee ein.

Das Projekt Going Underground ist eine Gemeinschaftsarbeit des Berliner Trios Trigger mit dem französischen Kollektiv Ouïe/Dire, das aus Performances in Schauhöhlen und ihrer Umgebung besteht. Das Projekt zielt darauf ab, einen Raum für tiefergehende ästhetische Auseinandersetzungen mit dem Publikum zu schaffen, indem das Verständnis von musikalischem Raum und Örtlichkeit hinterfragt wird. Die Höhlen werden sowohl als ein Ort künstlerischer Erfahrung verwendet als auch als ästhetische Quelle.

Die Performance am 6. Juni verbindet eine musikalische Live-Improvisation mit Audio-Aufnahmen und Bildern von den Höhlen des Alb-Donau-Kreises in Baden-Württemberg.

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STUDIOBOERNE45
Börnestraße 45
13086 Berlin-Weißensee

Eintritt : 5€

Chris Heenan
Kontrabassklarinette

Matthias Müller
Posaune

Nils Ostendorf
Trompete

Marc Pichelin
Phonographie & Synthesizer

Kristof Guez
Bildprojektion

© Going Underground

Uraufführung von Pascal Dusapin

Die neue Komposition „Disputatio“ von Pascal Dusapin, geschrieben für die Sängerinnen und Sänger des RIAS Kammerchores und die Mitglieder des Münchener Kammerorchesters, trifft am 6. Juni 2015 um 20 Uhr in der Berliner Philharmonie (Kammermusiksaal) auf das „Geistliche Lied“ op. 30 von Johannes Brahms und die selten zu hörende Kammerfassung des Requiems von Maurice Duruflé aus dem Jahr 1961. Der Kompositionsauftrag von RIAS Kammerchor und Münchener Kammerorchester wird von der Ernst von Siemens Musikstiftung finanziert.

Pascal Dusapins „Disputatio“ basiert auf einem Text des frühmittelalterlichen englischen Theologen und Gelehrten Alkuin (735–804). Alkuin, mehrere Jahre lang der einflussreichste Berater Karls des Großen in Staats- und Kirchenfragen, gilt als einer der ersten Verfechter der Idee einer genuin europäischen Identität. „Die Disputatio ist eine Übung in Form eines Dialogs zwischen Meister und Schüler, die auf Prinzipien des Rätsels, des Spiels und der Fabel beruht und dazu dient, den Schüler zum  Nachdenken über seinen Gebrauch der Sprache anzuregen und ihn an die theologischen Fragen heranzuführen. Ich liebte diesen eigenartigen Text mit seinem originellen Bildungs- und Gedankenansatz sofort und habe lange überlegt, wie ich ihn würde verwenden können. Der gemeinsame Auftrag des RIAS Kammerchores und des Münchener Kammerorchesters gab mir den idealen Rahmen für die Komposition.“ Chormusik spielt in Dusapins Werk seit langem eine wichtige Rolle, sei es a cappella, in Verbindung mit einem Orchester oder in der Oper. „Für die Stimme zu schreiben erscheint mir ebenso natürlich wie zu atmen“, erklärt Dusapin. „Ehrlich gesagt mache ich beim Komponieren gar keinen Unterschied mehr zwischen Instrument und Stimme – alles ist Singen…“.
Mehr Informationen zum Konzert und Kartenreservierung hier.

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Samstag 6. Juni 2015

20 Uhr

Berliner Philharmonie (Kammermusiksaal)

RIAS Kammerchor
Münchener Kammerorchester

Alexander Liebreich Dirigent

Stella Doufexis Mezzosopran

Stephan Genz Bariton

Knaben des Staats- und Domchors Berlin

Johannes Brahms
Geistliches Lied op.30

Pascal Dusapin
Disputatio – Uraufführung eines Auftragswerks des RIAS Kammerchors und des Münchener Kammerorchesters finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung

Maurice Duruflé
Requiem op. 9 (Fassung für Kammerorchester)

Dusapin (c) Philippe Gontier

VII. Teil der Gesprächsreihe “Hören wir mit anderen Ohren? Eine Entdeckungsreise in die deutsch-französische Musik”

Die interessante und weitreichende Diskussion zum Festivalleben mit Heiner Goebbels und Eric Denut liegt erst kurz zurück, schon folgt das nächste Salongespräch in unserer Reihe „Hören wir mit anderen Ohren?“. So laden wir herzlich zum nächsten Salon am kommenden Mittwoch, den 3. Juni um 19 Uhr ins Institut Francais Berlin ein.

Unter dem Titel „Wie wird man Komponist?“ sind an diesem Abend die Ausbildungssysteme von Komponisten in Deutschland und Frankreich Thema der Diskussion.

Junge Menschen können innerhalb Europas überall frei studieren, und in den Kompositionsklassen sind Studenten aus aller Welt zu finden. Sie stehen allerdings vor der Wahl zwischen starken nationalen Unterschieden in der Lehre.

Die zwei ausgewiesenen Spezialisten  Jörg Mainka (Komponist und ehemaliger Prorektor der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin) sowie Henry Fourès (Komponist und ehemaliger Leiter des Conservatoire National Supérieur in Lyon) beleuchten in diesem Salon, was Kompositionsstudenten an einer deutschen Musikhochschule und was sie an einem Conservatoire in Frankreich lernen.

Ein guter Teil des Abends ist der Diskussion mit dem Publikum gewidmet.

Das Ensemble KNM Berlin spielt Werke von Frédéric PattarHenry Fourès, Jörg Mainka sowie Constantin F. Stimmer.

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Mittwoch, 3. Juni 19 UhrWie wird man Komponist? Hochschule oder Conservatoire? Musikausbildung diesseits und jenseits des RheinsInstitut Français Berlin
Kurfürstendamm 211
10719 BerlinEintritt: 6 € / erm. 4 €

Abendkasse und Bar:
ab 18.30 Uhr

Dauer: jeweils ca. 90 Minuten

Information und Kartenreservierung:
Tel. 030 – 885 902 45 oder
reservations@impulsneuemusik.com

Konzept: Uli & Sophie Aumüller

Ensemble KNM Berlin

Gudrun Reschke, Oboe
Frank Gutschmidt, Klavier
Alexandre Babel, Schlagwerk
Kirstin Maria Pientka, Viola
Cosima Gerhardt, Violoncello
Programm:Jörg Mainka
transformation tournante  05’   2010
Musik für Oboe, Violoncello und KlavierHenry Fourès
Lob der Ferne  12’
2012 (Excerpt)
Duo für Viola oder Violine und SchlagzeugConstantin F. Stimmer
Pastorela  5’   2010/15
für Violoncello und KlavierFrédéric Pattar
Exil     2011
für Violoncello solo

Weitere Informationen gibt es hier.

Pressekontakt:
pr: kunst kultur projekte berlin
Barbara Gstaltmayr
barbara.gstaltmayr@berlin.de

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, Konsekutivübersetzung ins Französische.

Eine Reihe von Impuls neue Musik in Kooperation mit Institut Français und Ensemble KNM Berlin. Mit Dank an die Medienpartner RBB Kulturradio, taz, berlinPoche und visitBerlin. Mit freundlicher Unterstützung von Sofitel.

OPUS XXI(c)IsabelleReplumaz

Bernd Alois Zimmermann: „Requiem für einen jungen Dichter“

Am 2. Juni wird in der neuen  Pariser Philharmonie Bernd Alois Zimmermanns Mammutwerk „Requiem für einen jungen Dichter“ aufgeführt. Impuls neue Musik unterstützt diese Großtat, an der deutsche und französische Künstler und Ensembles mitwirken.


Im „Requiem für einen jungen Dichter“ zieht Zimmermann  die Summe: die Summe der eigenen Biographie, die Summe aber auch der geistigen Situation seiner (Lebens-)Zeit, der rund fünfzig Jahre zwischen der Oktoberrevolution und dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in der Tschechoslowakei. Das in der Hauptsache zwischen 1967 und 1969 entstandene „Requiem für einen jungen Dichter“ ist die umfassende Verwirklichung des großen Oratorienprojektes, das Zimmermann seit der Mitte der fünfziger Jahre beschäftigte, und zugleich die intensivste Einlösung des vom Komponisten so genannten „pluralistischen“ Musikdenkens.Mit dem Requiem, diesem „Lingual“, wie Zimmermann sein Werk nannte, wird das diesjährige Festival Manifeste 2015 eröffnet. Davor erklingt das von Yves Kleins Monochromen inspirierte Stück „Photopsosis“.

Bernd Alois Zimmermann, Oktober 1954 (c) Schott Promotion