deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

Umlaut Festival 2018

Das Festival Umlaut fand in Paris vom 26. bis zum 28. Januar 2018 statt.


Das Kollektiv zieht für eine Woche im Theater Lavoir Moderne Parisien ein, im Herzen des Stadtteils Goutte d’Or, wo ihr musikalisches Paris Abenteuer begann.

Das in ein Musiklabor verwandelte Theater bietet den Musikern des deutschen, schwedischen und französischen Kollektivs, den geeigneten Rahmen um neue Werke zu schaffen, die später anlässlich eines dreitägigen Festivals präsentiert werden. Somit stellt dieses internationale Treffen für die Künstler eine einmalige Gelegenheit dar, zusammenzukommen, gemeinsam zu experimentieren und flüchtige, einzigartige musikalische Momente zum Leben zu erwecken, die sie später aufführen.

Der Geist des Kollektivs spiegelt sich auch in der Programmgestaltung wider, die verschiedene musikalische Genres und Formate enthält: ein zeitgenössisches Streichquartett, traditionelle polnische Sängerinnen, eine eigens kreierte Orgel, ein Mandinka-Orchester (Westafrika) sowie einige weitere Überraschungen.

Delocazione – IMPULS Festival

Wir freuen uns sehr, Ihnen am 19. November eine besondere Veranstaltung im Rahmen des IMPULS-Festivals in der Musikbrauerei Berlin anzukündigen.

Im Zentrum steht dabei um 17:30 Uhr die deutsche Erstaufführung des siebzigminütigen Werks Delocazione für Streichquartett und Vokalquartett von Raphaël Cendo, das dieser nach Texten von Claude Royet-Journoud, Georges Didi-Huberman, Rainer-Maria Rilke und Georges Bataille für das Quatuor Tana und die Neuen Vocalsolisten Stuttgart geschrieben hat. Nach der gefeierten Uraufführung beim Festival Musica in Strasbourg ist dieses Stück nun erstmals in Deutschland zu erleben.

Die beiden von Salome Kammer, Manuel Nawri und dem Zafraan Ensemble gestalteten Teile um 16 Uhr und 20 Uhr spannen mit Musik von Johannes Schöllhorn, Elena Mendoza, Samir Odeh-Tamimi, Sarah Nemtsov, Györgi Kurtág, Annette Mengel und Nicolai Worsaae einen Bogen vom Solo bis zum großen Ensembleklang. Um 19 Uhr findet zudem ein Gespräch mit Hans Rotman und den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern statt.

 

Codec Error – Donaueschinger Musiktage

Wir freuen uns, Ihnen die Uraufführung von „Codec Error“ von Alexander Schubert am 21. Oktober im Rahmen der Donaueschinger Musiktage ankündigen zu dürfen.

 

Das Festivalprogramm beinhaltet Konzerte, Performances, Workshops, Diskussionen,  Installationen sowie 20 Uraufführungen.

Das Stück „Codec Error“ ist eine Komposition mit Musik, Licht und Choreographie. Es beschäftigt sich mit dem Körper des Performers und seiner Darstellung im digitalen Zeitalter.

Das Stück ist ein Kompositionsauftrags des SWR, des IRCAM und des Festivals Musica Strasbourg.

GMEA – Festival Riverrun 2017

Wir freuen uns, Sie auf das neue Festival riverrun des GMEA / Centre National de Création Musicale d’Albi-Tarn, welches vom 5. bis zum 8. Oktober in Albi stattfinden wird, aufmerksam machen zu dürfen.

Das Programm enthält international anerkannte Künstler, die einem großen Publikum die Vielzahl und Lebhaftigkeit des zeitgenössischen musikalischen Schaffens präsentieren.

In diesem Kontext wird Instruments et bruits in Form eines monographischen Konzerts in Begleitung des Ensembles Dedalus im Grand Théâtre, Scène Nationale d’Albi am 5. Oktober 2017 uraufgeführt. Dabei werden zwei neue Stücke des Zyklus‘ WEISS / WEISSLICH sowie die Wiederaufnahme von Instruments & Sketchbook des Berliner Komponisten Peter Ablinger zu hören sein.

Des Weiteren, wird der Pianist Denis Chouillet am 7. Oktober 2017 im Théâtre des Lices u.a. das neue Stück Antonin Artaud des Zyklus VOICES & PIANO von Peter Ablinger interpretieren.

Die Welt nach Tiepolo – Afrika

Nach AMERIKA, EUROPA und ASIEN steht nun AFRIKA im Focus der vierteiligen Konzertreihe „Die Welt nach Tiepolo – Ensemble KNM Berlin & Friends“.     

   
Das Ensemble KNM Berlin lädt gemeinsam mit seinen Gästen am 30. September um 20:00 Uhr in Anwesenheit der Komponisten Georges Aperghis und Lars Petter Hagen zum vierten Teil ins RADIALSYSTEM V ein.

In den Jahren  1752 und 1753 malte Giovanni Battista Tiepolo für die Würzburgische Residenz eines der größten Kunstwerke des Abendlandes. Auf dem weltgrößten Deckenfresko stellte er die vier damals bekannten Kontinente Amerika, Europa, Asien und Afrika dar. Den französischen Komponisten und Philosophen Hugues Dufourt inspirierte Tiepolos Fries zu einem Zyklus aus vier Kompositionen, die sich je einem Kontinent widmen und im Zentrum der Konzerte stehen.

 

Pressemitteilung

Impuls neue Musik und Pro Helvetia freuen sich über ihre neue Partnerschaft.

So wird der Fonds für zeitgenössische Musik zu einem Deutsch-französisch-schweizerischen Fonds, der den Austausch zwischen zwei Sprachräumen unterstützt.

 

Die Zirkulation von Künstlern und ihrer Werke trägt wesentlich zum Aufbau unseres Europas bei. Die Kultur und der kulturelle Austausch sind maßgebliche Komponenten der Entstehung unserer gemeinsamen Geschichte und des europäischen Bewusstseins. Wir sind sehr stolz, mit der neuen Partnerschaft unseren Beitrag hierzu zu leisten.

Die Partnerschaft ist vorerst auf drei Jahre festgelegt und wird die Vergabe von mehr als 100.000 Euro jährlich an Deutsch-französisch (-sprachige) Projekte beinhalten.

Förderbeiträge können zukünftig für Projekte beantragt werden, die Kooperationen beinhalten zwischen:

  • Französischer Schweiz und Deutschland,
  • Deutschland und Frankreich,
  • Frankreich und der deutschsprachigen Schweiz,
  • Trilateralen Partnerschaften zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz.

Seit mehr als acht Jahren begleitet  und unterstützt der Deutsch-französische Fonds Impuls neue Musik  Projekte, die den Austausch zwischen Musikern, Komponisten und Veranstaltern ermöglichen. Der Fonds wurde vom Institut français d’Allemagne, der Sacem und Le Bureau Export gegründet.

Pro Helvetia unterstützt und verbreitet Schweizer Kunst und Kultur. Die Stiftung ist mit ihren Aussenstellen weltweit präsent und setzt kulturelle Impulse mit ihren Initiativen.

 

Kein Licht. (2011/2012/2017)

Am 25. August findet im Rahmen der Ruhrtriennale das Think-Spiel „Kein Licht (2011/2012/2017)“ von Philippe Manoury und Regisseur Nicolas Stemann statt.

 

Ohne dass auch nur einmal die Worte Fukushima oder Atomkraft fallen, zeigt „Kein Licht. (2011/2012/2017)“ eine Geisterwelt nach dem Super-GAU. Die Literaturnobelpreisträgerin
Elfriede Jelinek hat ihren Stücktext mehrfach weiter-geschrieben, dieser wird bei der Ruhrtriennale zum Libretto einer musikalischen Welturaufführung.

Philippe Manoury komponiert ein neues Musiktheaterwerk für SchauspielerInnen, SängerInnen und Musikensemble und erarbeitet mit Nicolas Stemann eine neue Form, in der vorkomponierte orchestrale und elektronische Partitur-Module kombiniert werden mit Live-Elektronik in Echtzeit. Musik wird versprachlicht und Sprache musikalisiert.

Unter der musikalischen Leitung von Julien Leroy, der zur neuen Generation junger französischer Dirigenten zählt, spielen Caroline Peters und Niels Bormann zusammen mit einem hochkarätigen Solisten-Cast und dem renommierten luxemburgischen Ensemble Lucilin.

Foto © Philippe Stirnweiss

Heroines of Sound – Festival 2017

Heroines of Sound präsentiert vom 7. bis 9. Juli 2017 im Radialsystem V zum vierten Mal frühe und aktuelle Heldinnen des elektronischen Sounds.

Das Festival rückt Künstlerinnen, die elektronische Klangumformung in avancierter Pop- und E-Musik weiterdenken und performativ ausdeuten, in den musikalischen Fokus. Um diese aktuellen Positionen historisch zu profilieren, kommen in jedem Jahr Werke von Pionierinnen der frühen elektronischen Musik zur Aufführung.

Das Programm umfasst Konzerte, Performances, Installationen und Diskurse.

Das Festival wird u.a. gefördert von Impuls neue Musik.

Jazzdor – Quatuor IXI + Quartett Melanoia

Im Rahmen des 11. Festivals Jazzdor Strasbourg-Berlin findet am 2. Juni 2017 um 22 Uhr das Konzert (Deutschlandpremiere) von Quatuor IXI + Melanoia im Kesselhaus in der Kulturbrauerei in Berlin statt.

Ein Treffen zwischen zwei resolut unkonventionellen Formationen: Quatuor iXi ist das vielleicht spannendste Streichquartett der Gegenwart, derart virtuos, dass es sich dem Risiko der Improvisation zügellos ausliefern kann. Mit dem deutschen Jazz-Quartett Melanoia des Schlagzeugers Dejan Terzic teilen die vier Franzosen die Neigung zu schillernden Klangbildern und eine hohe, wenngleich radikal zeitgenössische Sensibilität.

Ihre Begegnung ist nicht nur die perfekte Illustration dessen, was das Festival will, sie verspricht auch ein seltenes musikalisches Erlebnis.

Das Projekt wird von Impuls neue Musik unterstützt. In Zusammenarbeit mit Abalone Productions und Jazzdor.

Foto © Jérôme Prébois

Die Welt nach Tiepolo

Am 4. Februar 2017 um 20 Uhr eröffnet das Ensemble KNM Berlin seine neue, vierteilige Konzertreihe „Die Welt nach Tiepolo – Ensemble KNM Berlin & Friends“ im Berliner RADIALSYSTEM V.

Im Zentrum der Konzertreihe steht der epochale, viersätzige Zyklus „Apollon und die Kontinente nach Tiepolo“, den der französische Komponist und Philosoph Hugues Dufourt nach zehnjähriger Arbeit 2016 beendet hat. Der Zyklus wurde 2016 im Rahmen der Wittener Tage für Neue Kammermusik uraufgeführt und wird nun erstmals in Berlin – verteilt über vier Konzerte – zu hören sein.

Dazu setzt das KNM die in den letzten Jahren begonnenen Kooperationen mit internationalen Ensembles fort und lädt zum Eröffnungskonzert AMERIKA das führende mexikanische Ensemble LIMINAR ein. Passend zum deutsch-mexikanischen Kulturjahr stellen die Musiker den mexikanischen Pionier der mikrotonalen Musik Julián Carillo erstmals in Berlin vor.
Im zweiten Konzert EUROPA kooperiert das KNM Berlin mit dem Ensemble KomboÏ, das sich auf die Aufführung heutiger Musik mit historischen Instrumenten spezialisiert hat. Das dritte Konzert ASIEN bereichern traditionelle Instrumente aus Asien und die „geniale singing machine“ des Künstlers und Instrumentenbauers Martin Riches. Das Genfer Schlagzeugensemble Eklekto ist special guest des Abschlusskonzerts AFRIKA.