deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

Ausschreibung

Liebe Freundinnen und Freunde von Impuls neue Musik,
sehr geehrte Damen und Herren,

 

Impuls neue Musik fördert den Austausch im Bereich der zeitgenössischen Musik zwischen dem französischen und dem deutschen Sprachraum der drei Nachbarländer Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

 

Die nächste Antragsfrist endet am 22. Mai 2018.

 

Impuls neue Musik, der deutsch-französisch-schweizerische Fonds für zeitgenössische Musik, begleitet und finanziert anteilig bi- bzw. trilaterale Projekte zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz, welche:

– den aktiven Austausch zwischen dem französischen und dem deutschen Sprachraum beinhalten;
– eine enge Zusammenarbeit zwischen Musikern und/oder Komponisten aus mindestens zwei der drei Länder beinhalten;
– in Deutschland und/oder in Frankreich und/oder in der Schweiz stattfinden (die Aufführungen sollten in mindestens zwei der genannten Länder stattfinden)
– sich mit dem zeitgenössischen Repertoire aus Deutschland, Frankreich und/oder der Schweiz auseinandersetzen, d.h. neue Werke oder komponierte Werke beinhalten, welche während der letzten 30 Jahre entstanden sind.

Die genauen Förderrichtlinien entnehmen Sie unserer Website impulsneuemusik.com, wo Sie auch das Antragsformular herunterladen können und alle Informationen über unseren Fonds finden. Projektbeschreibung muss auf Deutsch und Französisch eingereicht werden. Die Jury aus Fachleuten der französischen, deutschen und schweizerische Musikwelt tagt im Juni 2018.

 

Angenommen werden können nur Projekte, die nicht früher als September 2018 stattfinden.

 

Wenn Ihr Projekt den Kriterien entspricht, schicken Sie Ihren Antrag bitte spätestens bis zum 22. Mai 2018 per Post an:

 

Impuls neue Musik
Prune Hernaïz
Kurfürstendamm 211
D-10719 Berlin

 

Gleichzeitig muss der Online-Antrag fristgerecht an berlin2@lebureauexport.fr versandt werden.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern jederzeit zur Verfügung.
Wir freuen uns auf spannende Projekte!

Mit herzlichen Grüßen

 
Prune Hernaïz | Impuls neue Musik

KURT WEILL JAGT FANTÔMAS

In der Live-Hörspielperformance KURT WEILL JAGT FANTÔMAS begibt sich der Komponist und Hörspielautor Oliver Augst, zusammen mit der Künstlerin und Sängerin Charlotte Simon und dem Musiker Alexandre Bellenger auf Spurensuche in Sachen Kurt Weill in Paris. Ausgehend von den weitgehend vergessenen Liedern dieser Zeit – von Au fond de la Seine bis J’attends un navire – lassen sie diese vergleichsweise obskure Phase in Weills Schaffen aufscheinen und neu erklingen: als komponierte Interpretation, die als Liebeserklärung ans Original mit dialektischem „Weiterdenken“ in die Jetztzeit verstanden werden kann.

Dabei geht das Stück subversiv-hintersinnig der Frage nach der Verwandlung Weills vom E- zum U-Musiker nach. Und über all dem treibt Fantômas sein Unwesen…

Uraufführung: 22.02.2018 | 20:00 Uhr
23-24.02.2018 | 20:00 Uhr

Künstlerhaus Mousonturm, Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

 

Foto: „Weill with mask white“ (Alexandre Bellenger)

anthropoSCENE

anthropoSCENE beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der aktiven Gestaltung des Planeten im Zeitalter des Anthropozäns. Bei dem deutsch-französischen experimentellen Musiktheater steht die Entwicklung eines in der darstellenden Kunst bisher einmaligen Hybridformats im Zentrum, das künstlerische und wissenschaftliche Experimente miteinander verbindet.

Erstes Ziel ist die Schaffung eines neuartigen Zugangs zu nicht-trivialer, wissenschatlicher Forschung jenseits rein didaktischer Wissensvermittlung mit den Mitteln der darstellender Kunst.

Die drei Autoren erklären das Theater zum Labor, das jedoch, anders als Buckminster Fullers Raumschiff Erde, über zahlreiche Notausgänge verfügt. Die Rahmenbedingungen der in diesem Labor stattfindenden Experimente teilt das Theater jedoch mit dem Gesamtplaneten im Anthropozän ein geschlossener Raum voller Menschen, eine begrenzte Zeitspanne, ein ungewisser Ausgang.

Aufführungen:

  • 1. Februar im Theaterhaus in Stuttgart
  • 12. Februar in L’Atelier de la Comédie in Reims
  • 15. Februar im Museum Kunstpalast Düsseldorf 

Portulan – Tristan Murail

Der Zyklus „Portulan“  von Tristan Murail wurde am 1. Februar im Rahmen des Festival ECLAT und am 7. Februar in La Marbrerie in Montreuil präsentiert.


„Portulan“ bezeichnet einen historischen Seeatlas, der Landmarken, Leuchttürme, Strömungen und Hafenverhältnisse der Küstenlinien zeigt. 

Tristan Murail nennt seinen Zyklus eine „Autobiographie in Metaphern“. Jedes der neun immer unterschiedlich besetzten Werke referiert auf einen Gegenstand, einen Ort, eine Reise, eine literarische oder ästhetische Erfahrung, die von besonderer Bedeutung für den Komponisten war. 

Portulan wird vom Ensemble L´Itinéraire, einer der ältesten Ensembles für neue Musik in Frankreich, interpretiert. L’itinéraire wurde u.a. von Tristan Murail für die kompetente Interpretation der Spektralmusik gegründet.

Umlaut Festival 2018

Das Festival Umlaut fand in Paris vom 26. bis zum 28. Januar 2018 statt.


Das Kollektiv zieht für eine Woche im Theater Lavoir Moderne Parisien ein, im Herzen des Stadtteils Goutte d’Or, wo ihr musikalisches Paris Abenteuer begann.

Das in ein Musiklabor verwandelte Theater bietet den Musikern des deutschen, schwedischen und französischen Kollektivs, den geeigneten Rahmen um neue Werke zu schaffen, die später anlässlich eines dreitägigen Festivals präsentiert werden. Somit stellt dieses internationale Treffen für die Künstler eine einmalige Gelegenheit dar, zusammenzukommen, gemeinsam zu experimentieren und flüchtige, einzigartige musikalische Momente zum Leben zu erwecken, die sie später aufführen.

Der Geist des Kollektivs spiegelt sich auch in der Programmgestaltung wider, die verschiedene musikalische Genres und Formate enthält: ein zeitgenössisches Streichquartett, traditionelle polnische Sängerinnen, eine eigens kreierte Orgel, ein Mandinka-Orchester (Westafrika) sowie einige weitere Überraschungen.

Delocazione – IMPULS Festival

Wir freuen uns sehr, Ihnen am 19. November eine besondere Veranstaltung im Rahmen des IMPULS-Festivals in der Musikbrauerei Berlin anzukündigen.

Im Zentrum steht dabei um 17:30 Uhr die deutsche Erstaufführung des siebzigminütigen Werks Delocazione für Streichquartett und Vokalquartett von Raphaël Cendo, das dieser nach Texten von Claude Royet-Journoud, Georges Didi-Huberman, Rainer-Maria Rilke und Georges Bataille für das Quatuor Tana und die Neuen Vocalsolisten Stuttgart geschrieben hat. Nach der gefeierten Uraufführung beim Festival Musica in Strasbourg ist dieses Stück nun erstmals in Deutschland zu erleben.

Die beiden von Salome Kammer, Manuel Nawri und dem Zafraan Ensemble gestalteten Teile um 16 Uhr und 20 Uhr spannen mit Musik von Johannes Schöllhorn, Elena Mendoza, Samir Odeh-Tamimi, Sarah Nemtsov, Györgi Kurtág, Annette Mengel und Nicolai Worsaae einen Bogen vom Solo bis zum großen Ensembleklang. Um 19 Uhr findet zudem ein Gespräch mit Hans Rotman und den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern statt.

 

Codec Error – Donaueschinger Musiktage

Wir freuen uns, Ihnen die Uraufführung von „Codec Error“ von Alexander Schubert am 21. Oktober im Rahmen der Donaueschinger Musiktage ankündigen zu dürfen.

 

Das Festivalprogramm beinhaltet Konzerte, Performances, Workshops, Diskussionen,  Installationen sowie 20 Uraufführungen.

Das Stück „Codec Error“ ist eine Komposition mit Musik, Licht und Choreographie. Es beschäftigt sich mit dem Körper des Performers und seiner Darstellung im digitalen Zeitalter.

Das Stück ist ein Kompositionsauftrags des SWR, des IRCAM und des Festivals Musica Strasbourg.

GMEA – Festival Riverrun 2017

Wir freuen uns, Sie auf das neue Festival riverrun des GMEA / Centre National de Création Musicale d’Albi-Tarn, welches vom 5. bis zum 8. Oktober in Albi stattfinden wird, aufmerksam machen zu dürfen.

Das Programm enthält international anerkannte Künstler, die einem großen Publikum die Vielzahl und Lebhaftigkeit des zeitgenössischen musikalischen Schaffens präsentieren.

In diesem Kontext wird Instruments et bruits in Form eines monographischen Konzerts in Begleitung des Ensembles Dedalus im Grand Théâtre, Scène Nationale d’Albi am 5. Oktober 2017 uraufgeführt. Dabei werden zwei neue Stücke des Zyklus‘ WEISS / WEISSLICH sowie die Wiederaufnahme von Instruments & Sketchbook des Berliner Komponisten Peter Ablinger zu hören sein.

Des Weiteren, wird der Pianist Denis Chouillet am 7. Oktober 2017 im Théâtre des Lices u.a. das neue Stück Antonin Artaud des Zyklus VOICES & PIANO von Peter Ablinger interpretieren.

Die Welt nach Tiepolo – Afrika

Nach AMERIKA, EUROPA und ASIEN steht nun AFRIKA im Focus der vierteiligen Konzertreihe „Die Welt nach Tiepolo – Ensemble KNM Berlin & Friends“.     

    

Das Ensemble KNM Berlin lädt gemeinsam mit seinen Gästen am 30. September um 20:00 Uhr in Anwesenheit der Komponisten Georges Aperghis und Lars Petter Hagen zum vierten Teil ins RADIALSYSTEM V ein.

In den Jahren  1752 und 1753 malte Giovanni Battista Tiepolo für die Würzburgische Residenz eines der größten Kunstwerke des Abendlandes. Auf dem weltgrößten Deckenfresko stellte er die vier damals bekannten Kontinente Amerika, Europa, Asien und Afrika dar. Den französischen Komponisten und Philosophen Hugues Dufourt inspirierte Tiepolos Fries zu einem Zyklus aus vier Kompositionen, die sich je einem Kontinent widmen und im Zentrum der Konzerte stehen.

 

Pressemitteilung

Impuls neue Musik und Pro Helvetia freuen sich über ihre neue Partnerschaft.

So wird der Fonds für zeitgenössische Musik zu einem Deutsch-französisch-schweizerischen Fonds, der den Austausch zwischen zwei Sprachräumen unterstützt.

 

Die Zirkulation von Künstlern und ihrer Werke trägt wesentlich zum Aufbau unseres Europas bei. Die Kultur und der kulturelle Austausch sind maßgebliche Komponenten der Entstehung unserer gemeinsamen Geschichte und des europäischen Bewusstseins. Wir sind sehr stolz, mit der neuen Partnerschaft unseren Beitrag hierzu zu leisten.

Die Partnerschaft ist vorerst auf drei Jahre festgelegt und wird die Vergabe von mehr als 100.000 Euro jährlich an Deutsch-französisch (-sprachige) Projekte beinhalten.

Förderbeiträge können zukünftig für Projekte beantragt werden, die Kooperationen beinhalten zwischen:

  • Französischer Schweiz und Deutschland,
  • Deutschland und Frankreich,
  • Frankreich und der deutschsprachigen Schweiz,
  • Trilateralen Partnerschaften zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz.

Seit mehr als acht Jahren begleitet  und unterstützt der Deutsch-französische Fonds Impuls neue Musik  Projekte, die den Austausch zwischen Musikern, Komponisten und Veranstaltern ermöglichen. Der Fonds wurde vom Institut français d’Allemagne, der Sacem und Le Bureau Export gegründet.

Pro Helvetia unterstützt und verbreitet Schweizer Kunst und Kultur. Die Stiftung ist mit ihren Aussenstellen weltweit präsent und setzt kulturelle Impulse mit ihren Initiativen.