deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

L’ailleurs de l’autre- La Cage

17. / 18.03.2018, 12. / 13.05.2018 | Radialsystem V, Berlin
13. / 14.04.2018 | Opéra de Reims
04 / 2018 | Le Tandem de Douai / Arras, Douai
04.05.2018 | L’escale, Levallois

Das Musiktheater „L‘ailleurs de l‘autre“ ist eine Produktion von La Cage mit dem französischen Ensemble Les Cris de Paris.

Vier klassisch ausgebildete Sängerinnen  legen ihre Partituren zur Seite und  beschäftigen sich mit musikethnologischen Aufnahmen von Gesängen des Archivs des Musée des arts premiers du Quai Branly. Die in  Auftrag gegebenen Werke der Komponistin Hanna Eimermacher sowie das Archivmaterial  des Museums werden nach Gehör erlernt. Das neu entstandene Repertoire stellt die Frage  nach dem Anderen, dem Fremden. In einer Art Modeschau entstehen Rituale, die  scheinen, als brächten sie uns mit der desorientierten Welt in Einklang, die zwischen  globalem Universalismus und Isolationismus zerrissen ist. Darüber hinaus werden verschiedene Repräsentationen des Feminismus primitiver Kulturen bis in die Moderne  reflektiert. Das Projekt wird prozessual im Laufe einer einjährigen Recherche in Deutschland und Frankreich „au plateau“ erarbeitet.

KURT WEILL JAGT FANTÔMAS – textXTND, Augst, Daemgen & Ihle GbR

07.09.2017 | Goethe-Institut, Paris
02 / 2018 | Mousonturm, Frankfurt am Main
Radio France Culture
rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg

KURT WEILL JAGT FANTÔMAS ist eine Live-Hörspielperformance  des deutschen Komponisten und Hörspielautors Oliver Augst mit der deutschen Sängerin Charlotte Simon  und dem Pariser Musiker Alexandre  Bellenger.

Es ist eine internationale und bilinguale  Koproduktion für Bühne und Rundfunk, die in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus  Mousonturm in Frankfurt am Main und dem Goethe-Institut Paris sowie den  Hörspielabteilungen des rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg und Radio France Culture  entsteht. Als Autorenteam fungiert das deutsch-französische Pop-Duo Françoise Cactus Brezel Göring (Stereo Total). Das Projekt  möchte ein bislang vernachlässigtes Kapitel in  Weills musikalischem Schaffen – seinen Aufenthalt in Paris (1933-1935) – zeitgenössisch  zum Klingen bringen. Basierend auf dem Material der weitgehend unbekannten Weill- Lieder aus diesen Jahren werden sich Gesang, Sprache und Klang zu einer komponierten Neu-Interpretation verdichten, als Liebeserklärung ans Original mit dialektischem „Weiterdenken“  in die Jetztzeit.

Fünf plus Fünf

05 / 2018 | Philharmonie Berlin (Kammermusiksaal), Berlin
05 / 2018 | Berghain, Berlin

Fünf plus Fünf (2018) ist ein deutsches, französisches sowie schweizerisches Projekt, welches in Zusammenarbeit mit dem Eklekto Percussionsensemble Genève entsteht.

Während des zweitägigen Festivals präsentieren fünf Kontrabassklarinettisten und fünf  Percussionisten im Kammermusiksaal der Berliner Philharmoniker und dem Berghain  insgesamt zwölf neue Kompositionen. Fünf plus fünf (2018) sucht interessante Orte, die  ästhetisch zu der Instrumentenkombination passen und KomponistInnen,  die mit diesen Räumen umzugehen wissen und ihre künstlerische Arbeit nicht nur als einen rein akustischen Prozess verstehen. Die neue Komposition von Oscar Bianchi steht im  Mittelpunkt des Festivals. Als Rahmenprogramm wird den Berliner Hochschulen Workshops für StudentInnen angeboten. Das Projekt Fünf plus fünf (2018) wird Ende 2018 auch in  Frankreich aufgeführt. Es gibt darüber hinaus Gespräche mit dem Festival Musica in  Straßburg.

Portulan – Germination – Paris-Stuttgart-Berlin – L’Itinéraire

02. / 03.02.2018 | Festival Eclat, Stuttgart
04.02.2018 | La Marbrerie, Montreuil
07.2019 | Berlin

Das Ensemble für zeitgenössisches Musikschaffen L‘Itinéraire stellt den neuen Zyklus  „Portulan“ des Komponisten Tristan Murail vor. Dieser Zyklus, der  bisher selten in seiner  Gesamtheit aufgeführt wurde, besteht aus mehreren Teilen.

Für das am 3. Februar 2018  im Rahmen des Festivals ECLAT in Stuttgart stattfindende Konzert wird Tristan Murail ein  neues Werk in Auftrag des Festivals ECLAT und l‘Itinéraire vorstellen, welches den  8-teiligen Zyklus vollenden wird. Ein weiteres Konzert findet in Paris am 4. Februar 2018  statt. Weiterhin wird im Laufe des Projekts das Ensemble L’Itinéraire mit dem jungen  Ensemble Zafraan (Berlin) zusammenspielen und so die Orchesterbesetzung für  Germination von Jean-Luc Hervé, ein von L‘Itinéraire in Paris aufgeführtes Werk, vervollständigen. Dieses Werk umfasst ein Konzert und eine Kunstinstallation (aus Ton-und Pflanzenmaterial). Nach dem Konzert in Stuttgart am 2. Februar 2018 ist ein zweites Konzert in Berlin im Juli 2019 vorgesehen.

DA CAPO – Mendora GbR

28.04.2018  | Bregenzer Frühling
05 / 2018 | Sophiensaele, Berlin
11 / 2018 | Jazzdor, Strasbourg

Zusammen mit dem französischen Klarinettisten Louis Sclavis und dem Berliner DJ Illvibe  plant Jazzpianistin und Komponistin Aki Takase « Da Capo », eine neue Komposition und gemeinsame Produktion mit Yui Kawaguchi, einer ebenfalls in Berlin lebenden Choreografin und Tänzerin. Nach der Uraufführung in Bregenz soll der Abend viermal in  den Berliner Sophiensaelen zu erleben sein, bevor er anschließend auf Tour geht – u.a. im November 2018 beim Jazzdor Festival in Straßburg.

In gewohnter Leichtigkeit der beiden Japanerinnen wird „Da Capo“ mit Klischees und  Exotismen spielen, Missverständnisse produzieren, das Gefühl der Fremdheit thematisieren und die mit ihr verbundene Neugier, aber auch das (anfängliche) Gefühl des
Nicht-Verstehens.

Umlaut Festival 2018 – Umlaut

26. / 27. / 28.01 / 2018 | La Marbrerie, Montreuil

Das Umlautkollektiv aus Paris hat bereits insgesamt fünf Auflagen des internationalen Umlautfestivals organisiert, eines davon in Zusammenarbeit mit dem Berliner Team des Kollektivs (als Doppelauflage in  Paris und Berlin im Jahre 2013).

Leitfaden dieser  6. Auflage des Umlautfestivals ist eine Gemeinschaftsproduktion, welche sowohl das  deutsche als auch das französische Team des Kollektivs miteinbezieht. Dieses schon im Voraus erarbeitete Projekt, das jeweils X französische und deutsche MusikerInnen vereint, wird in Form von mehreren Konzerten drei Tage lang gezeigt werden. Außerdem werden in diesem Rahmen weitere, dem Kollektiv wichtige KünstlerInnen, präsentiert (Umlaut Big  Band, Ignaz  Schick, Simon Rummel, White Desert Orchestra).

One Shot Train – Eunoia Quintett

17. / 19. / 20.09.2017 | Gare du Nord, Basel (Festival ZeitRäume)
10. / 11. / 12.11.2017 | echoraum, Wien (Wien Modern)
14.04.2018 | Tankturm, Heidelberg
26.05.2018 | La Scène nationale d‘Orléans, Orléans

Bei „One Shot Train“ handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen dem Komponisten
François Sarhan (FR), dem Eunoia Quintett (DE) und dem Elektronikstudio „la muse en circuit“ (FR).

 Aufführungsorte sind zunächst das Festival ZeitRäume (Basel) und das Festival Wien Modern, danach folgen Aufführungen im Tankturm (Heidelberg) und in La Scène nationale d‘Orléans. Das Projekt soll verschiedene musikalische Formen und Formate wie Konzert, Installation, Hörspiel, Performance und Musiktheater verbinden. Das Eunoia Quintett möchte in deutsch-französischer Zusammenarbeit die Entstehung eines außergewöhnlichen Werks ermöglichen, das in Bezugnahme auf die Architektur und Atmosphäre der Spielorte das Publikum zu einem innovativen, aktiven und fantasievollen
Hörerlebnis einlädt.

NESEVEN + Eklekto – NESEVEN

10. / 12.05.2019 | Wittener Tage für Neue Kammermusik
05.2019 | tbc – Festival Les Musiques, Marseille

Das Projekt „NESEVEN + Eklekto“ wird von den Ensembles NESEVEN (Frankreich) und Eklekto (Schweiz) durchgeführt.

Unter der Leitung des deutsch-tschechisch-französischen Komponisten Ondrej Adámek wird dieses Projekt zum ersten Mal im Rahmen der Wittener  Tage für neue Kammermusik im Mai 2019 uraufgeführt, ein Konzert im Rahmen des Festivals Les Musiques (Marseille) ist auch geplant. Es werden insgesamt fünf  Uraufführungen mit Werken von Ondrej Adamek und drei anderen Komponisten in Form eines Konzerts / Musiktheaters vorgestellt. NESEVEN+Eklekto reagieren in Zusammenarbeit mit dem Choreographen Eric Oberdorff auf eine Welt, die von Normen übersättigt ist. Kategorien werden in dieser Inszenierung, die theatralische und tänzerische Elemente verbindet, ständig hinterfragt und so auf das Verhältnis zwischen Körper und Stimme bzw. dem Musikalischen hingewiesen. Diverse Objekte werden als Instrumente benutzt und bilden die Basis dieses Projekts.

Focus Franco-Allemand : Splitter Orchester & JeanLuc Guionnet – Association Jazz à Mulhouse / Festival Météo

Im Rahmen dieses Projekts wird der deutsch-französische Fokus beim 2018er Festival Météo – Mulhouse Music Festival präsentiert. Der Fokus besteht aus einer künstlerischen Zusammenarbeit zwischen dem französischen Komponisten Jean-Luc Guionnet und
dem einzigartigen Splitter Orchester aus Berlin, das 24 Musiker / innen aus der sogenannten Echtzeit-Musikszene vereint.

Jean-Luc Guionnet erhält von Météo einen Kompositionsauftrag für ein neues ca. einstündiges Werk. Das Werk wird im August 2018 während des Festivals uraufgeführt. Die Einstudierung des Werks erfolgt im Rahmen einer dreitägigen Residenz des Splitter Orchesters beim Festival Météo – geplant sind auch öffentliche Proben und Gespräche mit dem Publikum sowie ein Workshop. Neben Guionnet werden einige Mitglieder des Splitter Orchesters eingeladen, um mit französischen Musiker
/innen bei Météo 2018 aufzutreten.

Not Here – How Now

02.05.2018 | Kölner Philharmonie, Acht Brücken Festival 2018
06.06.2018 | IRCAM, Paris (Festival Manifeste)
tbc – Venise Biennale
tbc – Ars Musica Bruxelles

Bei dem Projekt „Solo“ handelt es sich um ein szenisches Konzert „in situ“, das am 2. Mai 2018 in der  Kölner Philharmonie uraufgeführt wird.

Das Programm ist französisch-deutsch ausgerichtet (neue Werke von Georges Aperghis, Frédéric Pattar und Liza Lim neben einem Werk von Rebecca Saunders, sowie Neubearbeitungen von Werken von Helmut
Lachenmann und György Kurtág). Die szenische Installation wurde auf der Basis unterschiedlich hoher, quadratischer Bühnenteile aus Glas entworfen, die es ermöglichen,
jeden der vier Kontrabässe von unten anzustrahlen und dadurch den Aufführungsort
in schwebende Muster aus Schattenspielen zu tauchen. Dieses Projekt wurde von Florentin Ginot konzipiert, einem grenzüberschreitenden Künstler, der einerseits als Mitglied des Ensembles Musikfabrik in Köln, andererseits in Paris (HowNow) verankert ist.