Impuls trauert um den Musikkritiker Gerhard Rohde

Am 25. Februar verstarb der Musikkritiker und Herausgeber der nmz Gerhard Rohde im Alter von 83 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Als hochrespektierter Senior der deutschen Musikkritik war er bis zuletzt zwischen den europäischen Musikzentren unterwegs gewesen.

Gerhard Rohde wurde am 9. September 1931 in Kiel geboren, schrieb ab 1963 für die „Neue Zürcher Zeitung“, wurde 1964 Musikredakteur bei der „Hannoverschen Rundschau“, kam 1967 als Musikredakteur zur „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, deren Feuilleton-Redaktion er seit 1973 als ständiger freier Mitarbeiter angehörte. Seit 1968 arbeitete er für die „neue musikzeitung“, deren Chefredakteur er bis 2007 war und deren Mitherausgeber er dann wurde.

Rohde, ein Spezialist für klare Worte und anschauliche Formulierungen, hat aus seinen kulturpolitischen Überzeugungen nie ein Geheimnis gemacht, was sich zuletzt vor allem in Stellungnahmen zur bevorstehenden Liquidierung des SWR-Orchesters Freiburg/Baden-Baden ausdrückte. Erst vor wenigen Tagen hatte Gerhard Rohde den „Happy New Ears“-Preis für Publizistik der Hans und Gertrud Zender-Stiftung in der Akademie der Schönen Künste in München erhalten.

Eleonore Büning schrieb in der FAZ, „Gerhard Rohde zu verlieren, das ist für die Musikredaktion dieser Zeitung, als würde man ihr das Fundament wegnehmen.“

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