„Wir sehn uns wieder in der Ewigkeit! À bientôt au Paradis! – Die letzte Nacht von Henriette Vogel und Heinrich von Kleist“

Classic in Black group France e.V.

7.-10.11.2011 | Paris


Heinrich von Kleist und Henriette Vogel nahmen die Kutsche in Berlin-Mitte nach Wannsee. Sie verbrachten ihre letzte Nacht im Gasthof Stimming, um sich am nächsten Nachmittag, am 21.11. 1811 gemeinsam zu erschießen. Ein Skandal, eine Tragödie, eine Handvoll Abschiedsbriefe – Was geschieht in dieser letzten Nacht? Woran erinnern sie sich? Worüber sprechen sie?

Die Erzählerin nimmt die ZuhörerInnen mit auf die Reise und erweckt die Figuren zum Leben, die spielen und singen: Erzählen geht nahtlos in Musik über und umgekehrt. Schrift-Folien definieren den Raum, werden zu Rock, Brief, Bett.

Das Projekt begleitet das Kleistjahr an verschiedenen Orte, in Berlin, Brandenburg, Paris etc.; im Maison Heinrich Heine bildet Kleists Beziehung zu Frankreich und Haiti einen Schwerpunkt. Kleist erinnert sich an seine französische Kriegsgefangenschaft im Fort de Joux im Jura (1807), wo er den fiktiven Maler Émile Liberté aus „Saint-Domingue“ kennenlernt, der ihm vom Rebellenanführer Toussaint Louverture und der Revolution auf Haiti erzählt – Inspiration für die Erzählung „Die Verlobung von Santo Domingo“.

Die Berliner Gruppe „Madame Ôrélie“ arbeitet mit dem Pariser Sänger Jean-Loup Pagesy als Émile Liberté, für den Rainer Rubbert zwei neue Arien komponiert, und dem Schauspieler haitianischer Herkunft aus Paris, Guy Regis, der die Erzählerin Tanja Langer mit einer Übersetzung ins Französische begleitet. Das Projekt wird in zwei Sprachen zu Gehör gebracht; die Texte der auf Deutsch gesungenen Lieder fügen wir bei.

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  Die Welt nach Tiepolo – Amerika vom Ensemble KNM Berlin auf Vimeo. Das Projekt wurde von Impuls neue Musik unterstützt.

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