deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

11.02.2020

Nik Bärtsch – Les Percussions de Strasbourg

(c) Simon Pages

14.02.2020 | Jazzdor Festival, Fossé des Treize, Straßburg

Französisch-schweizerische Uraufführung beim Festival Jazzdor in Straßburg! Am kommenden Freitag, den 14. Februar, präsentieren die Percussions de Strasbourg gemeinsam mit dem Schweizer Pianisten und Komponisten Nik Bärtsch dessen neues Werk „Shaker Kami“.

Das 1959 gegründete Straßburger Ensemble ist bekannt für ein Repertoire, das zwischen führenden Stücken des 20. Jahrhunderts und Auftragswerken abwechselt. Bei der Zusammenarbeit mit verschiedenen Jazzensembles (Andy Emler Megaoctet, Bobby Previte, Franck Tortiller Quartet) konnten die Percussions de Strasbourg bereits die zeitgenössische Jazzwelt erkunden. Als Fortsetzung begeben sich die Musiker nun auf eine Entdeckungsreise in die Welt des minimalistischen Jazz von Nik Bärtsch. Dessen musikalische Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von zeitgenössischer Musik und Jazz und lässt dabei zudem Elemente des Funk einfließen. Bärtschs Musik ist geprägt von der Wiederholung. Das Ineinandergreifen verschiedener akustischer Elemente lässt den Einfluss minimalistischer Musik erkennen, insbesondere der Kompositionen von Steve Reich.

Programm

14.02.2020 | Jazzdor Festival, Fossé des Treize, Straßburg | 20.30

Nik Bärtsch, Shaker Kami (UA)

Nik Bärtsch, Piano
Galdric Subirana, Enrico Pedicone, Rémi Schwartz, Flora Duverger, Théo His-Mahier, Percussions
Olivier Pfeiffer, Toningenieur

Weitere Aufführungen:

07.03.2020 | Apples&Olives Musikfestival, Moods, Zurich | 20.30

11.04.2020  | Jazzdays Festival, Theaterhaus, Stuttgart | 19.30

22.05.2020 | Festival Musique Action, CCAM, Nancy

Foto : ©Simon Pagès

03.02.2020

Joint adventure – Ensemble C Barré – Neue Vocalsolisten

09.02.2020 | Theaterhaus, T3, Stuttgart

Mit ihrem „joint adventure“ erfüllen sich die beiden abenteuerfreudigen und Herausforderung suchenden Ensembles aus Frankreich und Deutschland den lange gehegten Wunsch, ein gemeinsames Repertoire aufzubauen, das durch die besondere Besetzung von C Barré mit Bassklarinette, Saxophon, Akkordeon, Perkussion, Mandoline, (E-)Gitarre, Cymbalon und Kontrabass in Kombination mit den Stimmen große Vielfalt und einzigartige Klang-Farben ermöglicht. So vielfältig, so persönlich sind auch die Themen, zu denen sich die vier von den Ensembles beauftragten jungen Komponist*innen – alle keine Unbekannten in ECLAT – inspirieren lassen: von der Auseinandersetzung mit Trauer und Verlust bis hin zum bissig-ironischen Kommentar zu Populismus, Klimawandel und anderen brisanten Themen des Weltgeschehens.

Programm

09.02.2020 | Theaterhaus, T3, Stuttgart, 14.30

Birke J. Bertelsmeier: sunnūntag
für Stimmen und Ensemble (2019/20)UA* / 15′

Augustin Braud: Le soupçon des tombeaux
für Vokal- und Instrumental-Ensemble (2019)UA / 19′

Anna Korsun: Vertigo
für Stimmen und Instrumente (2019/20)UA** 12′

Mikel Urquiza: Songs of Spam
für Ensemble (2019/20)UA** / 15′

* Kompositionsaufträge von Ensemble C Barré
**Kompositionsauftrag von Ensemble C Barré

Fotos: Ensemble C Barré © Pierre Gondard
Neue Vocalsolisten © Manu Theobald

23.01.2020

Rencontres Teil III: Hommage à Bertrand

  28.01.2020 | Musikbrauerei, Berlin Zafraan trifft das KNM Berlin. Im Zentrum stehen dabei die deutschen Erstaufführungen von Christophe Bertrands erster größer besetzten Komposition Yet (2002) und Johannes Schöllhorns à Moscou (2018). Dazu kommen Werke von Georges Aperghis und Stefan Keller, welche die beiden Ensembles am 28. Januar in der Musikbrauerei unter der Leitung von Victor Aviat in Berlin zur Aufführung bringen und damit ihre deutsch-französisch-schweizerische Konzertreihe "Rencontres" abschließen. Schon in seiner Gründungsphase hat sich das Zafraan Ensemble intensiv mit Bertrands Musik beschäftigt und ihm 2010 einen Kompositionsauftrag erteilt, zu dessen Umsetzung es aufgrund der tragischen Umstände leider nicht mehr kam. Seitdem standen seine Werke wie Aus (2003) oder Satka (2008) immer wieder auf Konzertprogrammen des Ensembles. Um das mit 20 Instrumenten besetzte Stück Yet aufzuführen, bilden die Berliner Ensembles Zafraan und KNM erstmals einen gemeinsamen großen Klangkörper. Das 1988 von Studenten der Hochschule für Musik Hans Eisler im damaligen Ostteil der Stadt gegründete Ensemble KNM Berlin hat 2018 schon sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert, das Zafraan Ensemble begeht 2019/2020 seinen zehnten Geburtstag. Beide Ensembles vereint eine Affinität zu französischer zeitgenössischer Musik. Das Programm umfasst auch Musik weiterer Zafraan-Weggefährten wie Stefan Keller und Johannes Schöllhorn, dessen neues Stück à Moscou für 13-köpfiges Ensemble ebenfalls als deutsche Erstaufführung erklingt, sowie ein Werk von Georges Aperghis.   Programm 28.01.2020 | Musikbrauerei, Berlin | 19 Uhr Georges Aperghis (*1945): Wippe-Totter (2008) Johannes Schöllhorn (*1962): in Moskau (2018, deutsche Erstaufführung) Stefan Keller (*1974): Soma oder Die Lust am Fallenlassen (2015) Christophe Bertrand (1981-2010): Yet (2002, deutsche Erstaufführung)   Foto: © Neda Navaee 

06.01.2020

Kurt Weill jagt Fantômas – MUSICAL VON OLIVER AUGST MIT LIEDERN VON KURT WEILL

08.01.2020 | Gare du Nord, Basel Am 8. Januar wird das Werk von Oliver Augst im Basler Gare du Nord präsentiert:  KURT WEILL JAGT FANTÔMAS ist eine Live-Hörspielperformance des deutschen Komponisten und Hörspielautors Oliver Augst mit der deutschen Sängerin Charlotte Simon und dem Pariser Musiker Alexandre Bellenger. Das Projekt möchte ein bislang vernachlässigtes Kapitel in Weills musikalischem Schaffen – seinen Aufenthalt in Paris (1933-1935) – zeitgenössisch zum Klingen bringen. Basierend auf dem Material der weitgehend vergessenen Weill-Lieder aus diesen Jahren verdichten sich Gesang, Sprache und Klang zu einer komponierten Neu-Interpretation, als Liebeserklärung ans Original mit dialektischem „Weiterdenken“ in die Jetztzeit.   Programm 08.01.2020 | Gare du Nord, Basel | 20 Uhr Oliver Augst, „Kurt Weill jagt Fantômas“ (2017)   Oliver Augst,  Konzept & Stimme Alexandre Bellenger, Turntables & Stimme Charlotte Simon, Keyboards & Stimme Françoise Cactus und Brezel Göring  (Stereo Total), Text Astrid Ihle, Dramaturgie Special Guest: Klaus Brömmelmeier (CH) als Sprecher   Foto © Vita Spieß

06.01.2020

Impuls neue Musik wünscht ein gutes Neues Jahr

02.12.2019

RENCONTRES TEIL II – COURT-CIRCUIT & ZAFRAAN ENSEMBLE

08.12.2019 | Musikbrauerei, Berlin 09.12.2019 | Resonanzraum, Hamburg 10.12.2019 | Salle Cortot, Paris Unter dem Titel Rencontres (Teil II) präsentiert das Berliner Zafraan Ensemble in drei Konzerten in Berlin, Hamburg und Paris ein mit dem französischen Ensemble Court-Circuit gemeinsam erarbeitetes Programm. Im Zentrum stehen dabei Werke von Christophe Bertrand, Johannes Boris Borowski, Hugues Dufourt und Sarah Nemtsov. Das Programm spiegelt auch philosophisch-kompositorisch die gegenseitige Anregung und Beeinflussung wider. Das Zafraan Ensemble, das sich aus den Instrumentalisten heraus organisiert – ohne feste Dirigenten oder angeschlossene Komponisten – trifft bei Court-Circuit auf ein Ensemble, das von Philippe Hurel explizit „par un compositeur pour des compositeurs“ gegründet wurde. Die gemeinsame Erarbeitung der zusammen ausgesuchten Werke unter Leitung von Pierre-André Valade, dem Gründungsdirigenten von Court-Circuit, verspricht daher für beide Seiten ein spannender, fruchtbarer Prozess zu werden – zusätzlich zum persönlichen und professionellen Austausch. Eine Produktion des Zafraan Ensemble in Kooperation mit Court-Circuit. Gefördert vom Musikfonds, der Initiative Neue Musik Berlin und Impuls neue Musik.   Programm 08.12.2019 | Musikbrauerei, Berlin | 19 Uhr 09.12.2019 | Resonanzraum, Hamburg | 19 Uhr 10.12.2019 | Salle Cortot, Paris | 20 Uhr   Christophe Bertrand, « Satka » (2008) Johannes Boris Borowski, « Wandlung » (2009/2014) Hugues Dufourt, « L’Afrique d’après Tiepolo » (2005) Sarah Nemtsov, « …beredtes Schweigen » (2005) Ensembles Zafraan und Court-Circuit Pierre-André Valade, Dirigent   Foto © Swami Silva

20.11.2019

Grounds of Memory

27.11.2019 | La Soufflerie, Rezé Für das Projekt „Grounds of Memory“ hat der Schweizer Komponist Jürg Frey ein neues Werk für die Sopranistin Peyee Chen, das französische Instrumentalensemble Dedalus und das Bozzini Quartet geschrieben, das am 27. November in La Soufflerie (Rezé) seine französische Erstaufführung erlebt. Die Uraufführung findet beim Huddersfield Contemporary Music Festival in Großbritannien statt. Dieses neue Werk basiert vor allem auf den « envelope-poems » von Emily Dickinson aus dem Band „The Gorgeous Nothing“. Es sind Faksimile-Fragmente, kurze Gedanken und Vorstufen zu Gedichten, handgeschrieben auf gebrauchten Umschlägen. Einzelne Wörter, halbe Strophen, Textfragmente scheinen den fehlenden Mittelpunkt eines Buches zu umkreisen.   Programm 27.11.2019 | La Soufflerie (Rezé) | 19 Uhr Jürg Frey,  « Grounds of Memory » (2019)   Peyee Chen, Soprano Quatuor Bozzini: Clemens Merkel, Violin Alissa Cheung, Violin Stéphanie Bozzini, Bratschist Isabelle Bozzini, Cello Ensemble Dedalus: Silvia Tarozzi, Violin Cyprien Busolini, Bratschist Deborah Walker, Cello Fabrice Villard, Klarinette Didier Aschour, Gitarre Stéphane Garin, Percussion   Video : https://youtu.be/FZQWLLdQhKU Foto ©  GMEA - Centre National de Création Musicale d'Albi - Tarn

30.10.2019

Das Goethe Institut erhöht seine Beteiligung an Impuls neue Musik

Das Goethe-Institut wird seine Beteiligung an den drei deutsch-französischen Kulturfonds Impuls Neue Musik, Transfabrik (darstellende Kunst) und PERSPEKTIVE (bildende Künste und Architektur) für die nächsten drei Jahre auf insgesamt 50.000 Euro pro Jahr erhöhen. Um die deutsch-französischen Kulturbeziehungen zu festigen und gemeinsame Perspektiven aufzuzeigen, entwickeln das Goethe-Institut und das Institut français im Rahmen einer noch engeren Zusammenarbeit weltweit Standorte, die zusammen genutzt werden sollen. Durch die Erhöhung der Finanzierung der deutsch-französischen Kulturfonds vonseiten des Goethe-Instituts wird diese Kooperation weiter bestärkt. Die Fonds ermöglichen es, den nötigen Anstoß zur Entfaltung von Kooperationsprojekten zu geben, mit denen strukturelle und ästhetische Barrieren überwunden werden. Das Goethe Institut ist seit 2010 Partner von Impuls neue Musik. Zahlreiche Impuls-Projekte haben seitdem im Goethe Institut in Paris stattgefunden.

02.10.2019

Ondřej Adámeks „Alles klappt“ in Frankreich und in der Schweiz

04.10.2019 | Théâtre national de Strasbourg (Musica) Ondřej Adámeks gefeiertes Musiktheater „Alles klappt“ kommt nun auch nach Frankreich und in die Schweiz! Das Werk, das bei der Münchener Biennale 2018 uraufgeführt wurde, erlebt seine Wiederaufnahme beim Straßburger Festival Musica und im Basler Gare du Nord. „Alles klappt“ basiert auf Archivmaterial aus den 1940er Jahren aus dem Nachlass der jüdischen Familie der Mutter des Komponisten. Einige von Adámeks Verwandten wurden in Konzentrationslager deportiert und schickten von dort aus Briefe und Postkarten an Familienmitglieder zu Hause in Prag. Diese Briefe sind überraschend positiv formuliert und wurden zur ersten Inspirationsquelle des Librettos von Katharina Schmitt. Das zweite Ausgangsmaterial war der sogenannte Treuhandkatalog, den Adámeks Großvater für die Nazis anfertigen musste und in dem frei gewordene Wohnungen verschleppter jüdischer Familien zum Verkauf angeboten wurden. Der Komponist Ondřej Adámek, der die Produktion auch musikalisch leitet, hat sich in seinen vergangenen Arbeiten intensiv mit der Stimme und stimmlichen Phänomenen auseinandergesetzt und mit diesem Werk einen sehr privaten Blick in die eigene Familiengeschichte zugelassen.   Programm 04.10.2019 | Théâtre national de Strasbourg (Musica) | 18.30 Uhr Ondřej Adámek, „Alles klappt“ (2018)   Besetzung Ondřej Adámek, Komposition und Musikalische Leitung Katharina Schmitt, Libretto und Regie Patricia Talacko, Bühne und Kostüme Götz Leineweber, Dramaturgie Landy Andriamboavonjy, Olga Siemieńczuk, Thérèse Wincent, Sopran Steve Zheng, Tenor Dominic Kraemer, Tobias Müller-Kopp, Bariton Jeanne Larrouturou, Miguel Ángel García Martín, Percussion   Weitere Aufführungen: 19./20.10.2019 | Gare du Nord, Basel (CH)   Foto © Armin Smailovic

30.09.2019

Neue Musik für Hybrides Klaviertrio: das Trio Mainz/Dargent/Eraslan

03.10.2019 | Stadtgarten/Jaki, Köln (D) Am 3. Oktober präsentiert das Trio Mainz/Dargent/Eraslan im Rahmen des Festivals „In Between Spaces – Indie Idiosyncrasies“ in Köln sein Projekt „Neue Musik für Hybrides Klaviertrio“. Piano, Oud, Cello. Das neue Trio des in Köln und Berlin arbeitenden Musikers Matthias Mainz mit dem französischen Gitarristen und Oud-Virtuosen Gregory Dargent und dem türkischen Cellisten Anil Eraslan rückt die Zwischenräume in den Fokus. Klassisches Klaviertrio und Zweite Wiener Schule, Mikrotonalität und Elektroakustik, türkische und arabische Kontexte, transkulturelle und experimentelle improvisierte Musik bilden ein weites Koordinatensystem für subtile individuelle Annäherungen und minimalistische Schwebezustände. Alle drei Musiker haben in ihren bisherigen Projekten die Auseinandersetzung mit den musikalischen Strukturen und Klangmöglichkeiten außereuropäischer Kulturen gesucht und dabei mit Musikern wie Taner Akyol, Azzedine Montassere und Joss Turnbull zusammengearbeitet. Mainz, Dargent und Eraslan verwandeln ein Format mit großer Nähe zu westlicher Kammermusik in einen multiperspektivischen musikalischen Reflexions- und Bewusstseinsstrom aus idiomatischen Partikeln, der sich gängigen Kategorien entzieht. Das Trio arbeitet in diesem Projekt zunächst mit der Schweizer Komponistin Helena Winckelmann und dem Deutsch-Iranischen Komponisten Ali Gorji zusammen.   Programm 03.10.2019 | Stadtgarten/Jaki, Köln (Festival „In Between Spaces – Indie Idiosyncrasies“) | 19 Uhr Matthias Mainz, Piano, Vierteltonpiano, Elektro-Akustik Gregory Dargent, Oud Anil Eraslan, Cello Weitere Aufführungen: 04.10.2019 | Bonn, Zentrifuge, 19.30 Uhr 21.12.2019 | Wuppertal, Loch, 20 Uhr 30.01.2020 | Berlin, studioboerne45, 20 Uhr   Foto © Matthias Mainz © Matthias Kneppeck / Anil Eraslan © Jina / Gregory Dargent © Gregory Dargent