deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

12.07.2019

Germination – Ensemble Zafraan und L’Itinéraire

Am 18. und 20. Juli 2019 startet das Zafraan Ensemble den ersten Teil seiner Reihe »Rencontres« zusammen mit dem Ensemble L’Itineraire in zwei gemeinsamen Konzerten in Berlin und in Stuttgart. Im Zentrum dieses Zusammentreffens steht dabei die deutsche Erstaufführung der Konzertinstallation »Germination« (»Keimung«) von Jean-Luc Hervé. Zu dieser musikalischen Performance, die ein Stück für großes Ensemble und Live-Elektronik mit einer Klanginstallation verbindet, laden wir Sie hiermit herzlich ein.

Das 2013 am IRCAM entstandene Werk orientiert sich am pflanzlichen Wachstum, am Keimungsprozess von Saatgut in der Erde bis hin zu dessen Sichtbarwerden als Pflanze an der Oberfläche. Dabei wird in Berlin die gesamte Musikbrauerei bespielt – vom Konzertsaal durch die verwunschenen Kellergänge bis hin zum wilden Garten. Das musikalische Zusammenwachsen der Ensembles Zafraan und L’Itinéraire vollzieht sich zudem auch in »En découverte« (2003) von Jean-Luc Hervé und in »Hart auf hart« (1986) von Gerhard Stäbler, der dieses Jahr seinen 70. Geburtstag feiert.

 

Programm

18.07.2019 | Musikbrauerei Berlin | 20 Uhr

Jean-Luc Hervé, Germination (2013) DE
Konzertinstallation für Ensemble, Elektronik, Lautsprecher und Pflanzen

Gerhard Stäbler, Hart auf hart – Improvisatorisch. Kalkulativ, eine Musik für Ensembles (1986)

Jean-Luc Hervé, En découverte (2003)
für zwei Violinen und Live-Elektronik

20.07.2019 | Theaterhaus, Festival Der Sommer in Stuttgart | 19 Uhr

Jean-Luc Hervé, Germination (2013) DE
Konzertinstallation für Ensemble, Elektronik, Lautsprecher und Pflanzen

Ensemble Zafraan und L’Itinéraire
Dirigent: Léo Margue
Live-Elektronik, Klangregie: IRCAM (Jérémie Bourgogne, Thomas Goepfer, Damien Ripoll)

 

Eine Koproduktion der Ensembles Zafraan und L’Itinéraire. Gefördert von der Initiative Neue Musik Berlin, Impuls neue Musik, Spedidam und der Ernst von Siemens Musikstiftung.

Link zum Dokumentarfilm von Philippe Langlois und Christian Bahier : https://www.youtube.com/watch?v=HeB__NlXU9w#action=share

 

Foto © Astrid Verspieren

10.07.2019

D.O.A.: FRENCH CONNECTION! – PHØNIX16

Am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, feiert das Berliner Ensemble PHØNIX16 mit dem Programm D.O.A.: FRENCH CONNECTION! die musikalische Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Zu diesem Konzert in der Kuppelhalle des Silent Green laden wir Sie hiermit herzlich ein.

In D.O.A.: FRENCH CONNECTION! treffen Originalwerke für 5-12 Stimmen deutscher und französischer Provenienz auf [a]LIVE-Versionen ehemals elektronischer Werke als Arrangement für 12 Stimmen mit / ohne Elektronik sowie mit / ohne Perkussion.

Unter dem Titel [a]LIVE-Version! erarbeitet das Kollektiv Transkriptionen elektronischer, elektro-akusmatischer und instrumentaler Werke für unplugged Ensemble. In Zusammenarbeit mit Komponisten, Klangregisseuren, Computermusikern und Schlagzeugern sowie unter der Verwendung erweiterter Techniken, Klangobjekten, Verstärkung und Effektgeräten versucht PHØNIX16 vokale Aufführungspartituren der ursprünglichen Werke zu erstellen, die nicht ausschließlich eine Deckungsgleichheit zwischen Original und Vokalperformanz anstreben, sondern dem bearbeiteten Werk eine eigene neue vokale Klanggestalt zu verleihen versuchen. Die Erarbeitung dieser Werke funktioniert als kollektiver Kompositionsprozess.

 

Programm

14.07.2019 | Kuppelhalle, Silent Green Berlin | 20 Uhr

 Christophe Guiraud, Kutra Begulma (2019) UA
Für 5 Stimmen und Elektronik 
 
Mathias Spahlinger, Drama (1969)
Für 12 Stimmen
 
Francis Poulenc, Figure humaine (1943)
Für 12 Stimmen 
 
Yann Geslin, Variations didactiques (1981-82 / 2008 / 2019)
Arrgt. Sonia Lescene
Für 7 Stimmen und Objekte
 
Gérard Grisey, Les Chants de l’amour (1982-1984)
Für 12 Stimmen und Zuspiele
 
Philippe Carson, Phonologie (1962/2017)
Arrgt. Sonia Lescene
Für 6 Männerstimmen
 
François Bayle, Kevin Ayers, Robert Wyatt, IT  (1968 / 2019)
Arrgt. Jonathan Boudevin
Für 4 Stimmen
 
Georg Katzer, Mein 1989 (1990)
Für Tape

Timo Kreuser, Hymnen (2016-2019)
Für vier Musiker
 
Michael Levinas, Les Réciproques (1986)
Für 12 Stimmen

 
Foto © Sirje Viise

05.07.2019

13. Jurysitzung – Impuls neue Musik

Am 14. Juni 2019 fand die 13. Jurysitzung des Deutsch-Französisch-Schweizerischen Fonds für zeitgenössische Musik / Impuls neue Musik in Berlin statt. Seit seiner Gründung vor 10 Jahren hat Impuls neue Musik über 1 Million Euro an 160 Projekte vergeben. Der Fonds begleitet und finanziert Projekte, die die Schaffung neuer Werke und die Verbreitung zeitgenössischer Musik in Frankreich, Deutschland und in der Schweiz zum Ziel haben. Im Kern Deutsch-Französisch-Schweizerisch basieren die Projekte auf dem Austausch zwischen Musiker*innen, Werken und Ästhetiken der drei Länder. In diesem Jahr wählte die Jury 13 Förderprojekte aus 22 Förderanträgen aus. Die aktuellen Jurymitglieder sind: Jean-Marc Bador, Dr. Barbara Barthelmes, Xavier Dayer, Bernhard Günther, Jean-Luc Hervé, Emmanuel HondréThomas Meyer, Thomas Oesterdiekhoff und Matthias Osterwold. Es wurde eine Gesamtfördersumme von 94.785 € an folgende Projekte vergeben: JOINT ADVENTURE – Ensemble C Barré – 15.000 € Rausch(en) – Trio SAEITENWIND – 10.000 € ALLES KLAPPT, Musiktheater – Münchener Biennale – 14.000 € Création, Nik Bärtsch – Les Percussions de Strasbourg – 8.000 € Oblivion, création d'une nouvelle version – L'imaginaire, musiques d'idées – 10.000 € Mit diesen Händen – Musik an der Hospitalkirche / Hospitalkirchegemeinde – 2.400 € Borderland of the soul / Borderland of the emotions – Dedalus – 7.400 € Kurt Weil Jagt Fantômas – textXTND – 885 € Hitchhiker Residency – Demain dès l'Aube – 3.100 € La Coupole, Klang Farben Raum – Verein ZeitRaüme – 6.000 € Mainz / Dargent / Eraslan, Neue Musik für hybrides Klaviertrio – Plattform für Transkulturelle Neue Musik – 9.000 € Hommage à Bertrand – Zafraan Ensemble – 6.000 € Malte Giesen, Stock Footage Piece 1 – Les Diotima – 3.000 €
   

17.06.2019

Musikfonds e.V. wird Partner von Impuls neue Musik

Ab der Förderrunde 2019 wird der Musikfonds e.V. Partner von Impuls neue Musik. 2016 auf Anregung der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, gegründet hat der Musikfonds e.V. zum Ziel, die aktuelle Musik aller Sparten in ihrer Vielfalt und Komplexität zu fördern. Er wird aus Mitteln der BKM (Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien) finanziert. Seit 2012 hat die BKM Impuls neue Musik durch direkte Förderung ausgewählter Projekte unterstützt. Mit der Beteiligung des Musikfonds e.V. am Fonds Impuls neue Musik wird das Engagement der BKM verstärkt. Diese Entscheidung ist Ausdruck des gemeinsamen politischen Willens, den interkulturellen deutsch-französischen Austausch zu verstärken. Der Musikfonds e.V. erhöht durch seine Beteiligung an Impuls neue Musik dessen Förderetat und erhält einen Sitz in dessen Lenkungsausschuss, in dem die strategische Ausrichtung des Fonds gemeinsam mit allen Partner-Institutionen entschieden wird. Diese sind die SACEM, das Ministère de la Culture et de la Communication, die Französische Botschaft in Berlin, das Bureau Export, das Institut français, die Fondation Francis und Mica Salabert, die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und das Goethe-Institut. Seit seiner Gründung 2009 hat Impuls neue Musik mehr als 160 Projekte gefördert und dies in einer Gesamthöhe von mehr als 1 Million Euro. Die Antragsfrist endet jedes Jahr am 1. Mai 2019. Weitere Informationen, Förderkriterien und Antragsunterlagen gibt es unter www.impulsneuemusik.com  Der Musikfonds Ziel des Musikfonds ist die Förderung der aktuellen Musik aller Sparten in ihrer Vielfalt und Komplexität. Der Musikfonds nimmt eine hochambitionierte Musik in den Fokus, die Kunst als Selbstzweck, als existenziell-kreative Notwendigkeit oder Folge unabdingbaren Ausdruckswillens begreift und nicht kommerziell orientiert ist. Mit dem Musikfonds sollen herausragende Projekte aller Sparten der aktuellen Musik mit einer Antragssumme von bis zu 50.000 Euro unterstützt werden. Insgesamt stehen jährlich 2 Millionen Euro aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) für den Fonds zur Verfügung. Im September 2016 wurde der Musikfonds e.V., auf Anregung der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, durch sieben Verbände und Institutionen des Musiklebens in Deutschland gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören folgende Institutionen und Verbände: Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik, Deutscher Komponistenverband, Deutscher Musikrat, Deutscher Tonkünstlerverband, Gesellschaft für Neue Musik, Initiative Musik, Deutsche Jazzunion. Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates, ist Vorsitzender des Musikfonds. Seine Stellvertreter*innen sind Dr. Julia Cloot von der Gesellschaft für Neue Musik und Felix Falk von der Deutschen Jazzunion. Gregor Hotz ist Geschäftsführer des Musikfonds.  

15.05.2019

Philippe Manoury – Lab.Oratorium – Uraufführung Köln, Hamburg, Paris

Hartmut Nägele

Am kommenden Sonntag, dem 19. Mai 2019, findet die Uraufführung von Philippe Manourys großem Orchesterwerk »Lab.Oratorium« in der Philharmonie Köln statt, zu der wir hiermit herzlich einladen. Für den Abschluss seiner Köln-Trilogie hat der französische Komponist gemeinsam mit Regisseur Nicolas Stemann sein »Lab.Oratorium« entwickelt. In dem inszenierten Konzert geht es um eine Tragödie unserer Gegenwart: das Sterben zahlreicher Menschen im Mittelmeer und unser Umgang damit. Chefdirigent François-Xavier Roth dirigiert das großangelegte Werk, das sowohl Solisten, Schauspieler, das SWR Vokalensemble, den »Lab.Chor«, bestehend aus Kölner Bürgerinnen und Bürgern, als auch Live-Elektronik des Pariser IRCAM vereint. Texte von Hannah Arendt, Ingeborg Bachmann, Elfriede Jelinek und Georg Trakl erklingen und nehmen das Publikum mit auf eine große Reise. Von der Wiege Europas bis an die Strände der Gegenwart, an denen sich Menschen im Aufbruch befinden: »Mein lieber Bruder, wann bauen wir uns ein Floß / und fahren den Himmel hinunter?« Nach der Kölner Premiere wird das Gürzenich-Orchester das Werk auch einem internationalen Publikum in der Elbphilharmonie Hamburg und in der Philharmonie de Paris vorstellen.   Programm PHILIPPE MANOURY, »Lab.Oratorium« für zwei Schauspieler, Sopran, Mezzosopran, Kammerchor, großen Chor, Live-Elektronik und Orchester Trilogie Köln III Kompositionsauftrag von Gürzenich-Orchester Köln, IRCAM, Philharmonie de Paris und Elbphilharmonie Hamburg Mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung. Gefördert von der NRW Kunststiftung und Impuls neue Musik. Rinnat Moriah, Sopran Tora Augestad, Mezzosopran Patrycia Ziolkowska, Schauspielerin Sebastian Rudolph, Schauspieler SWR Vokalensemble Lab.Chor IRCAM Thomas Goepfer, Computermusikalische Realisation Julien Aléonard, Toningenieur Gürzenich-Orchester Köln François-Xavier Roth, Dirigent Nicolas Stemann, Inszenierung Rainer Casper, Lichtdesign Patrick Hahn, Dramaturgie Lena Kremer, Kostümassistenz Sophia Binder, Regieassistenz — Kölner Philharmonie 19.05.2019 | 11 Uhr UA 20.05.2019 | 20 Uhr 21.05.2019 | 20 Uhr Elbphilharmonie Hamburg 27.05.2019 | 20 Uhr Philharmonie de Paris 03.06.2019 | 20:30 Uhr Französische Erstaufführung     Philippe Manoury und François-Xavier Roth © Hartmut Nägele

09.05.2019

NESEVEN / Eklekto bei der Tagen für neue Kammermusik Witten

Am Freitag, den 10. Mai beginnen die diesjährigen Tage für neue Kammermusik Witten, zu denen wir Sie herzlich einladen. Eröffnet wird das renommierte Festival durch das französische Vokalensemble NESEVEN und das Schweizer Perkussionsensemble Eklekto, die in Witten  vier Uraufführungen von Martin Smolka, Mayke Nas, Mio Chareteau und Ondrej Adamek vorstellen. Ondrej Adamek ist Initiator und künstlerischer Leiter dieser französisch-schweizerischen Zusammenarbeit. Das Programm des Eröffnungskonzerts ist in enger Zusammenarbeit mit den beiden Ensembles entstanden, dessen Werke einander ergänzen und kommentieren. Das Spiel mit Kategorien– visuellen, kulturellen, künstlerischen und sozialen –  ist das Thema dieses szenischen Konzerts. Im Abschlusskonzert des Festivals wird ein weiteres Auftragswerk von Ondrej Adamek präsentiert „Man Time Stone Time“ für das Ensemble NESEVEN, Objekte, Video und Kammerorchester.   Programm 10. Mai 2019 – 20 Uhr Martin Smolka "Stretto" (2019) für sechs Stimmen und vier Schlagzeuger UA Mayke Nas Werk (2019) für vier Schlagzeuger UA Mio Chareteau "Singles" (2019) für Stimmen und Objekte UA Ondřej Adámek "Schlafen gut. Warm." (2018-19) für sechs Stimmen und vier Schlagzeuger UA NESEVEN Eklekto Leitung: Ondřej Adámek   12. Mai 2019 – 16 Uhr Ondřej Adámek „Man Time Stone Time“ für vier Vokalsolisten, Objekte, Video und KammerorchesterUA Claudia Chan: motorisiertes Klavier NESEVEN WDR Sinfonieorchester Michael Wendeberg: Leitung   © Marie Hervé

03.05.2019

10 Jahre Impuls neue Musik!

Der Deutsch-Französisch-Schweizerische Fonds für zeitgenössische Musik / Impuls neue Musik feiert in diesem Jahr zehnjähriges Bestehen. 2009 gegründet ist es Impuls neue Musik gelungen, sich aus kleinen Anfängen zu einer Institution zu entwickeln, die aus dem Konzert gelebter Deutsch-Französisch-Schweizerischer Freundschafts¬initiativen nicht mehr wegzudenken ist. Dieses Jubiläum begehen wir im Rahmen von vier Veranstaltungen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. •  Uraufführung von Ondrej Adameks Werk »Schlafen gut. Warm.« bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik (10. Mai 2019) •  Uraufführung von Philippe Manourys Werk »Lab.Oratorium« in der Philharmonie de Paris - Eröffnung des Festivals ManiFeste-2019 (3. Juni 2019) •  »Hören wir mit anderen Ohren?« - Diskussionsrunde zur zeitgenössischen Musik im Rahmen der ZeitRäume Basel - Biennale für neue Musik und Architektur, Gare du Nord, Basel – in Kooperation mit der Pro Helvetia (14. September 2019) •  »Hören wir mit anderen Ohren?« - Diskussionsrunde zum deutsch-französisch-schweizerischen Austausch im Rahmen des Festival Musica Straßburg – in Kooperation mit dem Focus Musique contemporaine (1. Oktober 2019)  
Impuls wurde im März 2009 auf Initiative der französischen Botschaft in Deutschland, des Ministère de la Culture et de la Communication, der SACEM (Société des Auteurs, Compositeurs et de Editeurs de Musique), des Bureau Export, der Fondation Francis et Mica Salabert und Arte Actions Culturelles gegründet. Dazu kamen 2011 die Alfred Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung (projektweise) und das Goethe-Institut und seit dem Jahr 2012 der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Für das deutsch-französische Jahr 2012/2013 unterstützte auch die Deutsche Bank AG Impuls neue Musik. 2014 erweiterte die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. das Förderprogramm von Impuls neue Musik um eine Künstlerresidenz. Seit der 9. Jurysitzung fördert die Kunststiftung NRW Impuls-Projekte mit Bezug zu Nordrhein-Westfalen. Der Fonds hat sich seit seiner Gründung stets weiterentwickelt, seine transnationale Position gestärkt und eine europäische Dimension angenommen.  Dies wird zusätzlich von einer unabhängigen Jury aus anerkannten Expert*innen, die jährlich im Rahmen einer Jurysitzung herausragende künstlerische Projekte auswählt, unterstützt. Seit 2018 beteiligt sich die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia am Fonds Impuls. Dadurch wurde der Wirkungskreis ausgeweitet auf die deutschen- und französischsprachigen Kulturräume der drei Länder Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Bis Ende des Jahres 2018 hat der Fonds über 1 Millionen Euro an 160 Projekte verteilt. Es  wurden Werke von 267 deutschen, französischen und Schweizer Komponist*innen aufgeführt. Der Fonds Impuls neue Musik versteht sich als IMPULS geber: Sein allererstes Ziel ist es, den lebendigen und langfristigen Austausch zwischen dem deutschen- und französischsprachigen Kulturraum in Deutschland, Frankreich und die Schweiz zu fördern. Er will Grenzen überschreiten. Diese Projekte zielen in ihrem Kern auf einen Austausch zwischen Musiker*innen und Ästhetiken – einen Austausch, den Impuls langfristig unterstützen möchte. Es geht also nicht nur um die Aufführung zeitgenössischer Werke aus der jeweils anderen Kultur, sondern um einen profunden Dialog. Impuls neue Musik hat durch die Finanzierung von Auftragswerken auch einen entscheidenden Einfluss auf das kreative Schaffen in Frankreich, Deutschland und in der Schweiz.
 
VERANSTALTUNGEN 10.05.2019 | 20 Uhr Ondrej Adamek / Neseven / Eklekto »Schlafen gut. Warm.« Wittener Tagen für neue Kammermusik 03.06.2019 | 20:30 Uhr Philippe Manoury / François-Xavier Roth / Gürzenich-Orchester Köln Lab.Oratorium Philharmonie de Paris
14.09.2019 | 11 Uhr »Hören wir mit anderen Ohren?« - Diskussionsrunde im Rahmen der ZeitRäume Basel - Biennale für neue Musik und Architektur, Gare du Nord, Basel – in Kooperation mit der Pro Helvetia 01.10.2019 | 15:30 Uhr »Hören wir mit anderen Ohren?« - Diskussionsrunde im Rahmen des Festival Musica Straßburg – in Kooperation mit dem Focus Musique contemporaine
 
 
 

02.04.2019

Umlaut Festival in Paris

Von 5. - 7. April 2019 findet im Theater Le Lavoir moderne parisien die 7. Ausgabe des Umlaut-Festivals statt. Zum wiederholten Mal wird der deutsch-französische Austausch in den Mittelpunkt des vom Pariser Umlaut-Kollektiv organisierten und produzierten Festivals für aktuelle Musik gestellt. Der deutsche Komponist, Arrangeur und Jazz-Pianist Alexander von Schlippenbach kommt nach Paris, um dort eine Woche lang mit den Musikern des Pariser Umlautkollektivs und der Umlaut Big Band zusammenzuarbeiten. Die Ergebnisse dieser musikalischen Begegnung werden an den ersten beiden Festivalabenden präsentiert, am dritten Abend gehört die Bühne Alexander von Schlippenbach allein. Programm 05.04.2019 | ab 19h30 Ignaz Schick Umlaut Big Band spielt Alexander von Schlippenbach Lotto 06.04.2019 | ab 19h30 Spat’ Sonore Collectif Umlaut spielt Alexander von Schlippenbach Joujou 07.04.2019 | ab 17h30 Joris Rühl solo Duo Amaryllis Billet & Anna Jalving Alexander von Schlippenbach solo Grand Bazar + Umlaut
 
 

13.03.2019

Ausschreibung 2019

Impuls neue Musik fördert den langfristigen und nachhaltigen Austausch zwischen den zeitgenössischen Musikszenen Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz (Deutschschweiz und Romandie) durch die finanzielle Unterstützung von bi- bzw. trilateralen Projekten in den drei Ländern.Die nächste Antragsfrist endet am 1. Mai 2019. Zur Förderung können Sie Projekte einreichen, welche:  

- zeitgenössisches Repertoire aus Deutschland, Frankreich und/oder der Schweiz zur Aufführung bringen. (Die Werke dürfen max. 30 Jahre alt sein.)

- die enge Zusammenarbeit zwischen Musiker*innen und/oder Komponist*innen aus mindestens zwei der Länder fördern.

- in mindestens zwei der genannten Länder Deutschland, Frankreich, Schweiz stattfinden.

- den aktiven Austausch zwischen dem französischen und dem deutschen Sprach- und Kulturraum beinhalten. Die genauen Förderrichtlinien entnehmen Sie bitte unserer Website. Angenommen werden können nur Projekte, die frühestens im September 2019 stattfinden.
Wenn Ihr Projekt unseren Förderkriterien entspricht, schicken Sie Ihren Antrag  spätestens bis zum 1. Mai 2019 per Post an:
 
Sophie Aumüller Impuls neue Musik Kurfürstendamm 211 D-10719 Berlin
 
Gleichzeitig muss der Online-Antrag fristgerecht an info@impulsneuemusik.com versandt werden. Für weitere Fragen stehen wir gern jederzeit zur Verfügung.
 

05.02.2019

Tetralogie – Ensemble Inverspace

Am 14. Februar 2019 findet im Basler Gare du Nord das Projekt "Tetralogie" des Ensemble Inverspace statt.
 
Was passiert nach dem Leben? Wo und was ist Heimat? Wie erleben wir Zeit? Wie werden wir von der digitalen Welt beeinflusst? Das 2011 in Basel gegründete Ensemble Inverspace präsentiert vier Werke – darunter zwei Uraufführungen –, die sich mit unterschiedlichen Fragestellungen befassen und doch durch das menschliche Dasein zusammenhängen. Für das Projekt haben die Interpret*innen mit den Komponist*innen Sarah Nemtsov, Raphaël Languillat, Wolfgang Heiniger und Raphaël Cendo zusammengearbeitet und sich auf die Suche nach Schnittstellen von akustischen und elektronischen Instrumenten gemacht. Elektronik und akustische Instrumente sind dabei gleichberechtigte Kammermusikpartner*innen. Weitere Konzerte finden später im Jahr in Baden (CH) sowie in Berlin (D) und Köln (D) statt. Mit: Maruta Staravoitava (Flöte), Patrick Stadler (Saxophon), João Carlos Pacheco (Perkussion), Clemens Hund-Göschel (Piano) und Robert Torche (Elektronik) Programm: Sarah Nemtsov: "Void-imaginings" (2018, UA) Raphaël Languillat: "Black Angels (after death)" (2014) Wolfgang Heiniger: "Heimat III" (2018, UA) Raphaël Cendo: "Control" (2017, SE)  
Foto©Raphaël Languillat