deutsch-französisch-schweizerischer Fonds für zeitgenössische Musik

06.01.2020

Kurt Weill jagt Fantômas – MUSICAL VON OLIVER AUGST MIT LIEDERN VON KURT WEILL

08.01.2020 | Gare du Nord, Basel

Am 8. Januar wird das Werk von Oliver Augst im Basler Gare du Nord präsentiert:  KURT WEILL JAGT FANTÔMAS ist eine Live-Hörspielperformance des deutschen Komponisten und Hörspielautors Oliver Augst mit der deutschen Sängerin Charlotte Simon und dem Pariser Musiker Alexandre Bellenger. Das Projekt möchte ein bislang vernachlässigtes Kapitel in Weills musikalischem Schaffen – seinen Aufenthalt in Paris (1933-1935) – zeitgenössisch zum Klingen bringen. Basierend auf dem Material der weitgehend vergessenen Weill-Lieder aus diesen Jahren verdichten sich Gesang, Sprache und Klang zu einer komponierten Neu-Interpretation, als Liebeserklärung ans Original mit dialektischem „Weiterdenken“ in die Jetztzeit.

 

Programm

08.01.2020 | Gare du Nord, Basel | 20 Uhr

Oliver Augst, „Kurt Weill jagt Fantômas“ (2017)

 

Oliver Augst,  Konzept & Stimme
Alexandre Bellenger, Turntables & Stimme
Charlotte Simon, Keyboards & Stimme
Françoise Cactus und Brezel Göring  (Stereo Total), Text
Astrid Ihle, Dramaturgie

Special Guest: Klaus Brömmelmeier (CH) als Sprecher

 

Foto © Vita Spieß

06.01.2020

Impuls neue Musik wünscht ein gutes Neues Jahr

02.12.2019

RENCONTRES TEIL II – COURT-CIRCUIT & ZAFRAAN ENSEMBLE

08.12.2019 | Musikbrauerei, Berlin 09.12.2019 | Resonanzraum, Hamburg 10.12.2019 | Salle Cortot, Paris Unter dem Titel Rencontres (Teil II) präsentiert das Berliner Zafraan Ensemble in drei Konzerten in Berlin, Hamburg und Paris ein mit dem französischen Ensemble Court-Circuit gemeinsam erarbeitetes Programm. Im Zentrum stehen dabei Werke von Christophe Bertrand, Johannes Boris Borowski, Hugues Dufourt und Sarah Nemtsov. Das Programm spiegelt auch philosophisch-kompositorisch die gegenseitige Anregung und Beeinflussung wider. Das Zafraan Ensemble, das sich aus den Instrumentalisten heraus organisiert – ohne feste Dirigenten oder angeschlossene Komponisten – trifft bei Court-Circuit auf ein Ensemble, das von Philippe Hurel explizit „par un compositeur pour des compositeurs“ gegründet wurde. Die gemeinsame Erarbeitung der zusammen ausgesuchten Werke unter Leitung von Pierre-André Valade, dem Gründungsdirigenten von Court-Circuit, verspricht daher für beide Seiten ein spannender, fruchtbarer Prozess zu werden – zusätzlich zum persönlichen und professionellen Austausch. Eine Produktion des Zafraan Ensemble in Kooperation mit Court-Circuit. Gefördert vom Musikfonds, der Initiative Neue Musik Berlin und Impuls neue Musik.   Programm 08.12.2019 | Musikbrauerei, Berlin | 19 Uhr 09.12.2019 | Resonanzraum, Hamburg | 19 Uhr 10.12.2019 | Salle Cortot, Paris | 20 Uhr   Christophe Bertrand, « Satka » (2008) Johannes Boris Borowski, « Wandlung » (2009/2014) Hugues Dufourt, « L’Afrique d’après Tiepolo » (2005) Sarah Nemtsov, « …beredtes Schweigen » (2005) Ensembles Zafraan und Court-Circuit Pierre-André Valade, Dirigent   Foto © Swami Silva

20.11.2019

Grounds of Memory

27.11.2019 | La Soufflerie, Rezé Für das Projekt „Grounds of Memory“ hat der Schweizer Komponist Jürg Frey ein neues Werk für die Sopranistin Peyee Chen, das französische Instrumentalensemble Dedalus und das Bozzini Quartet geschrieben, das am 27. November in La Soufflerie (Rezé) seine französische Erstaufführung erlebt. Die Uraufführung findet beim Huddersfield Contemporary Music Festival in Großbritannien statt. Dieses neue Werk basiert vor allem auf den « envelope-poems » von Emily Dickinson aus dem Band „The Gorgeous Nothing“. Es sind Faksimile-Fragmente, kurze Gedanken und Vorstufen zu Gedichten, handgeschrieben auf gebrauchten Umschlägen. Einzelne Wörter, halbe Strophen, Textfragmente scheinen den fehlenden Mittelpunkt eines Buches zu umkreisen.   Programm 27.11.2019 | La Soufflerie (Rezé) | 19 Uhr Jürg Frey,  « Grounds of Memory » (2019)   Peyee Chen, Soprano Quatuor Bozzini: Clemens Merkel, Violin Alissa Cheung, Violin Stéphanie Bozzini, Bratschist Isabelle Bozzini, Cello Ensemble Dedalus: Silvia Tarozzi, Violin Cyprien Busolini, Bratschist Deborah Walker, Cello Fabrice Villard, Klarinette Didier Aschour, Gitarre Stéphane Garin, Percussion   Video : https://youtu.be/FZQWLLdQhKU Foto ©  GMEA - Centre National de Création Musicale d'Albi - Tarn

30.10.2019

Das Goethe Institut erhöht seine Beteiligung an Impuls neue Musik

Das Goethe-Institut wird seine Beteiligung an den drei deutsch-französischen Kulturfonds Impuls Neue Musik, Transfabrik (darstellende Kunst) und PERSPEKTIVE (bildende Künste und Architektur) für die nächsten drei Jahre auf insgesamt 50.000 Euro pro Jahr erhöhen. Um die deutsch-französischen Kulturbeziehungen zu festigen und gemeinsame Perspektiven aufzuzeigen, entwickeln das Goethe-Institut und das Institut français im Rahmen einer noch engeren Zusammenarbeit weltweit Standorte, die zusammen genutzt werden sollen. Durch die Erhöhung der Finanzierung der deutsch-französischen Kulturfonds vonseiten des Goethe-Instituts wird diese Kooperation weiter bestärkt. Die Fonds ermöglichen es, den nötigen Anstoß zur Entfaltung von Kooperationsprojekten zu geben, mit denen strukturelle und ästhetische Barrieren überwunden werden. Das Goethe Institut ist seit 2010 Partner von Impuls neue Musik. Zahlreiche Impuls-Projekte haben seitdem im Goethe Institut in Paris stattgefunden.

02.10.2019

Ondřej Adámeks „Alles klappt“ in Frankreich und in der Schweiz

04.10.2019 | Théâtre national de Strasbourg (Musica) Ondřej Adámeks gefeiertes Musiktheater „Alles klappt“ kommt nun auch nach Frankreich und in die Schweiz! Das Werk, das bei der Münchener Biennale 2018 uraufgeführt wurde, erlebt seine Wiederaufnahme beim Straßburger Festival Musica und im Basler Gare du Nord. „Alles klappt“ basiert auf Archivmaterial aus den 1940er Jahren aus dem Nachlass der jüdischen Familie der Mutter des Komponisten. Einige von Adámeks Verwandten wurden in Konzentrationslager deportiert und schickten von dort aus Briefe und Postkarten an Familienmitglieder zu Hause in Prag. Diese Briefe sind überraschend positiv formuliert und wurden zur ersten Inspirationsquelle des Librettos von Katharina Schmitt. Das zweite Ausgangsmaterial war der sogenannte Treuhandkatalog, den Adámeks Großvater für die Nazis anfertigen musste und in dem frei gewordene Wohnungen verschleppter jüdischer Familien zum Verkauf angeboten wurden. Der Komponist Ondřej Adámek, der die Produktion auch musikalisch leitet, hat sich in seinen vergangenen Arbeiten intensiv mit der Stimme und stimmlichen Phänomenen auseinandergesetzt und mit diesem Werk einen sehr privaten Blick in die eigene Familiengeschichte zugelassen.   Programm 04.10.2019 | Théâtre national de Strasbourg (Musica) | 18.30 Uhr Ondřej Adámek, „Alles klappt“ (2018)   Besetzung Ondřej Adámek, Komposition und Musikalische Leitung Katharina Schmitt, Libretto und Regie Patricia Talacko, Bühne und Kostüme Götz Leineweber, Dramaturgie Landy Andriamboavonjy, Olga Siemieńczuk, Thérèse Wincent, Sopran Steve Zheng, Tenor Dominic Kraemer, Tobias Müller-Kopp, Bariton Jeanne Larrouturou, Miguel Ángel García Martín, Percussion   Weitere Aufführungen: 19./20.10.2019 | Gare du Nord, Basel (CH)   Foto © Armin Smailovic

30.09.2019

Neue Musik für Hybrides Klaviertrio: das Trio Mainz/Dargent/Eraslan

03.10.2019 | Stadtgarten/Jaki, Köln (D) Am 3. Oktober präsentiert das Trio Mainz/Dargent/Eraslan im Rahmen des Festivals „In Between Spaces – Indie Idiosyncrasies“ in Köln sein Projekt „Neue Musik für Hybrides Klaviertrio“. Piano, Oud, Cello. Das neue Trio des in Köln und Berlin arbeitenden Musikers Matthias Mainz mit dem französischen Gitarristen und Oud-Virtuosen Gregory Dargent und dem türkischen Cellisten Anil Eraslan rückt die Zwischenräume in den Fokus. Klassisches Klaviertrio und Zweite Wiener Schule, Mikrotonalität und Elektroakustik, türkische und arabische Kontexte, transkulturelle und experimentelle improvisierte Musik bilden ein weites Koordinatensystem für subtile individuelle Annäherungen und minimalistische Schwebezustände. Alle drei Musiker haben in ihren bisherigen Projekten die Auseinandersetzung mit den musikalischen Strukturen und Klangmöglichkeiten außereuropäischer Kulturen gesucht und dabei mit Musikern wie Taner Akyol, Azzedine Montassere und Joss Turnbull zusammengearbeitet. Mainz, Dargent und Eraslan verwandeln ein Format mit großer Nähe zu westlicher Kammermusik in einen multiperspektivischen musikalischen Reflexions- und Bewusstseinsstrom aus idiomatischen Partikeln, der sich gängigen Kategorien entzieht. Das Trio arbeitet in diesem Projekt zunächst mit der Schweizer Komponistin Helena Winckelmann und dem Deutsch-Iranischen Komponisten Ali Gorji zusammen.   Programm 03.10.2019 | Stadtgarten/Jaki, Köln (Festival „In Between Spaces – Indie Idiosyncrasies“) | 19 Uhr Matthias Mainz, Piano, Vierteltonpiano, Elektro-Akustik Gregory Dargent, Oud Anil Eraslan, Cello Weitere Aufführungen: 04.10.2019 | Bonn, Zentrifuge, 19.30 Uhr 21.12.2019 | Wuppertal, Loch, 20 Uhr 30.01.2020 | Berlin, studioboerne45, 20 Uhr   Foto © Matthias Mainz © Matthias Kneppeck / Anil Eraslan © Jina / Gregory Dargent © Gregory Dargent

25.09.2019

Podiumsgespräch in Straßburg: „Hören wir mit anderen Ohren?“

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von Impuls neue Musik findet am 1. Oktober im Rahmen des Festival Musica und in Kooperation mit Focus Nouvelles Musiques eine zweite Podiumsdiskussion statt. Unter dem Titel „Hören wir mit anderen Ohren?“ diskutieren Björn Gottstein (Donaueschinger Musiktage), Lydia Rilling (Philharmonie Luxembourg, Festival „rainy days“), Katharina Rosenberger (Komponistin) und Stéphane Roth (Festival Musica) über die unterschiedlichen Musikszenen, die Herausforderungen von Austauschprojekten und die unterschiedlichen Wahrnehmungen im deutsch- und französischsprachigen Kulturraum. Was können Deutsche von der französischen Musiklandschaft lernen und umgekehrt? Was interessiert einen französischen Komponisten in Deutschland? Warum treten Ensembles aus der Romandie im deutschsprachigen Kulturraum kaum auf und Ensembles aus der Deutschschweiz kaum im französisch­sprachigen Raum? Was ist mit Luxemburg? Und wie programmiert man im Dreiländereck Deutschland / Frankreich / Schweiz? Wenn Deutschland und Frankreich der „Motor Europas“ sind, gilt dies auch für die zeitgenössische Musik?   Programm 01.10.2019 | Salle de l'Aubette, Straßburg 15.30-17.30 Uhr | Podiumsgespräch "Hören wir mit anderen Ohren?" Mit Björn Gottstein (Donaueschinger Musiktage), Lydia Rilling (Philharmonie Luxembourg, Festival „rainy days“), Katharina Rosenberger (Komponistin), Stéphane Roth (Festival Musica) Einleitung: Sophie Aumüller Moderation: Arnaud Merlin Im Rahmen des Festival Musica und in Kooperation mit Focus Nouvelles Musiques   Foto © Musica 2019

20.09.2019

Ivan Wyschnegradsky: La Coupole Klang Farben Raum

Am Sonntag, den 22. September präsentiert das Festival ZeitRäume zum Abschluss ein außergewöhnliches französisch-schweizerisches Projekt: Ivan Wyschnegradskys „Arc-en-ciel“ sowie die Uraufführung von Edu Haubensacks sich darauf beziehendes Werk „Sequoia“. Die 1929 erbaute Markthalle Basel, einer der größten Kuppelbauten der Welt, ist die nahezu ideale Projektionsfläche für ein wahrhaft utopisches Projekt: In den 1940er Jahren entwickelte der Komponist Ivan Wyschnegradsky (1893–1979) in Paris Entwürfe für ein Lichtkuppel-Projekt, das nun erstmals realisiert wird: Zu Musik von Wyschnegradsky, gespielt auf sechs in Mikroton-Abständen gestimmten Konzertflügeln, tauchen bewegliche Farbmuster die Kuppelinnenfläche in ein faszinierendes, raumfüllendes Farbenspiel. Die Visualisierungen basieren auf Manuskripten aus dem Konvolut „Mosaïque lumineuse de la coupole du temple“. Für einen zeitgenössischen Blick auf Wyschnegradskys faszinierend gestimmte Klaviere und den ungewöhnlichen Kuppelraum der Markthalle sorgt der Komponist Edu Haubensak mit seiner für diesen Abend entstandenen Uraufführung.   Programm 22.09.2019 | Markthalle Basel | 20 Uhr & 22 Uhr Ivan Wyschnegradsky (1894-1979): "Projet de la mosaïque lumineuse de la coupole du temple" UA "Arc-en-ciel I op. 37" (1956) "Arc-en-ciel II op. 52a" für 6 Klaviere (ca. 1957, Fragment) – gestimmt 1° normal | 2° 1/12-Ton höher | 3° 1/6-Ton höher | 4° 1/4-Ton tiefer | 5° 1/6-Ton tiefer | 6° 1/12-Ton tiefer "Prélude et fugue op. 30" für 3 Klaviere im Sechstelton-Abstand (1945) "Dialogues op. 51" für 3 Klaviere im Sechstelton-Abstand (1973–1974) "L'affirmation du paradoxe éthique" für Ondes Martenot, 2 Männerstimmen und 6 Klaviere im Sechstelton- und Zwölftelton-Abstand UA 21 Uhr Edu Haubensak (*1954): "Sequoia" für sechs Klaviere im Zwölftelton-Abstand (2019), Kompositionsauftrag ZeitRäume Basel UA   klavierduo huber/thomet, Tamriko Kordzaia, Kirill Zvegintsov, Stefan Wirth, Alice Burla/Studierende der Musik-Akademie Basel , Klaviere Caroline Ehret, Ondes Martenot Jean-Jacques Knutti, Bariton Robert Koller, Bassbariton Urs Bachmann, Klavierbetreuung Karl Kliem, Visuelle Umsetzung Sebastian Morsch, Tobias Friederich, Videotechnik Hilmar Dagobert Koitka, Idee & Konzept   Foto © Paul Sacher Stiftung Basel  

11.09.2019

Podiumsgespräch in Basel : „Hören wir mit anderen Ohren ?“

14. September 2019 - 11 Uhr Gare du Nord, Basel Am 14. September findet im Basler Gare du Nord unter dem Titel "Hören wir mit anderen Ohren ?" eine deutsch-französich-schweizerische Podiumsdiskussion zur zeitgenössischen Musik statt. Anlass für das Gespräch, das wir gemeinsam mit Pro Helvetia und dem Festival ZeitRäume Basel veranstalten, ist das zehnjährige Bestehens von Impuls neue Musik. Seit der Gründung vor 10 Jahren hat Impuls neue Musik mehr als 170 Projekte unterstützt und begleitet, die die Grenze des deutsch- und französischsprachigen Raums überschreiten. Vom Rhein bis zum Röstigraben – wie unterschiedlich sind die Musikszenen und -auffassungen auf beiden Seiten, was erleichtert den Austausch und das Verständnis, wo liegen noch Probleme, welches Potenzial gibt es für neue Musik? Wir laden Musikschaffende und Kulturinteressierte zu einem Gespräch ein über die Herausforderungen von Landes- und Sprachgrenzen überschreitenden Projekten der zeitgenössischen Musik. Auf dem Podium diskutieren Sophie Aumüller (Impuls neue Musik), Barbara Barthelmes (Berliner Festspiele, Jury Impuls neue Musik), Bernhard Günther (ZeitRäume Basel, Wien Modern, Jury Impuls neue Musik), Stéphane Roth (Festival Musica, Strassburg) und Serge Vuille (Ensemble Contrechamps, Genf).   Programm 14.09.2019 | Gare du Nord, Basel | 11 - 12.30 Uhr  Podiumsgespräch "Hören wir mit anderen Ohren ?" Im Rahmen der ZeitRäume Basel - Biennale für neue Musik und Architektur– in Kooperation mit dem Festival und Pro Helvetia.   Foto © Anna Katharina Scheidegger